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A Weekend In the City

Bloc Party

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Kundenrezensionen

Rezension auf Crazewire.de

Die letzten zwei Jahre waren für die Indie-Popper Bloc Party im höchsten Maße turbulent. Mit ihrem Debüt „Silent Alarm“ schlugen sie wie die sprichwörtliche Bombe ein, danach konnten sie sich vor Auftritten und PR-Terminen nicht mehr retten. Ein Album, das vor allem durch seine hektisch verspielte Art, seine betäubenden Melodien und seine Texte die Massen begeisterte. „Silent Alarm“ war so etwas wie das „gesammelte Schweigen“ einer Generation an die Gesellschaft und öffentliche Missstände. Das machte sie aber noch lange nicht zu einer politischen Band. Die besondere Stärke der vier Jungs aus London liegt im Allgemeinen darin, mit ihrer Musik und ihren Texten den Nerv der Zeit und im Speziellen einer Generation zu treffen. Die Mittzwanziger. Ein Phänomen, das sich gerade sehr deutlich in sämtlichen B-Seiten von Bloc Partys „Silent Alarm“ zu ziehen schien und jetzt auf „A Weekend In The City“ vollends ausgelebt wird. Wie fühlt es sich an, mit Mitte zwanzig in einer Großstadt zu leben? Welchen Ereignissen sieht man sich dort täglich konfrontiert? Wie klingt das? Und wie liebt und lebt es sich in den urbanen Ballungsräumen? Bloc Party beantworten diese Fragen beeindruckend ehrlich und so glaubwürdig, dass einem oft der Atem zu stocken scheint. Der Klang von „A Weekend In The City“ ist eine ausgereift verspielte Momentaufnahme aller musikalisch angesagten Stile in den Clubs der Städte, mit herzerweichenden Melodien, die durch Mark und Bein gehen. Jackknife Lees Ernennung zum Produzenten darf im Nachhinein als absolut strategisch durchdachter Schachzug betrachtet werden. Die Arrangements der einzelnen Songs sind glatter, aber wesentlich detaillierter und haben deutlich an Hektik verloren. Es hat sich viel getan im Musikgeschmack und im Leben von Bloc Party, allem voran in Kele Okerekes, was jetzt in Form eines klanglichen Gewitters zum Ausdruck gebracht wird. Ein gigantisches Feuerwerk der Impressionen, das seine Energie aus den Lebensumständen in der Stadt und der Musik selbst zu ziehen scheint. Obwohl Bloc Party ihren unverwechselbaren Klang beibehalten haben, gehen sie mit ihrem zweiten Album nicht ausschließlich den Weg der Absicherung durch längst bekannte Töne von „Silent Alarm“. Mit Ausnahme von „Hunting For Witches“, „I Still Remember“ oder „Kreuzberg“ lassen sich nur noch schwer Verbindungen zum Vorgänger nachweisen. Was weder als Kritik noch als Vorwurf verstanden werden soll. Dabei war es doch Kele selbst, der noch vor kurzem sagte, dass er mit der Produktion von „Silent Alarm“ nicht ganz zufrieden war und jetzt die Dinge richtig machen möchte. Da kann es schon mal vorkommen, dass man sich wiederholt, aber so lange solch großartige Stücke, wie die eben erwähnten dabei raus kommen, muss das der Weg der logischen Synthese daraus sein. Trotz konsequenter Weiterentwicklung des Stils muss nicht auf den einzigartigen Gesang von Kele Okereke, die grandios harmonierenden zwei Gitarren von Kele und Russell Lisack, die entzückend tanzenden Bassläufe von Gordon Moakes und das wirklich exorbitant gute Schlagzeugspiel von Matt Tong verzichtet werden. Da könnte man glatt meinen, dass alles beim Alten geblieben ist. Wären da nicht die omnipräsenten Chöre, die mit dem Drumcomputer verfeinerten Beats und die überall angewandten elektronischen Einflüsse, die sich wie eine Schicht warmer Honig in die letzten Lücken des Klangteppichs zu verteilen scheinen. „The Prayer“ ist unter allen Songs derjenige, an dem sich am deutlichsten der Mut zu den neuen Inspirationen abzeichnet. Besonderes Augenmerk galt den Details. Auch auf textlicher Ebene haben Bloc Party mit „A Weekend In The City“ einige neue Fähigkeiten zu verzeichnen. Wurde Kele in früheren Zeiten noch nachgesagt, seine Texte wären nicht durchsichtig genug, um sie klar verstehen zu können, zeigt er sich jetzt deutlich erprobter im Umgang mit der Sprache. Es gelingt ihm, seine Texte inhaltlich für jedermann verständlich zu formulieren, ohne dabei geschmacklos und gewöhnlich zu wirken. Im Gegenteil, durch ihren ehrlichen, warmen aber auch minimalen und direkten Charme sind die Texte noch poetischer geworden. Damit nimmt er auch mit seiner eigenen Person viel deutlicher Stellung zu den besungenen Themen, die sich in einer breiten und gesellschaftlich hoch aktuellen und interessanten Palette präsentieren. In „Where Is Home?“ besingt er den tragischen Tod seines Cousins, der durch rechtsextreme Gewalt getötet wurde, und über das damit verbundene Problem der versäumten Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, die schon seit Jahrzehnten in einer anderen Gesellschaft leben und eigentlich von dieser längst anerkannt sein sollten. Ein Thema, das nicht nur in England hoch aktuell ist. Aber auch die verzweifelt wahnsinnige Hexenjagd auf den Terrorismus im eigenen Land wird mit „Hunting For Witches“ thematisiert. Mit „Uniform“ gibt er den wohl beeindruckendsten Einblick einer selbstverliebten westlichen Jugend, die ihr Heil in der Indifferenz zu allem zu suchen scheint. Mit „Waiting For The 7.18“, „Kreuzberg“ oder „Sunday“ dürfte jedem Mittzwanziger aus der Seele gesprochen sein. Wie es sich wohl anfühlt, besondere Momente im leben zu vergessen, wann es einem endlich gelingen wird, die Liebe festzuhalten und wie ein verkaterter Tag aussieht und was man an ihm so sehr mag. Drogenkonsum und Suizid sind ebenfalls Themen, die man auf „ A Weekend In The City“ mit „On“ und „SRXT“ finden kann. Mit „A Weekend In The City“ zeigen sich Bloc Party sehr selbstbewusst und selbstsicher. Alle elf Songs sind ohne Ausnahme großartige Stücke, die durchaus in der Lage sind zu berühren. Besser hätte das Gefühl der Großstadt nicht vermittelt werden können. Bloc Party oder Kele selber jetzt aber als die Stimme einer Genaration zu betiteln, wie es der Guardian tat (vom 21st Century Boy war da die Rede), wäre „wirklich nicht fair“, um diese Rezension mit den Worten von Damon Albarn zu schließen.

Zeitlos!!!

In dem Album "A Weekend In The City" sieht man deutlich die Fortschritte von Bloc Party.
Am Besten gefallen mir die Lieder: Hunting for Witches,Waiting for the 7.18 und the Prayer.

Sehr Schönes Album,passend zum Namen

ich find dieses Album wirklich sehr gelungen und jeder von ihnen ist auf seine Art großartig. mein Favoriten sind Hunting for Witches,The Prayer und Kreuzberg.<3

Biografie

Gegründet: London, England

Genre: Alternative

Jahre aktiv: '00s

Equally inspired by Sonic Youth, Joy Division, Gang of Four, and the Cure, East London art punkers Bloc Party mix angular sonics with pop structures. Consisting of singer/guitarist Kele Okereke, guitarist Russell Lissack, bassist/singer Gordon Moakes, and drummer Matt Tong, the band was formerly known as Angel Range and Union before settling on Bloc Party. Okereke and Lissack met each other through mutual friends at the Reading Festival, and discovered that they had musical tastes as well as friends...
Komplette Biografie
A Weekend In the City, Bloc Party
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  • 9,99 €
  • Genres: Alternative, Musik, Indie Rock
  • Erschienen: 19.11.2007

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