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Playing the Piano

Ryuichi Sakamoto

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Kundenrezensionen

Leise Greatest Hits

Daran, dass Sakamoto einer der ganz großen Musiker und Komponisten unserer Zeit ist, steht längst außer Frage – ob Yellow Magic Orchestra oder seine Zusammenarbeiten mit zahlreichen internationalen Stars, ob remixed, mit Orchester oder wie hier in der minimalsten aller denkbaren Formen nur am Klavier… das japanische Multitalent überzeugt fast immer. Auf Playing the Piano interpretiert Sakamoto eigene Werke (Hauptsächlich Soundtracks, , irgendwo zwischen jazziger Lässigkeit und klassischem, fast romantischem Timbre, das in der leisen, aber hochpräzisen Aufnahme perfekt eingefangen ist. So reduziert wie das Cover, allerdings weniger kantig, eher beiläufig, fast schluffig, nie versucht, sich als Pianogröße zu profilieren (die Sakamoto einfach auch nicht wäre) wirkt die Einspielung, die eine «Greatest Hits»-Collection der ganz anderen Art zeigt. Eher wirkt es, als würde Sakamoto für sich, privat, einige seiner Favorites durchspielen, zwischen Klimpern und Analyse, zwischen Warmup-Fingerübung und Meditation. Es ist spannend, vor allem im Vergleich, wie Ryuichi Sakamoto aus seinen Arrangements die Luft herauslässt, den orchestralen Gestus oder elektrische Exoskelett ablegen kann, und doch durch und durch klare Kompositionen wiedererkennbar bleiben. Dabei erweist sich die Aufnahme als seltsam doppelbödig: Beiläufig aus den Boxen perlend wirkt die Musik fast wie Tafelwasser – unauffällig, unaufdringlich, ein bisschen fad vielleicht, konsumiert und fast wieder vergessen. Mit mehr Konzentration aber, zumal unter Kopfhörern, entwickeln die sparsamen, meditativen Tracks ein Eigenleben, das begeistert. Wobei ohne Frage das grandiose Riot in Lagos der essentielle Track dieses Albums ist, eine mehrspurig aufgenommene, mitreissende Dekonstruktion dieses fast drei Dekaden alten grandiosen elektronischen Songs, der hier filigran und zum Weinen schön wiedergeboren wird. Allein diese eine Nummer wäre den Kauf des Albums wert und neben der schieren Größe dieser Nummer wirken die anderen Songs leider fast ein wenig brav und herkömmlich, was aber eher für Riot spricht und weniger gegen das Album als Ganzes, das durchweg eine reine Freude ist.

Auch keine Ansprüche kann man erfüllen

Wir kennen doch alle diese Momente, an denen wir einfach nur ein unkompliziert nettes "Geplätscher" im Hintergrund haben wollen. Hier sind sie.

Biografie

Geboren: 17. Januar 1952 in Tokyo, Japan

Genre: Pop

Jahre aktiv: '70s, '80s, '90s, '00s, '10s

The driving force behind "Neo Geo" — a cutting-edge fusion combining Asian and Western classical music with other global textures and rhythms — pioneering electronic composer Ryuichi Sakamoto was among the most innovative artists to emerge during the 1980s. Born January 17, 1952, in Tokyo, he took up piano at the age of three, and regularly performed in jazz bands while in high school. Sakamoto's catholic musical tastes exposed him to everyone from the Beatles to Beethoven and John Cage,...
Komplette Biografie
Playing the Piano, Ryuichi Sakamoto
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