Pressestimmen zu Olaf Schönborn' Q4 "Radio Jazz"
von
jazzchamaeleon
audio (April 2008): Klangtipp! Die zwölf Stücke plus ein Remix sind raffiniert und doch eingängig, melodiös, aber auch rhythmisch interessant. Ein audiophiler Genuss!
stereo (April 2008): eine der bemerkenswertesten Platten der letzten Monate. "Radio Jazz", das ist eine knappe Stunde Kurzweil. Das zu hören macht Spaß, immer und immer wieder. Die Sounds tragen und entfalten sich, sind modern und transparent, haben ein· gängige Leichtigkeit und beiläufige Disziplin. Diese Musik scheint gänzlich unangestrengt gewachsen zu sein, ist perfekt für den Club, für lange Autobahnfahrten oder die Stunde am Abend, wenn der Tag abfällt. Eigentlich passt sie zu jeder Gelegenheit, ja, sie hat das Zeug zu einer potentiellen Lieblingsplatte. Voller kleiner Details, die sich zu einem luftigen Großen summieren für den Hörer, manchmal auch über die Grenzen des Jazzgefängnisses hinaus.
Groove FM: Schönborn präsentiert eine Scheibe voller ausgesuchter Musik, die jeden Nicht-Jazzfan ins Stocken geraten lässt. Denn es handelt sich um Jazz, ist aber immer noch eingängig und groovy. Und unseren Hörern kann ich nur sagen: Liebe Hörer, kauft Euch diese Platte, denn besseren Radio Jazz gibt es nicht auf einem Tonträger!
concerto (Österreich): Saxophonist Schönborns erste CD als leader ist ein Meisterstück.
Die Zwei (05.05.2008): CD der Woche!
Jazzzeit (Österreich, April 2008): Exzellent. 5 Sterne (von 5)
cd-Tip auf 3SAT.de
Soultrainonline.de
Ich selbst kenne Schönborns Musik lange, und war sofort positiv angetan vom Album. Denn was Schönborn uns auf „Radio Jazz“ präsentiert, bewegt sich sicher außerhalb der so typischen, deutschen Jazzpfade, die oft angestrengt und kopflastig wirken. Jedenfalls ist es endlich mal Jazz aus deutschen Landen, der über den Bauch und das Herz funktioniert. Und nicht nur über den Kopf.
Jazzpodium (April 2008) und jazzpages.de, Klaus Mümpfer
Der in Mannheim lebende Saxophonist Olaf Schönborn hat den Spagat gewagt und
gemeistert. "Radio Jazz" nennt er seine Debut-CD mit Musik, die nach seinen
eigenen Worten "im ganz normalen Radioprogramm auch im Hintergrund laufen
kann, ohne dass Nicht-Jazz-Fans abschalten, die aber so interessant ist,
dass auch Jazzhörer ihr etwas abgewinnen können". Dass Schönborn im Opener
"Radioblabla" gesprochene Textcollagen verwendet, ist zwar ein durch den
Titel gerechtfertigter Gag, wäre musikalisch nicht notwendig, schadet aber
auch nicht. Ansonsten fließt die Musik, lädt zum Relaxen ein, ist mit ihren
vielschichtigen Latin-Rhythmen spannend, ohne zu komplex zu werden. Tilman
Bruno trägt als Percussionist einen wesentlichen Teil zu der Leichtigkeit
bei, die durch den singenden Ton und die melodischen Linien des Saxophons
unterstrichen wird. Perlende Soli und sensible Begleitung zeichnen den
Gitarristen Daniel Stelter aus, für das harmonische Fundament sorgt außerdem
Bassist Martin Simon. Eine kleine Preziose ist in diesem Sinn "Mein kleiner
Antoine", mit einer ruhigen balladesken Einleitung auf Saxophon und Gitarre,
je einem kurzen, kraftvollen und erdigen Solo des Gitarristen und des
Bassisten sowie dem ostinaten Gitarrenspiel, das nach und nach schwebend
verweht. Die Gleichzeitigkeit von Ruhe und Energie zeichnet das Spiel des
Saxophonisten und des Quartetts aus, das vor Tradition und Wohlklang nicht
zurückschreckt, sich aber auch nicht in Nostalgie verstrickt. In der Tat
eine ausgesprochen schöne Musik, bei der Zuhörer ohne Gefahr, sich zu
langweilen, entspannen kann.