Pressestimmen zur CD
von
jazzchamaeleon
Jazzthing April 2010
In der ungewöhnlichen Besetzung Flöte, Gitarre und Bass spielt das Trio Jeeep. Flötistin Stephanie Wagner hat schon mit ihrer Band Quinsch für Aufsehen gesorgt. Bassist Ralf Cetto findet man auch im Trio von Azizah Mustafa-Zadeh und Gitarrist Thomas Langer bei Barbara Dennerlein. Zusammen spielen die drei einen luftig-leichten Mainstream-Jazz, der vom genauen Hinhören der Protagonisten aber auch von einer passgenauen Lässigkeit lebt. Der Verzicht auf jegliches Schlagwerk produziert eine intime Atmosphäre, rhythmische Dynamik entfaltet sich allerdings dennoch. Dafür sorgt allein schon Cettos Bass, doch Langer und Wagner sind ebenfalls harte Swinger. Gemeinsam durchmessen sie vorwiegend eigene Kompositionen. Aber auch Mauro Grossis Chick-Corea-Hymne "Mr.Chick", Oscar Hernàndez' kubanischer "Danzón for my father" und Leonard Bernsteins "Some other time" erweisen sich in den händen von Jeeep als prachtvolle Songperlen aus ganz neuer Perspektive.
www.edelhagen.de
Ein Jazztrio , wobei die Leaderin eine Querflötistin ist, die in hervorragender Art Jazz improvisiert. Mit ihrer Band ( Ralf Cetto bass -Thomas Langer -git. ) bieten sie atemberaubende Passagen mit kreativen Klangräumen -funky Grooves ohne Schlagwerk, wobei die Mischung aus Virtuosität u. Melodik im Zusammenspiel ein Hörgenuss ist. Das Trio nutzt den klangfreien Raum ,wobei der Sound Wärme ausstrahlt.
www.soundandimage.de
Jeeep ist ein neues Jazztrio aus der Mitte Deutschlands. Das Besondere hierbei: Der Chef ist eine Querflötistin, die beiden Sou-Chefs ein Gitarrist und ein Bassist. Schlagzeug: Fehlanzeige. Das Trio kommt prima auch ohne aus und während der Spielzeit der CD von knapp einer Stunde fällt das auch kaum unangenehm auf.
Stephanie Wagner ist kein unbeschriebenes Blatt. Als Absolventin des Bostoner Berklee-Musik-College war sie in der Vergangeheit viel mit ihrem Quintett „Quinsch” unterwegs, ist nebenher noch Dozentin an der Mainzer Musikhochschule und arbeitet als Tontechnikerin. Die Referenz, schon mit den „Söhnen Mannheims” auf der Bühne gestanden zu haben, werten wir unterdes als weniger relevant. Ihre beiden Kollegen auf diesem Album sind ebenfalls keine Debutanten. Ralf Cetto am Kontrabass arbeitete bereits mit Azizah Mustafa-Zadeh und Will Calhoun, Thomas Langer an der akustischen und elektrischen Gitarre sammelte Lorbeeren in der Formation von Barbara Dennerlein.
Die Musik von Jeeep tönt angenehm weich und sehr jazzy. Die fehlende Perkussionsarbeit wird abwechselnd von den filigranen Tönen der Gitarre oder dem Bass übernommen, Stephanie Wagners Querflötenarbeit glänzt durch feinfühlige Virtuosität und beweist ein sicheres Gespür für Harmonie. Die zehn Stücke lassen den Akteuren viel Spielraum zur Improvisation, aber auch die gut verzahnte Interaktion der drei Musiker beweist immer wieder, wie sehr das Trio auch eine in sich geschlossene Einheit ist.