Reviews
von
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The Wire. Issue 316. June 2010:
Michael Wolf quit free climbing for music, and relocated with musical partner Helmut Erler from there Tyrolean homeland to Berlin some 15 years ago. Despite Wolf's passage through numerous groups, and involvement with Erler's day job as sound engineer for Dubplates & Mastering, the duo's production still retain idiosyncratic traces of the Austrian folk music they unashamedly claim as their roots, especially in the use of brass and the pacing of rhythms. Although clearly well educated dubwise, "Jungle" has that quirky Upsetterish swanee-whistle effect - their style owes little to roots, or even nu roots, and on occasion evokes a cabaret mood, as in the opening to "Take My Hand". There are no vocals here, other than the disembodied sample. Only the shudder and wobble offered by the opener "Zulu" and the massive brass thrust and juddering bass of "Ganjah" evoke any sense of the album's place in time. Seriously deranged in a very deliberate fashion, and proud to be filed under that most singular of subgenres: Austrodub! (Steve Barker)
Irie Up (July/August 2010):
Another crew with roots from the Rocksteady groove is Hey-Ø-Hansen. Their new LP, released for June 2010 on vinyl and digital is a great piece of work. It's on the ambient end of dub electronica, and it sounds crisp and accomplished. Soulful stuff, occasionally menacing and dread. Original compositions from people who sound like deep listeners. Influences of King Tubby and Keith Hudson in here too but always fresh and modern. (Gil Martin)
Debug 07/10:
Helmut Erler und Michael Wolf machen sich einen alten Traum wahr, Dub mit Bläsern nämlich. Einen Version-Dub, rein Instrumental, lm Kinoformat, mit weiten Räumen für grosse Gesten und viel Detail, und mit unglaublichen Bässen, für die man sie überall lieben wird. Authentischer kann man Dub nicht machen: Alles aus einem Guss, monolithisch, ohne doppelten Boden. Sirius statt Austro. Ein besonderes Hey-Ø-Hansen-Album, das so unvermittett offen endet, dass es dasteht wie ein Fragezeichen. (MULTIPARA)
Riddim 04/10:
Etwas so Ungewöhnliches, Schräges und doch absolut Stimmiges ist mir schon seit langer Zeit nicht mehr untergekommen. Keine Sorge, wir haben es hier nicht mit verkopften Studio-Experimenten zu tun, sondern mit, wenn auch merkwürdig verschroben, so doch ganz wunderbar groovenden Dubs. Es sind Dubs, die mit Nachdruck zeigen, welch enorme kreative Spielräume das Genre bietet, und wie diese überzeugend genutzt werden können. Hier klingt nichts''glatt'' oder konventionell. lm Gegenteil. Die Frage lautet: Wie viel Dub-Konvention darf man über Bord werfen, ohne dass die Musik aufhört Dub zu sein? Hey-O-Hansens Antwort lautet: alles aussser Echo, Bass und Offbeat. Hinzu kommt eine eigenwillige Mischung aus elektronischen Sounds (à la Basic Channel) und handgespielten, akustischen Instrumenten sowie eine simple, aber doch irgendwie vertrackte Polyrhythmik. Wirklich beschreiben lässt sich Hey-O-Hansens Musik nicht. Nur eines lässt sich ganz klar sagen: Sie ist grossartig. (René Wynards)
FM4:
Hey-Ø-Hansen sind komplett un-irie und ziemlich Jah-less. Der Dub ist ihnen wichtig, aber zu ernst nehmen wollen sie ihn nicht. Die Berliner Exil-Tiroler Helmut und Michael von Hey-Ø-Hansen machen seit nun über 15 Jahren schlauen Dub mit Schalk im Nacken. We So Horny "Reggae-Dub ist ja an und für sich von der Haltung her extrem unlustig und wahnsinnig ernst. Und mit dem kleinsten Ansatz von Ironie ist man da echt schon gaaanz falsch. Unser Ansatz hat immer auch viel Ironie drinnen. Dann haben wir gedacht: Wie nennen wir ihn jetzt? Und haben die Schublade Austrodub aufgemacht und gesagt: Paff, das sind wir jetzt!" Hey-Ø-Hansen haben ein luftig-entspanntes Dub-Album mit vielen akustischen Instrumenten aufgenommen, das für milde Sommernächte nicht idealer geeignet sein könnte.