Podcast Blog chronischLEBEN
von Norbert Jos Maas
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Podcast-Beschreibung
Hier finden Sie ständig aktualisiert die gesprochenen Beiträge - von allem Glossen und Kolumnen aus dem Blog chronischLEBEN. Je nach Podcast-Reader werden auch Video-Podcasts angezeigt Eingestellt werden auch die Audio-Versionen des VideoPodcasts von chronischLEBEN: Autor und Sprecher: Norbert Jos Maas
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Ein drittes Leben? Das eine ist genug | Kaum hat unsereiner den idiotischen Jugendwahn der zweiten oder dritten Midlife-Crisis halbwegs unbeschadet überstanden, fängt das Elend erst richtig an. Niemand, stöhnt Jos in seiner Kolumne, lässt uns einfach unser eines Leben in Ruhe leben und uns ohne Fisimatenten alt sein. Die neue Jos-Kolumne: Ein Plädoyer für den altmodischen RUHEstand. | 28.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Kaffee - streng wissenschaftlich | Wissenschaftler sind (zuweilen) Spaßbremsen. Tröstlich: Sie wechseln erfahrungsgemäß die Ergebnisse ihrer Studien im Laufe der Jahre wie andere (hoffentlich häufier) das Hemd. Die Jos-Kolumne widmet sich in dieser Woche - streng wissenschaftlich - einem der gar nicht heimlichen Laster ihres Autors: Dem Kaffee-Genuss. | 18.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mamma Mia | Mamma Mia! Für ein Jahr haben die Muttis und Mammas wieder Ruhe. Auch diesen Muttertag haben sie wieder mehr oder weniger unbeschadet überstanden. In einem Muttertags-Special der Jos-Kolumne macht sich chronischLEBEN Blogger Norbert Jos Maas diesmal Gedanken über Sinn und Unsinn solcher "Ehrentage". | 13.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Lach' doch mal wieder - oder tu einfach so als ob | Was haben wir doch gelacht, gewiehert, gekichert, Schenkel geklopft, hyperventiliert und gekrischen. Aber warum eigentlich? Mit dieser ein wenig lächerlichen Frage beschäftigt sich die neue Jos-Kolumne. Lach doch mal rein. | 10.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Ja zum Alter? Na ja ... | Das Alter ist ein großes Spaß-Event: Darüber freut sich chronischLEBEN-Blogger Jos beim Beobachten des Seniorentags, der zurzeit in Hamburg alternde Zuversicht und Fröhlichkeit verströmt, bis die alten Knochen krachen. Aber irgendwie stimmt da was nicht mit dem Ausrufezeichen, das die Veranstalter eigentlich hinter ihr Motto "JA zum Alter" gesetzt haben, meint Jos in seiner aktuellen Kolumne. | 4.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Alles wird gut | Alles wird gut. Ja, wirklich. Ganz bestimmt. Die neue Jos-Kolumne ist den "goldenen Worten" gewidmet. Mit ihnen ist es wie mit dem Loriotschen Möpsen: Ein Leben ohne sie ist möglich - aber sinnlos. | 27.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Bereit sein ist (fast) alles | Die ärztlichen Bereitschaftsdienste und Notambulanzen der Kliniken sind ein Fortschritt, der aus dem Leben von Heilungssuchenden nicht mehr wegzudenken ist. Blogger Jos meldet sich mit der neuen Jos-Kolumne aus einer Braunschweiger Klinik und plaudert aus seinem Bereitschafts-Nähkästchen. | 18.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Welt-Parkinsontag: 257 Jahre - und kein bisschen heile | Ja, is' denn scho' wieder? Nein, lieber Kaiser Franz, du darfst ruhig weiter golfen gehen und dein Achter-Handycap pflegen. Mit deinem depperten Werbespruch kannst heut' nicht mal 'ne Brotzeit verdienen. Bis das Christkindl wieder rumplärrt, dauert‘s schon noch 'ne ganze Weile hin, und der Osterhase ist auch gerade erst vorbeigehoppelt. Die neue Jos-Kolumne ist in dieser Woche natürlich dem Welt-Parkinsontag am 11. April gewidmet. | 9.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mal 'nen Blick auf mein bestes Stück werfen? | Zugegeben, ich habe keine Model-Maße. Mit meiner Länge käme ich ja noch in Frage - trotz satter fünf Zentimeter Altersschrumpfung sind da noch ganz ansehnliche 1,83 übrig geblieben. Wenn nur auch meine Breite sich - wenigstens nicht verbreitert hätte. Weil es in Chroniker-Kreisen aber mittlerweile einfach hip ist zu modeln, habe ich mir in der neuen Ausgabe der Jos-Kolumne mal Gedanken gemacht, wie ich doch noch aus meinem Abbild richtig Geld machen kann. | 4.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Nur für Helden - nicht für mich | Kolumnisten geht es nicht anders als jedem anderen Menschen: Wer den Ausschaltknopf am Fernseher nicht findet - der kann was erleben. Die neue Jos-Kolumne weiß, was. | 29.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Shit happens - Sommerzeit auch | Morgens um halb acht in Deutschland - gibt es bei jos den üblichen ersten Medikamentenmix, unter anderem die 150 mg Tagesstart-Dosis Levodopa – und dann ist die Welt auch ohne Haselnuss-Schnitte erst mal in Ordnung. Warum das jetzt erst mal nicht mehr so ist, erklärt er in der neuen Jos-Kolumne. | 25.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mit Aktentasche und Aspirin gegen Atombums und Krebs | Das wirkliche Leben schreibt immer noch die schönsten, weil irrsinnigsten Satiren. In der neuen Jos-Kolumne geht es um ganz Reales: Um die biedere urdeutsche Aktentasche - und die urdeutsche Aspirin-Tablette. | 21.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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... wenn sie nicht gestorben sind, dann pflegen sie noch heute | Politiker wollen bekanntlich (fast) immer unser Bestes. Forscher auch. Bei der Recherche für die neue Jos-Kolumne fand der Autor weltverbessernde Projekte, die der Quadratur des Kreises schon sehr nahe kommen. Es geht um die lästige Frage, wie wir einerseits dem drohenden Pflegenotstand entgehen - und gleichzeitig den bisher ach so teuren Rentnern einen sinnvollen Lebensabend bescheren. Die Lösung verrät wie gesagt die neue Jos-Kolumne. | 15.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mit der himmlischen Diamanten-Luzie gegen den bösen Alk | In die spannende Welt der Forschung entführt uns die neue Jos-Kolumne. Es ist immer wieder überraschend - und zuweilen auch erheiternd - auf welche die Welt verbessernde Ideen die Wissenschaftler so kommen. Heute geht es um den guten alten, schon von den Beatles mit ihrer Lucy besungenen LSD-Trip und die Alkoholkrankheit. Was das miteinander zu tun hat? Reinhören. | 11.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Ehrenamt? Nein, danke! | Ehre, wem Ehre gebühret. Na ja – wer’s braucht …. In der Jos-Kolumne dreht sich heute alles um die Frage: Wem bitte schön "gebühret" denn schon Ehre? Und - was ist das überhaupt: Ehre? | 8.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Dr. Steelhammers Goldenes Jubiläum: 50 mal berührt - 50mal ist was passiert | Was haben ein mieser kleiner Ganove aus Litauen und Dr. Steelhammer Klitschko aus der Ukraine gemeinsam? Mehr als so manch "sportlich" bewegter Mensch denken mag. Die neue Jos-Kolumne geht dieser ebenso aktuellen wie spannenden Frage nach und versucht sich in Antworten. | 5.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Null Chance gegen Doppel-X | Männer sind angeblich auch nur Menschen. Na ja. Wir Männer selbst halten uns ja - bei aller Bescheidenheit - nicht unbedingt f ür Übermenschen, aber eben doch für die Stärkeren, verglichen mit dem anderen, zugegeben meist schöner geformten und besser ausgestopften Prototyp der Schöpfung. Ein verhängnisvoller Irrtum. Warum, erfahren Sie in der Jos-Kolumne. | 3.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Maiglöckchen ade | Um märchenhafte Wissenschaft geht es in der neuen Jos-Kolumne: Niedliche Labormäuschen, die immer wieder mal (fast) unheilbare Krankheiten nun endlich überwinden helfen - und das Maiglöckchen-Phänomen, das beinahe das Wunder des Lebens erklärt hätte; dabei hätte ein Fischbrötchen es auch getan. | 25.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mit Wulff IV ins Elened | Nachdem das doch nichts wurde mit dem Staatsamt, wendet sich chronischLEBEN-Kolumnist Jos nun doch wieder dem realen Leben der sozial Schwachen zu.Heute macht er sich Gedanken über den bekanntesten Neu-Arbeitslosen der Nation. | 23.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Alles wird Gauck - Aber sicherheitshalber: Yes I can | Alles wird Gauck - diese gute Nachricht des Abends mag vor Aschermittwoch keiner wirklich glauben. Bis dann soll der Nachfolger für Stolper-Krischan ja gefunden werden. Vorsichtshalber hat sich chronischLEBEN-Herausgeber mal Gedanken gemacht - und wäre durchaus bereit, das Opfer eines Umzugs von seiner gemütlichen Couch in den harten Amtsschleudersitz bringen. Dazu die Jos-Kolumne Extra dry. | 19.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Schütteldibums - oder: Ich hab' Schmitz | Der werte Herr Parkinson ist schon seit fast 188 Jahren nicht mehr unter uns. Der unvergessene, aber dahingeschiedene Erfinder der gleichnamigen Krankheit wird es dem chronischLEBEN-Kolumnisten Jos hoffentlich verzeihen, dass der einem anderen bedeutenden, aber verschollenen Forscher und verdienstvollen Mediziner auf der Spur ist. | 17.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Von schrägen Vögeln und armen Schweinen | Es ist immer wieder erstaunlich, was wissbegierige Forscher so alles herausfinden. In der neuen Jos-Kolumne geht es zum Beispiel um Dreckspatzen, blitzblanke Vögel und arme Schweine. | 11.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Bloggen und das eiskalte Geschäft mit der Demenz | “Bin ich nur vergesslich oder ist mein Gehirn krank?” fragt besorgt die Blöd-Zeitung und bietet schon mal einen Alzheimer-Schnelltest an nach dem Motto: “Teste jetzt, vergiss später”. Der 70jährige (!) Kölner Mikrobiologe Konrad Beyreuther droht vollmundig, dass wir alle Alzheimer bekommen: Wir müssen nur alt genug werden. Und die Versicherungsbranche wittert eiskalt den schnellen EURO – eine Münchener Assekuranz wirbt mit dem allenthalben lauernden Alzheimer für ihre gewinnbringenden teuren Versicherungsabschlüsse. Warum chronischLEBEN trotzdem intensiv auch über Hype-Themen berichtet, versucht die neue Jos-Kolumne zu erklären. | 6.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Futter für den Moppel-Doc | Wenn du zum Arzte gehst, vergiss' die - Gummibärchen nicht. Es darf auch eine kleine, aber feine Kalorienbombe in Gestalt eines köstlichen belgischen Pralinés sein. Ich jedenfalls habe immer ein Tütchen Zuckerwerk in der Tasche, wenn ich mich in die Höhle des Löwen begebe, der sich als mein mir nur Gutes wollender und deshalb zu Mäßigung mahnender Arzt ausgibt. In der neuen Jos-Kolumne geht es um die neuste Studie aus den USA - woher auch sonst, die sich mit wohlbeleibten und dürren Medizinern beschäftigt. | 1.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Alle Macht den Drogen - aber bitte ganz gesund | Wer kennt ihn nicht, einen der abgelatschsteten Spontisprüche der späten 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts: „Haschu Haschisch in den Taschen, haschu immer waschu naschen“: Dieses Juwel deutscher Sprach- und Spruchkultur feiert gerade wieder fröhliche Urständ - im Bundestag. In der Jos-Kolumne geht es diesmal ausgesprochen berauschend zu. | 27.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Babylon ist überall | Ins ferne, aber klinische Usbekistan entführt uns die neue Jos-Kolumne ebenso wie in den babylonischen Alltag deutscher Krankenhäuser. cL-Blogger Norbert Jos Maas nimmt uns mit in Traumhaftes, Albträume und irrwitzige Wirklichkeit. | 20.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Hauptsache Holz vor der Hütten? Oder: Der Baumarkt lauert überall ... | Wer mit dem Auto zum TÜV muss, hat schlechte Karten, wenn der fahrbare Untersatz nicht pikobello in Ordnung ist. So genau wie bei Autos schauen der TÜV und andere Kontrollgremien aber nicht hin, wenn es um unsere Gesundheit geht. Was der Silikon-Skandal für uns alle bedeutet, das ist Thema der neuen Jos-Kolumne. | 13.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Anders sein - ist normal | Ausgesprochene Dauerbrenner in Diskussionsrunden von chronisch kranken und behinderten Menschen sind Themen rund ums "Normalsein"? Verständlich. Menschen, die wegen ihrer Krankheit oder Behinderung äußerlich auffällig sind, sich mental oder kognitiv irgendwie von der grauen Masse abheben, leiden möglicherweise darunter, aufzufallen. cL-Herausgeber Norbert Jos Maas hat sich in der neuen Jos-Kolumne mal die spannende Frage gestellt: Bin ich eigentlich normal? | 9.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Selbsthilfe total - mit der Shotgun im Schoß | "Gestatten, mein Name ist Ruf, Not Ruf. Und ich erteile Ihnen die Lizenz zum Töten". So etwa meldet sich neuerdings die Notrufzentrale im US-Staat Oklahoma, wenn Bürger die neue Emergency Call-Number 007 wählen. Was hat das mit Selbsthilfe zu tun? Mehr als man denken mag. Selbsthilfe tut bekanntlich not. Und Selbsthilfe heißt ja irgendwie sich selbst helfen. Wie auch immer. chronischLEBEN-Herausgeber Norbert Jos Maas griff beim Schreiben seiner Kolumne jedenfalls tief in sein Waffenarsenal. | 6.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Warum Verfassungsbrecher mit schwieriger Kindheit zusammen halten müssen | Ich gestehe: Auch ich habe wiederholt die BILD und ihre Mitarbeiter wild beschimpft - und hätte liebend gern eine Menge "Berichte" in dem Blatt nicht gesehen. Heute plagte mich deswegen wieder mal das schlechte Gewissen. Ein wahrhaftiger Bundespräsident hat mich dann aber beruhigt. | 5.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Weihnachten und andere Katastrophen | Was macht Weihnachten überhaupt erst zu Weihnachten? Dieser spannenden Frage geht Norbert Maas in einer kleinen Nachlese zum zu Ende gehenden Christfest nach. | 26.12.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Alle Jahre wieder: Murmeltier grüßt Christkind | Auch als alt gewordenes Heidenkind wünscht Blog-Herausgeber Norbert Jos Maas in seiner Weihnachtskolumne allen religiös Gläubigen von ganzem Herzen ein frohes Weihnachtsfest – jedem nach seiner Konfession. Und dann erinnert er sich an Kindertage - bis er von dem weihnachtlichen Jetzt und Hier eingeholt wird ... | 24.12.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Männer sind anders - Frauen auch | Männer sind anders - ein alter Hut. Frauen auch. Auch das haben wir immer geahnt. In der neuen Jos-Kolumne geht es um den streng wissenschaftlichen Hintergrund dieser fundamentalen Erkenntnis - und weitreichende Konsequenzen | 22.12.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Parkinson ist im Verein erst schön - aber bitte richtig | Parkinson ist bekanntlich im Verein erst schön. Aber was so ein richtig schöner deutscher Verein ist - das haben viele Selbsthilfler immer noch nicht begriffen. In seiner Kolumne gibt Jos Nachhilfe. | 6.12.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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KurSkizzen: G'schichten aus dem Fahrstuhl (Fortsetzung) | Der Fahrstuhl als solcher ist wesentlicher - wir gesund Halbgebildeten behaupten sogar essemtieller Bestandteil des Reha-Lebens. Schließlich verbringt der Rehabilitant einen Großteil des Tages hinter den verschlossenen Türen des Lifts. In Teil 2 der G'schichten aus dem Lift macht Norbert Jos Maas Appetit auf die vielfältigen Vorteile des Lebens im Fahrstuhl. | 12.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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KurSkizzen - Metropole der Rallatores | Im fast lautlosem gespenstischen Reigen gleiten die Untoten von Bad Salzuflen - sie erinnern sich an die Spezies - um die altehrwürdigen Salzluft versprühenden Gradierwerk-Schwarzdornmauern, Runde um Runde, zur Flanierstunde, scheinbar nie endend, nur die Gummirädchen der Rollatoren knirschen im Gruß der geharkten Wege. - Teil 4 der KurSkizzen aus Bad Salzuflen. | 7.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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KurSkizzen: Wenn der Tee tanzt im Rheingold | Im Rheingold-Dancing, mitten im Herzen des Kurstädtchens, tanzt der Tee bis die Darjeeling-Brühe schwappt, die Krücken klappern und die osteoporotischen Knochen knistern und krachen. Im Takt des Dance Macabre verhaken die Untoten ihre Rollwägelchen - Teil 3 der KurSkizzen aus Bad Salzuflen. | 4.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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KurSkizzen - leicht satirisch - Teil 1: Eine Liebeserklärung? Eine Liebeserklärung! | Die Skizzen aus dem Leben der Kurstadt sind eine Liebeserklärung an diesen Ort der Beschaulichkeit, der Antagonismen und der gelebten Zeitreise in die Fluffy Fifties. des 20. Jahrhunderts - als der Käseigel noch quietschte und die Tütenlampe mit der Zigeunerin und dem Hirsch um die Wette röhrte überm besucherritzenmäßig grausam (oder gnädig) streng geteilten Ehebett. | 3.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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KurSkizzen leicht satirisch angehaucht / Teil 2: Eine kleine Zoologie der Kurgäste und anderen Untoten | Das Leben im Kurort (wenn man es denn so nennen will) wird getragen und geprägt von sogenannten Kurgästen. Das gilt vor allem für Klassiker wie Bad Salzuflen. Der echte Kurgast ist allerdings eine aussterbende Spezies, die sich in absehbarer Zeit sozial verträglich biologisch selbst erledigen wird. | 3.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Auch der Fahrstuhl hat eine Seele | Wer bisher meinte, Fahrstühle seien segensreiche Erfindungen, die vor allem uns in der Mobilität eingeschränkten chronisch Kranken das Leben erleichter - der irrt. Warum, das hat Norbert Jos Maas in seiner Kolumne, die diesmal ein Selbstversuch ist, herausgefunden. | 28.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Von Fliegen, Forschern und Patenten | Forscher, Fliegen und Patente bewegen heute Jos in seiner Kolumne. All das hat jede (Schnitt-) Menge miteinander zu tun. Glauben Sie nicht? Lesen und hören Sie weiter. | 18.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Monster-Mimosen mit Generalamnestie | Was sind wir chronisch Kranken eigentlich so mehr rein menschlich gesehen? Eine blöde Frage? Eigentlich schon. Aber das „rein Menschliche“ macht sich immer gut und wird ja gern für dies und das strapaziert. Wenn man sonst nicht mehr weiterkommt mangels Argument-Masse – mit „Du musst das mal von der rein menschlichen Seite her sehen“, kann dir keiner was. In der Jos-Kolumne menschelt es heute mächtig. | 15.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Yes I could | Was könnte man nicht alles machen - und sich dann als Möchtegern-Obama hinstellen und trutzig-stolz verkünden: Yes, We can ... Jos hat diese sowohl blöd- als auch größenwahnsinnige Idee verworfen - in seiner Kolumne testet er andere Varianten - mehr oder weniger erfolgreich. | 11.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Immer in den besten Händen | „Wir tun, was wir können“ und "Bei uns sind Sie in den besten Händen" - das sind nicht nur die monumentalen Sätze, aus denen Arztserien wachsen - das sind auch die Dogmen, die uns immer wieder an unsere Docs glauben lassen. Und: Sie sind das Thema für die neue Jos-Kolumne. | 7.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Rad und Ruß - das bringt Verdruss | Der Radler von Welt trägt zu seinem stylischen Helm neuerdings auch eine schmucke Gasmaske - zumindest, wenn er Jos' neue Kolumne gelesen oder gehört hat und sich mitsamt Drahtesel in das Getümmel der Rush Hour unserer Städte begibt. | 4.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Chronisch im Netz gefangen - oder aufgefangen? | Das Netz hält uns gefangen - sagen die einen, nicht nur die mit der Angst vor harmlosen Spinnentieren. Das Netz fängt uns auf - sagen die, die darauf vertrauen, dass so ein Netz nicht reißt... In die derzeitige Diskussion über Cyber-Süchte mischt sich Jos' Kolumne ein - mit beruhigenden Ergebnissen für viele. | 28.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Der Seppl-Hype | Jetzt schwappt sie wieder über ganz Deutschland: Die Seppl-Mania. Joseph (Sepp) Aloysius Ratzinger schaut mal wieder in seiner alten Heimat vorbei, und alle alle rasten aus. Mit rund 100 Bundestagsabgeordnete versucht chronischLEBEN Kolumnist Jos sich der Hysterie zu entziehen - und denkt über neue Möglichkeiten der Ökumene nach. | 22.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Wenn Experten auf Halbgötter prallen | Halbgötter in Weiß waren gestern - die haben dazu gelernt und kommen viel besser getarnt rüber. Keine Chance haben sie aber, wenn sie auf echte Experten prallen - Kunden, die nicht etwa das Arzt-Patienten-Verhältnis auf Augenhöhe stellen, sondern die alten falschen Verhältnisse einfach umkehren wollen. | 15.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Blindes Vertrauen ist gut - Geheime Ü-Eier sind spannender | "Was spannendes, was zum spielen und schokolade!" - Bis auf die Schokolade bietet das Parkinson-Forum PAoL seinen Besuchern so ziemlich das ganze Werbeversprechen der Ferrero-Kinderverführer. Und wenn alles gut geht, ist in dem Ü-Ei, mit dem dort gerade "Das Mausi" rappelt, sogar eiu ganzes Admin-Team drin. Mit dieser spannenden Frage beschäftigt sich, verspielt wie immer und Schoki mampfend. Jos in seiner Kolumne. | 12.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Foren, Vereine, Klüngel - und die heilsame Wirkung der Amputation | Der Verein ist der natürliche Feind des Forums an und für sich - behauptet keck Jos in seiner neuen Kolumne, die sich - hoffentlich zum fast letzten Mal mit dem gutnachbarlichen Foren-Unwesen beschäftigt - es gibt ja ernst zu nehmende Rauchzeichen "von über'n Zaun", dass dort vielleicht doch eine wie auch immer geartete Lösung gefunden werden könnte. | 8.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Von Lemmingen, Hamstern - und der Begeisterugnfür schiefe Töne | Ein bisschen tierisch - aber vor allem zutiefst und feinfühligst musikalisch sind die Kreuz- und Quergedanken, die Jos sich in seiner Kolumne über das merkwürdige Massenverhalten von Menschen in direkter Nachbarschaft macht. Und - er beginnt zu verstehen, was da eigentlich geschieht - und warum ... | 3.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Ist Parkinson wirklich im Verein erst schön? | Parkinson ist im Verein erst schön - will man einer einschlägigen Werbekampagne glauben. Oder täuschte den Kolumnator da wieder einmal sein leicht lädiertes Gedächtnis? Richtig: Bei dem dämlichen Spruch ging es eigentlich um Sport. Aber irgendwas hat auch die lästige neurodegenerative Krankheit - manchmal mit Vereinen zu tun. Ob es dann wirklich erst schön wir, wollte Jos in seiner neuen Kolumne wissen. | 30.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Fisch die zweite - der PAoL-Fisch duftet weiter - streng vom Kopf her | Warum erinnert das PAoL-Szenario immer mehr an die große Schwester dieser "größten deutschsprachigen Parkinson-Selbsthilfegrupe im Internet“, an die deutsche Parkinson Vereinigung dPV? In seinem Video-Podcast versucht chronischLEBEN-Herausgeber Norbert Jos Maas den Gemeinsamkeiten der Macher von PAoL und dPV auf die Spur zu kommen - und schaut vor allem mal nach, wo die PAoL-noch-Chefin noch Nachhilfe vom Altmeister des Aussitzend, dPV-Boss Mehrhoff braucht. | 26.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Contra - Re - Bock - Mit Skatblatt auf Schleimspur ins alte Ägypten | Was, bitte schön, hat die Tragikomödie, die gerade auf dem Spielplan eines benachbarten Parkinson-Forums steht, mit Skat zu tun? Und warum, beim Horus, taucht ein Flattermann mit dem Frisbee auf dem Kopf in diesen Gedanken um das alte deutsche Kartenspiel auf. Jos' Kolumne ist diesmal eine kulturelle Wanderschaft vom deutschen Skat über ägyptische Gottheiten bis zuGärtnertugenden. | 23.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Heil ist geil - Nur Fliege ist heiler | Der 64jährige TV-Pastor Jürgen Fliege entwickelt sich unaufhaltsam zu einer Art protestantischem Heiler-Papst. Er schart in seinem eigenen über Satellit und Kabel zu empfangenden "Fliege TV" so ziemlich alles um sich, was in der Welt der Quacksalber und Scharlatane einen Umsatz und Gewinn versprechenden Namen hat. Zielgruppe: Ältere chronisch und unheilbare Kranke. Dazu die chronischLEBEN-Wochenkolumne mit Jos. | 15.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Wenn der Verbandsmann 3x klingelt ... | Das kennen Sie vielleicht auch: Wenn ein gewisser Herr K. auftaucht - dann weiß man: Der sieht nur so harmlos aus, ist es aber nicht unbedingt. In neuen Video-Podcast von chronischLEBEN beschäftigt sich Norbert Jos Maas mit der sozio-kulturellen Bedeutung und Entwicklung einer Ikone. | 7.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Der Fisch stinkt vom Kopf her - auch in der schönen neuen Cyberwelt | In seiner neuen Wochenkolumne macht sich jos Gedanken darüber, wohin sich die Welt der Foren zurzeit entwickelt und stellt naserümpfend fest - dass auch im Cyberspace der Fisch vom Kopf her stinkt. | 1.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Parkinson und Persönlichkeit | Einigen fällt es selbst auf. Angehörige bekommen es am häufigsten zu spüren - und mache wollen es nicht wahr haben: Die Persönlichkeit und das Verhalten von uns Parkinsonkranken verändert sich im Laufe der Zeit. Mehr oder weniger. In diese oder jene Richtung. | 25.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Parkis, woll'n wir ewig leben? | Warum, frage ich mich in mäßiger Verzweiflung, mache ich nur immer alles falsch? Es ist wohl die Tragik meines Lebens. Aber andererseits: Warum, verdammt noch mal, sagt mir erst jetzt, wo alles (fast) zu spät ist, jemand, wie ich es richtig hätte machen sollen? Ach so - worum es geht? Um die blanke Existenz, nicht weniger. Hundert Jahr' und locker mehr könnt ich werden - hätte ich nur dem Rat kluger Wissenschaftler geglaubt - Thema der neuen Wochenkolumne. | 19.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Wir sind doch schon Weltmeister ... | Was haben der Deutsche Fußballbund und manche Selbsthilfegruppen miteinander gemein? Beide sind Weltmeister - im Verdrängen gesunder Grundsätze, wenn es ums Geld geht. | 12.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Neuer Job für Gadaffi, Adolf & Co. ? Forum sucht händeringend Diktator | Demokratie - das geht nicht immer wirklich einfach. Das stellen neuerdings verblüfft und ein wenig hilflos Verantwortliche eines Parkinson-Forums fest - saber sie haben schon die Lösung parat: Dann muss eben (wörtliches Zitat) "eine Diktatur zum Tragen kommen". In seiner Wochenkolumne hat jos mal versucht, das zu Ende zu denken... | 9.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Snail-Walking: Neuer Trendsport (nicht nur) für Krüppel | Parkinson wird bekanntlich durch Sport erst schön - und kürzlich haben wir ja sogar lernen dürfen, dass uns diese lästige Krankheit überhaupt erst ein- und überholt hat, weil wir früher nicht immerzu wie die Blöden mit heraushängender Zunge durch die Botanik und den Großstadt-Dschungel gerannt sind. Eins ist aber mal klar: Wer rastet, der rostet. Auf der Suche nach gesunder Bewegung erfand chronischLEBEN-Herausgeber Norbert Jos Maas eine neue Trend-Sportart für bekennende Krüppel: Das SNAIL-WALKING. | 30.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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nix mit "pantha rei" - nothing never ever changes at all | Ist nun alles "im Fluss", ändert sich ständig (wie der alte Grieche Heraklit mit seinem "pantha rei" behauptet)? Oder bleibt letztlich doch alles beim alten? Nothing never ever changes at all? Chronisch Kranke denken zuweilen über diese Fragen nach. ich auch. | 25.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Wunder gibt es immer wieder - wenn der Placebator nicht auffliegt | Der Trick mit der faustdicken Lüge des Heilers und dem tiefen Glauben und blinden Vertrauen des leidenden Menschen, besser bekannt als Placebo-Effekt,ist genial,- hat aber einen Haken: Dergroße Placebator darf nicht auffliegen. | 23.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Tante Emma ist mausetot - und mein Apotheker hüstet auch schon | Um die gute alte, aber mausetote Tante Emma geht es in Jos' neuer Kolumne - und um hüstelnde Apotheker. Nicht zu vergessen um richtig schönen geilen Geiz. | 15.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Leben und sterben lassen | Ob wir's wahr haben wollen oder nicht: Der Tod gehört zum Leben wie die Geburt. Merkwürdig dabei: weder das eine noch das andere erleben wir wirklich bewusst. Bei dem einen sind wir noch zu klein - und vergessen oder verdrängen wohl den Kulturschock beim gewaltsamen Verlassen der urgemütlichen Gebärhöhle in die kalte, grelle, laute Welt. Beim anderen sind wir - tot. Basta. Finito. Feierabend. | 11.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Klüngel-Kuschel-Wohnzimmer für den etablierten Klüngel mit eingebautem familiären Foren-Plumpsklo? | In Foren fühle ich mich nicht mehr besonders wohl - und vor allem : Meine Zweifel am Nutzen von Foren für chronisch kranke Menschen werden eher größer als geringer, je näher ich mich mit der Foren-Welt beschäftige, sie erlebe | 11.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Ein Prosit der Stammtischforngemütlichkeit | Ein Prosit der Stammtischforengemütlichkeit Mal ganz ehrlich: Foren sind genau genommen (oder beobachtet) nichts Geringeres als der der gute alte Stammtisch - mit all seinen soziokulturellen Vorzügen. Hier hat noch das gesunde Volksempfinden das Sagen - und immer wieder gibt es an dem soliden Eichenrund ein paar vereinzelte Stänkerer, die sich von der brüllenden Mehrheit einfach nicht eines Besseren belehren lassen wollen. In Foren macht man mit solch lästigem Gesockse ebenso kurzen Prozess wie am runden Tisch der Honoratioren - oder was sich so dafür hält: Intellektuelles Geschwätz wird nicht geduldet, wer so unverschämt ist, nicht nur eine eigene, sondern auch noch abweichende Meinung zu haben - und dann auch noch partout darauf beharrt, ist ganz einfach ein Querulant (erst recht, wenn er sich unverschämterweise auch noch auf den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung beruft - ich erinnere mich mit Unbehagen an Jahre, in denen die wahren Verfassungsfeinde dieses Gebilde verbal dauermissbrauchten). Wer wie ich so naiv ist, das Zusammentreffen vieler Menschen im virtuellen Raum als Chance einer lebendigen, belebenden, anregenden, informierenden, hilfreichen Kommunikation von Gleichen unter Gleichen misszuverstehen - der wird schnell von der Realität eingeholt. Wenn er Pech hat, wird er von der Daily Reality Soap auch schon mal überrollt. Dennoch - oder gerade deshalb liebe ich dies oder jenes Internetforum. Ich gestehe, dass ich bei aller gebotenen Zurückhaltung und Abstinenz von berauschenden Drogen doch ein wenig vergnügungssüchtig bin. Demnächst eine Deutschlandtournee? Wo sonst bekomme ich noch Real-Satire und unfreiwillig drollige Komik in derart geballter Form auf einen Mausklick hin geboten? Wenn die Damen und Herren wüssten, welch Comedy-Talent in ihnen schlummert und immer wieder durchbricht: Sie würden Eintrittsgeld nehmen oder damit auf Tournee gehen. Da wird bierernst und mit Leidenschaft um die Abschaffung von Menschenrechten gerungen und der staatlich sanktionierte Mord als Gutmenschentum gepriesen – natürlich, wie es sich für einen ordentlichen Stammtisch gehört, im tugendhaften Brustton der sittlichen Empörung. Nur die Harten komm' in' Garten Da wird munter unter krankhaft Spielsüchtigen zu einem Spielchen animiert - wer als mündiger Süchtiger drauf reinfällt und sich anfixen lässt, hat eben Pech gehabt. Wie gröhlt der Stammtisch doch so fröhlich? Nur die Harten komm' in' Garten. Da werden in Foren, die sich angeblich mit einer chronischen Krankheit beschäftigen, zwischendurch mal Rostlauben vertickert (eigentlich fast schon ein wenig am Thema vorbei - aber wenn's die Rostlaube vom Schwesterchen des Admins ist oder von einem honorigen Stiftungsvorstand, dann ist das schon in Ordnung - Stammtischgesetzt bleibt Stammtischgesetz. Basta.) Aber manchmal hören selbst gestandene Stammtischbrüder und -schwestern den Schuss dann doch. Rostlaube vom Stammtischklüngel? Das geht in Ordnung. Aber eine satirische, fast neue Kloschüssel zum Schnäppchenpreis auf dem Stamm-Angebotstisch wird nach einer Schocksekunde sofort als Löcken wider den stammtischlichen Honorationen-Stachel aufgedeckt. Einfach eklig dieses Ansinnen (dabei dürfte die Kloschüssel damals um einiges hygienisch einwandfreier gewesen sein als die angebotenen Rostlauben der Konkurrenz). Es ist eines der ehernen Gesetze des Stammtisches, dass Stammtischler eigentlich alles dürfen - nur vorführen, das darf man sie nicht. Nun ja, den üblen Kloschüssel-Satiriker ereilte dann ja kurz darauf sein wohlverdientes Schicksal: Er wurde vom Stammtisch entfernt. Damals ließ man die Liquidation solcher Elemente am Stammtisch noch nicht zu. Mittlerweile haben die Brüder und Schwestern am gesund volksempfindenden Tisch sich in dieser Hinsicht ja gewaltig fortentwickelt und diskutieren wie gesagt ja auch dieses Modell der Problemlösung. Und wenn man schon mal so nett und immer | 6.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Sogar mit Waisen richtig Kohle machen | Sogar mit Waisen richtig Kohle machen Mal ganz ehrlich: Was wären wir ohne die Gutmenschen der forschenden Pharma-Unternehmen? Arm dran wären wir - und nicht wenige von uns wären gar nicht mehr da. Warum überkommt mich dann trotzdem immer wieder eine Mischung aus Lach- und Brechreiz, wenn brave chronisch Kranke in ihren uniformierten schmucken roten Leibchen auf dem Bildschirm meines Fernsehers auftauchen und mir treuherzig mit mehr oder weniger gekonntem Dackelblick Binsenweisheiten kundtun: Ohne moderne Medikamente wäre er wahrscheinlich längst ein schwerer Pflegefall, verkündet da zum Beispiel ein Parkinson-Patient.Wer hätte das gedacht.Mhhh ... Ohne die Atombombe würden wir uns wahrscheinlich immer noch mit dicken Knüppeln die Birne einschlagen - und der Strom käme immer noch einfach nur so aus der Steckdose. Soviel zum Lachreiz, den der Red-Shirt-Club bei mir auslöst - verstärkt durch die Behauptung eines der Leibchenträgers in einem Forum, er mache sich da nur für ein Vergelt's Gott plus Spesen zum brav plappernden Papagei der milliardenschweren Pharmas. Aber so lustig ist das gar nicht - abgesehen davon, dass ich es nicht so prickelnd finde, chronisch kranke Mitmenschen dazu zu bringen, sich so erbarmenswert zu produzieren. Alles andere als lustig ist vor allem die Verschleierungstaktik der Pharmakonzerne, denen die angeblich uneigennützigen, angeblich immensen Kosten für Forschung immer wieder als Alibi dienen, wenn es darum geht, geradezu unanständige Wucherpreise zu "begründen".Kostenschwindel - mit "Risikozuschlag" Da gibt es eine Zahl, die gebetsmühlenartig wiederholt wird: 800 Millionen EURO, ja sogar mehr als eine Milliarde EURO wollen die Pharmas angeblich Jahr für Jahr nur für die Forschung ausgeben. Wird kritisch mit spitzem Stift nachgerechnet, kommen unabhängige Wissenschaftler auf ganz andere Summen: Höchstens die Hälfte der von der Pharmaindustrie angegebenen Forschungskosten werden tatsächlich ausgegeben. Geradezu irrwitzig die Begründung der Pharmas für den geschwindelten Rest: Das, so heißt es im Brustton der Überzeugung aus den Chefetagen, seien Risikofaktoren. Aha. Und die Spritpreise spielen immer pünktlich vor Feiertagen und Urlaubsphasen HB-Männchen, weil reinzufällig dann gerade die Rohölpreise in die Höhe schießen. Die Dreistigkeit von Konzernen, wenn es darum geht. uns noch gründlicher abzuzocken kennt keine Grenzen. Für die Pharmaindustrie trifft das mit einiger Wahrscheinlichkeit zu. Bis vor Kurzem schmückten diese Heilsbringer sich nur allzu gern mit einer blütenweißen Weste der Uneigennützigkeit. Gemeint sind die so genannten Orphan Drugs. Orphan ist englisch und bedeutet "Waisen". Bezeichnet werden damit Arzneimittel (drugs), die für äußerst seltene Krankheiten entwickelt werden. Und weil sich das nicht rechnet, versüßt Vater Staat den Orphan Drugs Markt mit vielerlei wirtschaftlichen Vorteilen für die Pharma-Helfer der medizinischen Waisen – von einem langjährigen Monopol bis hin zur Befreiung von GebührenWeiße Waisen-Weste mit hässlichen Flecken Die weiße Orphan Drugs-Weste von Pharmaunternehmen wie Novartis hat nun hässliche Flecken bekommen. Niemand anders als die obersten Arzneimittelwächter, der Gemeinsame Bundesausschuss (B-GA) hat jetzt kritisiert, dass als Orphan Drugs auf den Markt gebrachte und auch so zugelassene Medikamente wie Glivec in Wirklichkeit längst echte Kassenschlager. so genannte Block Buster, sind.Was wäre nun aber eine machbare Alternative zu den rein gewinnorientierten forschenden Pharma-Unternehmen? Wollen wir mit Wildkräutlein weiser Frauen den bösen Parkinson-Tremor und schlimmeres behandeln?Mein Ding wäre das nicht. Ich bin nach wie vor überzeugt von dem Nutzen - und den Risiken- zeitgemäßer Medizin und ihrer Arzneimittel. Nur: Den Konzernen sollte man die Forschung nicht fast allein überlassen. Und das ist machbar. Der Riesen-Kosten-Batzen der Pharmaunternehmen entsteht nämlich | 6.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Fletsche und Glashaus | Glosse über die Welt der Foren, über Davids, Kindheitserinnerungen und Erlegen von Wildschweinen | 1.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Big Shots und ihr Amigos: Freunde fürs (Geschäfts)Leben | Big shots und ihre Amigos: Freunde für’s (Geschäfts-)Leben Mal ganz ehrlich: Wir chronisch Krankensind alle samt und sonders abhängig. Da beißt die sprichwörtliche Maus kein‘ Faden ab. Das ist mal klar. Abhängig sind wir von "unseren" ungeliebten Krankheiten und den Einschränkungen und Behinderungen, die sie mit sich im Gepäck haben. Abhängig sind wir wohl oder übel auch von der Chemie, die wir schlucken und von den Eingriffen, denen wir uns aussetzen müssen - und die tun uns ja bekanntlich nicht nur gut. Und abhängig sind wir auch von Politikern, von Krankenkassen, von Medizinern, Krankenhausgesellschaften und Konzernen, die mit darüber entscheiden, ob und wie und was dafür getan wird, dass wir auch mit unseren Krankheiten möglichst gut leben können (solange es eben geht). Das ist eine Menge Abhängigkeit - und ich habe bestimmt noch einiges vergessen. Und ich meine, das reicht hin. Mehr Abhängigkeit sollten wir uns nicht antun -oder gefallen lassen. Ich kenne keinen Miterkrankten, der oder die nicht großen Wert darauf legt, seine oder ihre Unabhängigkeit so weit wie möglich zu bewahren. In der Praxis sieht es allerdings oft ganz anders aus. Wir alle erliegen zum Beispiel den Einflüsterungen der Werbung und dem Konsum-Wahn. Ich zumindest schaffe es nicht sonderlich gut, mich dem wirklich immer zu entziehen. Aber an sich können wir uns schon entscheiden – und in den Foren, in denen wir selbst unsere Interessen vertreten, sorgen wir selbstverständlich sorgfältig dafür, dass wir frei von Abhängigkeiten informiert werden – mehr oder weniger. Konstruieren wir mal einen ganz einfachen Fall mitten aus dem Leben der chronisch Kranken. Alles hört auf mein...en Rat Mal angenommen, ich bin so ein richtiger Big-Shot in meinem Forum und alles hört auf mein Kommando – pardon: meinen Rat. Und ich bin total hin und weg von einer Muckibude, weil die mir hilft, endlich wieder meinen geliebten Halbmarathon zu überleben. Toll. Das erzähl ich doch gleich meinen Kumpelinen und Kumpeln im Cyberspace. Ist doch klar, und ist auch nichts dabei. Da freut sich doch der Muckibudenbetreiber ganz dolle, denn er ist mit seinem Laden jwd – janz weit draußen: da wo kein Hund tot überm Zaun hängen möchte. Da ist jeder Stammkunde überlebenswichtig. Und so ein Forum mit ganz, ganz vielen Mitgliedern, da bleibt doch bestimmt was hängen fürs Geschäft. Warum auch nicht? Alles im grünen, völlig unabhängigen Bereich. Amigo bleibt Amigo Und wer wollte es mir übel nehmen, dass ich, der Big Shot, lästige Mitbewerber meines Amigos, des Muckibudenbetreibers, die sich auch im Forum breit machen wollen, locker weg kicke? Ist doch nur menschlich, oder? Amigo bleibt schließlich Amigo. Und selbst wenn mein Amigo mir Rabatt gewähren würde für die streng neutrale unabhängige Information meiner Mitkranken – dann müsste mir das erst mal einer nachweisen. Wir chronisch Kranken passen schon auf, dass wir uns nicht mehr abhängig machen als unbedingt sein muss – auch nicht von unseren Amigos: Von denen sind wir nicht abhängig, mit denen sind wir befreundet. Es lebe die Freundschaft, ganz unabhängig. Das wünscht Ihr Norbert Jos Maas oder einfach: euer Jos | 26.5.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Prof. Dr. Kaa sprach: Trust in me | Prof. Dr. Kaa sprach: Trust in me … aber frag‘ bloß nicht nach Risiken und Nebenwirkungen Mal ganz ehrlich: Schon als Kind waren wir bei unseren Zipperlein doch mächtig beeindruckt vom ganz besonderen klinischen Karbol-Duft der Arztpraxis, vom Warten auf den heilversprechenden Gang ins Sprechzimmer (welch ein Wort!) und dem persil-strahlenden homann-gestärkten Weiß des "Onkel" Doktors. Diese perfekte Mischung aus Ehrfurcht und blindem kindlichen Vertrauen war schon die halbe Heilung. Dieses ehrfürchtige Vertrauen - oder meinetwegen auch die vertrauensvolle Ehrfurcht - haben die meisten von uns aus der Kindheit in die Praxen und Kliniken des Jetzt und Hier mitgenommen. Den "Halbgott" in Weiß wollen wir zwar alle nicht mehr, und den weißen Kittel haben viele approbierte Heiler auch längst an den Sprechzimmerhaken gehängt und gegen kunterbunte Markenklamotten eingetauscht. Nur: Tief drin in den meisten Hilfe und Heilung suchenden Patienten steckt er noch: Der gute alte Kinderglaube an den Onkel Doktor, der's schon richten wird. Wer nicht, wenn er? (oder natürlich gerne auch sie, die Tante Doktor - auch wenn sie längst schon unsere Nichte sein könnte) Wozu haben sie schließlich den Numerus clausus geknackt (oder ausgetrickst), haben eifrig studiert (herrlich weißer Schimmel übrigens), sich durch Examina und praktische Jahre gequält, Bereitschaftsdienste bis zur Lebensgefahr für die Patienten geschoben, um dann endlich unser schier grenzenloses Vertrauen genießen zu dürfen. Das dürfen sie nach all der Plackerei ja wohl erwarten. Bekommen sie auch, und ich will mich da - bis auf das Fehlen jeglicher Grenzen - gar nicht ausnehmen. Wenn ich gesundheitliche Probleme habe - und die habe ich durchaus -, gehe ich mitnichten zur selbsternannten Reiki-Meisterin aus dem erstbesten Forum nebenan, sondern lasse mich von Expertinnen und Experten untersuchen und beraten. Dabei ist mir Dreierlei ziemlich Wumpe: Die Farbe des Kittels, Das Image der Heilerinnen und Heiler und Der wohlklingende Titel Ich kenne erfahrene, lebenslang lernfähige und ‑willige Ärzte, die selbstbewusst auf jegliche Promotion verzichtet haben. Und ich kenne ebenso Professoren im nicht immer angesagtesten Rollkragenpulli, die nicht WEIL sie habilitiert sind, sondern "einfach nur so" vor Kompetenz und Empathie fast platzen. Beide sind mir gleich lieb. Der mentale Stinkefinger für IGeL Aber da endet auch schon mein Vertrauen. Wenn ich merke, dass mur so ein Weißkittel mehr oder weniger geschickt einen IGeL aufbinden will, den ich teuer bezahlen soll, ohne einen nachweisbaren handfesten Nutzen davon zu haben, dann bin ich blitzschnell auf Augenhöhe und zeige dem geschickten Geschäftemacher gedanklich den Stinkefinger. Mit mir nicht! Während die IGeL, die vom ohnehin vom derzeitigen Gesundheitssystem gebeutelten Patienten selbst zu zahlenden IndividuellenGesundheitsLeistungen, nur teuer, aber meist wirkungsarm, immerhin aber doch unschädlich sind, kann das kindlich-ehrfürchtige Vertrauen in vielen anderen Fällen gefährlich werden. Geld & Geltung Auch Mediziner, vom biederen Hausarzt bis hin zum hochbezahlten Professor an der Universitätsklinik, sind Menschen. Und die schätzen nun mal nicht gar so selten zwei Dinge: Geld und Geltung. Das wissen natürlich die Manager der milliardenschweren "Gesundheits"industrdie auch, die von keinem lästigen hippokratischen Eid gehemmt werden. Die wollen Gesundheit verkaufen - um jeden Preis. Und dazu brauchen sie den Vertrauensvorschuss, den das gediegene Image eines "Dr."-Titels oder besser ein "Prof. Dr." bieten. "Bezahlt" werden die approbierten, promovierten und habilitierten Verharmloser und Schönredner nicht unbedingt mit schnödem Mammon oder geldwerten Vorteilen. Mindestens ebenso begehrt sind Zuwendungen, die wissenschaftliche oder pseudowissenschaftliche Projekte ermöglichen, die der klamme Staat längst nicht mehr finanziert - oder einfach Spr | 16.5.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Kein Wunder, dass der Karl so selig ist | Kein Wunder, dass der Karl so selig ist – oder doch? Der Ein-Dollar-Papst Mal ganz ehrlich: Wunder täten uns allen hin und wieder mal gut – und manchmal erleben wir sie ja auch: Wenn ein Vogel im Morgengrauen uns die bösen Träume mit seinem Gesang verscheucht, wenn wir an guten Tagen – wie wunderbar – langsam, aber beschwingt den Rollator mit dem Fahrrad tauschen. Wir sind dann – ja was? Zufrieden mit uns, Gott und der Welt und dem Leben? Glücklich? Selig? Irgend so etwas in der Preisklasse. Aber so richtig selig ist ab morgen, dem 1. Mai 2011, nur der Karl. Nein, nicht der von nebenan, der selig berauscht, vom Tanz in den Mai nach Hause schwankt. Gemeint ist DER Karl, der Karol Józef Wojtyła aus Wadowice. Der machte richtig Karriere, wurde 1978 Papst, hieß seitdem Johannes Paul II und segnete 2005 als Folge seiner Parkinsonerkrankung das Zeitliche. Dieses wohl eher unselige irdische Ende ist nach den Spielregeln der einzig selig machenden römisch-katholischen Kirche aber nun mal eine der Voraussetzungen dafür, dass einer wie Karl selig wird – korrekter gesagt: Selig gesprochen. Diese „Beatifikation“, wie es in der Amtssprache der Kirche in schönstem Latein heißt, darf zwar nach genau fest gelegtem Regelwerk – da ist der Vatikan preußischer als die Preußen – zwar erst nach sechs Jahren beginnen – aber wozu hat die Kirche nun mal immer Recht: Unser Karl - bleiben wir bei dem weniger pompösen Namen – setzte sich über diese störende Regel hinweg – nur ein Papst darf, was ein Papst darf -und setzte den Seligsprechungs-Prozess für seine Lieblings-Ikone, eine gewisse Anjezë (Agnes) Gonxhe Bojaxhiu, besser bekannt als Mutter Teresa, bereits zwei Jahre nach deren Tod unerbittlich in Gang. Höllisch schnell zur Beatifikation Bei ihm selbst ging‘s dann im Turbogang: Schon drei Monate nach Karls Abschied von dieser Erde legte sein Nachfolger, der deutsche Papst Ratzinger als Benedikt XVI. in für kirchliche Verhältnisse geradezu höllischem Tempo los mit der Seligsprechung seines Vorgängers. Das musste sein – hatte doch das Glaubensvolk energisch „santo subito“ (Heiligsprechen – aber ein bisschen plötzlich) gefordert noch ehe Karl unter der Erde lag. Was will man machen: Das Volks braucht seine Seligen und Heiligen – sonst kommt es noch auf dumme Gedanken. ...das bisschen Missbrauch Nun kann nicht mal jeder dahergelaufene Papst so larifari selig oder heilig werden. Auch für Karl galt und gilt: Er muss immer brav gewesen sein – die Jury muss ihm einen (wortwörtlich) „heroischen Tugendgrad“ bescheinigen. Sowas kriegt man bei einem Papst schon hin. Da gab es zwar ein paar hässliche Flecken auf der blütenweißen Soutane unseres Karls – zum Beispiel seine enge Freundschaft mit dem pädokriminellen Gründer der fundamentalistischen „Legionäre Christi“, dem katholischen Priester Marcial Maciel, der unter anderem mehrere seiner unehelichen Kinder sexuell missbrauchte. Über so etwas muss man aber schon mal hinweg schauen – auf dem Auge ist die Kirche ja ohnehin eher schwachsichtig bis blind. Aber dann war da noch so ein lästiges Hindernis auf dem Weg zur morgigen Selig- und demnächst Heiligsprechung unseres Karls aus Wadowice, dem mittelalterlichen Frauenstadt am Fuße der Karpaten. Ein Wunder musste her. Da lässt die Kirche nicht mit sich spaßen. Kein Wunder – Keine Seligsprechung. Eine wundersame Fehldiagnose Was dieses dringend benötigte Wunder angeht, war Karl posthum die heute 50jährige Marie Simon-Pierre Normand gern zu Gefallen. Genau zwei Jahre nach dem Tod des polnischen Kirchen-Bosses wurde die französische Nonne über Nacht wie von Geisterhand von dem Parkinson geheilt, einer Krankheit, die sie mit Karl zu dessen Lebenszeiten teilte. Marie Simon-Pierre verband als treue Kirchendienerin das Nützliche mit dem Angenehmen. Karl brauchte das Wunder, sie war den ollen Parkinson leid – was also l | 29.4.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Online bin ich wohl schon lange tot | Online bin ich wohl schon lange tot Brummschädel - gründlich recherchiertOnline bin ich wohl schon tot Mal ganz ehrlich: Wenn ich morgens mit einem Brummschädel aufwache, gehe ich doch nicht gleich zum Arzt. Schließlich will ich das malade Gesundheitssystem nicht unnötig strapazieren - und außerdem weiß jeder lebenserfahrene Mensch: Brummschädel am Morgen? Da wird wohl eines der zehn Bierchen am Abend zuvor schlecht gewesen sein, mein lieber Jos. Ich bin lebenserfahren, und ich erkläre mir, zwischen Ärger (auf mich selbst) und Zerknirschung ("nie wieder Alkohol"), den bohrenden Schmerz im Schädel als Folge meines zeitweiligen Lotterlebens. Bis - ja bis mir erleichtert einfällt: Ich trinke ja überhaupt keinen Alkohol - weder Bierchen, noch Klaren und auch kein Glaserl Wein. Seit Jahren schon meide ich diese Stimmungs- und Katermacher wie der Deubel das Weihwasser.Woher dann dieser anhaltende quälende Schmerz im Kopf?Hat mich eine Erkältung erwischt? Eher nicht: Die Nase trieft nicht, kein noch so kleiner Husten erschüttert mich - überhaupt: Es fehlt mir nichts. Nur dieser bohrende Kopfschmerz, und der fehlt mir nicht, der ist eindeutig zu viel. Eine ehrliche Chance für die Pille Wozu habe ich eine kleine, aber wohlsortierte Hausapotheke. Zwei Schmerzpillen aus dem Röhrchen puhlen, mit einem Schluck Morgenkaffee (Koffein boostet ASS) runterspülen und still leidend 20 Minuten auf die Wirkung warten. Und warten, und noch mal fünf Minuten. Die Pillen hatten ihre Chance.Aber die Axt im Kopf ist stärker. Über so ein bisschen Acetylsalicylsäure kann das Spalt-Werkzeug nur kichern. Aber ich will mich nicht beschweren. Letztlich tut das ASS doch noch brav seine Wirkung, auch wenn es eher eine Nebenwirkung ist: Jetzt habe ich zusätzlich zu den Kopf- auch noch Magenschmerzen. Vielleicht hätte ich die Tabletten doch nicht vor dem Frühstück nehmen sollen. Langsam mache ich mir ernsthafte Gedanken. Soll ich doch zum Internisten meines Vertrauens gehen? Oder vielleicht gleich zum Neurologen? Aber der eine meint immer, Typen wie mir sei ohnehin nicht zu helfen, und der andere hat es noch nicht mal geschafft, mich von meinem läppischen Parkinson zu kurieren (Er behauptet allen Ernstes, sowas sei unheilbar, Ignorant, der er ist; aber dem zeig' ich's: Demnächst habe ich genug zusammengespart und lass' mir ein paar Stammzellen durch die Nase Richtung Hirn einblasen - soll super kommen)Nein, nein, diese Mega-Kopfschmerzen vertraue ich diesen raffgierigen akademischen Weißkitteln nicht an. Aber etwas muss geschehen. Es ist nicht mehr auszuhalten. Online-Qual der Wahl: Von der Migräne bis zum Tumor Wieso bin ich nicht gleich drauf gekommen? Das Internet weiß alles. Auch über Kopfschmerzen. Mal gleich schauen ...Nööö, jetzt kommen die mir online auch noch mit der blöden Sauferei. Das hatten wir doch schon. Migräne? Hört sich schon besser an. Aber nein, das soll mehr so auf einer Seite sein. Mir explodiert aber der ganze Kopf. Cluster-Kopfschmerz? Nicht schlecht. Das wär‘ doch was für mich.Aber ich bin ein gründlicher Mensch, und wenn ich einmal anfange zu recherchieren, dann gebe ich so schnell nicht auf. So ein Kopfschmerz wie meiner, das muss doch etwas ganz besonderes sein.Was steht da? Kopfschmerz plus Übelkeit? Was soll das sein?Da steht es: Unmissverständlich. Eindeutig. GEHIRNTUMOR. Noch mal in aller Ruhe. Jetzt nicht verrückt machen lassen. Symptome: Kopfschmerzen, oft einhergehend mit Übelkeit und Erbrechen. Ist da nicht auch so ein Würgereiz? Nein. Aber kann ja auch gar nicht. Ich habe ja immer noch nicht gefrühstückt. Also ein Tumor. Es passt alles - na ja, so ziemlich alles. Immerhin habe ich schlimmes Kopfweh, und mir ist ziemlich übel.Das Internet kann sich nicht irren.Ich sehe gern den Dingen gerade ins Gesicht, auch den unangenehmen. Ich habe also einen von diesen scheußlichen Hirntumoren. Da ist bekanntlich nichts zu machen. Eigentl | 8.3.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Richtig spenden - gar nicht so leicht | Richtig spenden - gar nicht so leicht Charity zwischen Business, Schickeria und Gutmenschentum Mal ganz ehrlich: Gutes tun tut richtig gut - oder? Fragt sich nur: Wie spende ich richtig? Und vor allem: Wer soll (mit)kassieren?Behinderte wie Monica Lierhaus, die sich und ihre Behinderung mit dem Mitleidbonus knallhart vermarkten sowie millionenschwere Unternehmen wie die ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" haben eine lebhafte und konträre Diskussion ausgelöst. Die kaum zu beantwortende Frage: Rechtfertigt der zweifelsfrei gute Zweck der Hilfe für benachteiligte und behinderte Menschen die praktizierten zuweilen fragwürdigen Mittel? Was darf "Charity" (=Mildtätigkeit) kosten? Muss es die professionelle Wohltätigkeit sein? Ist "handgemachte" individuelle Hilfe im kleinen Stil nicht letztlich ehrlicher und effektiver? Viele offene Fragen. Hier der Versuch, wenigstens einige Antworten zu finden. Vorab: Den "Königsweg", das Patentrezept gibt es wahrscheinlich nicht."Gut getremort ist doppelt kassiert"Das Hinterfragen in Sachen Charity begann für mich persönlich nicht erst mit dem von Veranstaltern und Akteuren präzise kalkulierten tränenerweichenden Auftritt der Sportjournalistin Monica Lierhaus bei der Verleihung einer "Goldenen Kamera" des Springer Verlages. Ein ungutes Bauchgefühl hatte ich schon früher - als vor Jahren zum Beispiel der an Parkinson erkrankte Schauspieler Michael J. Fox ganz offensichtlich vor Auftritten in der Öffentlichkeit bewusst auf seine Medikation "verzichtete", um - vom Parkinson geschüttelt - die Spendenbereitschaft für die von ihm initiierte und verwaltete Michael Fox-Stiftung zu "boosten" - nach dem Motto "Gut getremort ist doppelt kassiert".Neu ist dieser eher schäbige Bettler-Trick übrigens nicht. Spätestens seit dem Mittelalter ist das demonstrative und übertriebene Präsentieren körperlicher Defizite ein bewährtes Mittel, mitleidigen Mitmenschen das Öffnen des Spendenbeutels zu erleichtern. Ist das legitim? Natürlich: Fox und Lierhaus sind mündige Menschen, und auch wenn die bemitleidenswerte Monica ihr Handicap nicht in erster Linie für den guten Zweck, sondern für einen bescheidenen eigenen Lebensunterhalt ein wenig oberhalb von Mini-Renten oder Hartz IV einsetzt, geht das in Ordnung. Es ist nur ausgesprochen geschmacklos. Barmherzige Süppchen – mit Trüffelöl Einen Übelkeit erregenden Beigeschmack haben für mich auch die immer beliebter werdenden Charity-Events der Bussibussi-Schickeria. Da treffen sich vorwiegend B-Promis, die sich mit Schampus volllaufen lassen und das Armeleute-Kartoffelsüppchen, das gerne zum Zeichen der Bescheidenheit serviert wird, mit Trüffelöl für den verhätschelten Gaumen genießbar machen - alles für den guten Zweck, der ihnen (zumindest im nüchternen Aggregatszustand) am frisch gelifteten Hinterteil vorbei geht: auch das geht in Ordnung natürlich - ist ja schließlich ihr Bier (sorry: Champagner). All das fällt unangenehm auf, mehr nicht. Ob nun die knallharte Geschäftsfrau und Karrieristin Lierhaus, die satten Umsatz mit ihrer Behinderung macht, oder Promi-Protze, die sich mildtätig durch Kaviar-Häppchen und gestopfte Gänseleber kämpfen: Ich mag diese Typen nicht; aber es geht mich eigentlich nichts an. Jedem Tierchen sein Pläsierchen - meinetwegen auch mit völlig überzogenen Honoraren ohne wirkliche Gegenleistung oder mit stinklangweiligen Wohltätigkeitsdiners garniert. Uns alle - und uns als durchaus betroffene Chroniker und Behinderte insbesondere - geht es aber sehr wohl etwas an, wenn im ganz großen Stil eine millionenschwere Charity-Industrie um die "gute Sache" herum aufgebaut wird. Bleiben wir - nur als ein Beispiel unter vielen - bei der in der Lierhaus-Affäre ins Gerede gekommenen "ARD"-Fernsehlotterie 'Ein Platz an der Sonne'. Unbestritten ist, dass eines der "Produkte" dieses gigantischen Unternehmens die Förderung vieler wichtiger Projekte vor allem im Behinderten-Bereic | 3.3.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Alles Gene - oder was? | Alles Gene - oder was? Mal ganz ehrlich: Wer möchte nicht gern daran glauben, dass wir unheilbare Kranken eines wunderbaren Tages doch genesen - - hoffentlich, vielleicht, ganz gewiss. Eine wundersame Vision. Oder zumindest ein schöner Traum. Und diesen angenehmen Träumen geben wir chronisch Kranken uns alle hin, die eine mehr, der andere weniger. Worauf wir dabei setzen, das ist ganz unterschiedlich. Da gibt es zum Beispiel den festen Glauben an Geistheiler und Handaufleger. Zurzeit besonders im Schwange sind da die selbst- oder nach einem Quick-Kurs von "(Ein)geweihten" ernannten Reikimeisterinnen und -meister. Wundersames S-tolpern über'n s-pitzen S-tein Einigen von denen rutscht immer wieder mal so ein verräterischer Satz heraus: Dass man nämlich Gebrechen wie Parkinson durch die hohe Kunst des japanischen Dorfschulmeisterleins Mikao Usui ganz und gar und richtig heilen könne. Der wollte Anfang des 20. Jahrhunderts herausfinden, mit welchem Dreh Jesus Wunder vollbrachte. Wie fast zu erwarten war, sah er - der Lehrer, nicht Jesus - ein Licht, stolperte über einen Stein und heilte den schlimmen Zahn seiner Frau. Voilà - Reiki war erfunden und trat seinen Siegeszug rund um den Globus an – nach dem bewährten Marketing-Prinzip: Was aus dem Fernen Osten kommt, ist uraltes Wissen und kann ALLES! Weihwasser auf Gebetmühlen Das ist natürlich ebensolcher Blödsinn wie die Behauptung einer medizinischen Kommission des Vatikan, die jetzt "amtlich beglaubigte", eine französische Nonne sei durch den toten Karl Wojtyla, besser bekannt als parkinsonkranker Papst Johannes Paul Numero zwo vom Morbus Parkinson geheilt worden. Die gute Frau hatte zu dem toten Karl gebetet und - schwupps - ward gesundet. Parkinson löste sich in Wohlgefallen auf. Toll.Na, wenn das kein Weihwasser auf die Gebetsmühlen der Wundergläubigen ist.Wunderheiler wird es wohl immer geben - zumindest so lange, wie verzweifelte Menschen an Wunder glauben und sich in ihrer Not daran klammern. Der Glaube an die wundersame Wissenschaft Die Wunderheiler für Ungläubige und unverbesserliche Skeptiker, zu denen ich eher zähle, nennen sich Forscher. Gegenüber toten polnischen Päpsten und stolpernden japanischen Lehrern haben sie auf den ersten Blick einen entscheidenden Vorteil: Mit viel Wissen und einer gehörigen Portion Forscherglück gelingt es ihnen ja zuweilen tatsächlich, Unheilbares zu heilen (allerdings ist es ja dann gottlob nicht mehr unheilbar). Und dann bekommen die Forscher verdientermaßen den Nobelpreis. Aber auch auf dem langen Weg zum zweifelhaften Erfolg dürfen Forscher sich unserer (fast) ungeteilten bewundernden Aufmerksamkeit gewiss sein. Vor allem, wenn sie an Genen rumforschen. Genforscher sind einfach hip. Und es nützt diesen klugen kompetenten Wissenschaftlern auch überhaupt nichts, bescheiden und korrekt in der Öffentlichkeit aufzutreten: Die Wundergläubigen haben eine beneidenswerte Fähigkeit: Ob nun toter Wunder-Papst, Weekend-examinierte Reikimeisterin oder Genforscher - gesehen wird von Scheuklappen-bewehrten Wundergläubigen immer nur das Wunder, das sie gerade sehen WOLLEN.Und das gilt nicht nur für allerlei Esoterisches. Auch exakt Wissenschaftliches wird sich schön, nein nicht gesoffen (das allerdings soll es auch geben), sondern schön gelesen.Nehmen wir nur mal die Gen-Forschung, die neuerdings wieder mal in aller Munde ist.Kaum hatte ein Londoner Forscherteam verkündet, es hätte fünf "Parkinson-Gene" gefunden, jubelte schon die deutsche Presse, in wenigen Jahren sei ein zuverlässiger und einfacher Parkinson-Test zu erwarten.[...]Da kommt doch wieder Hoffnung auf. Die Gen-Forschung wird schön geschrieben.Ein Blick in die Original-Meldung im britischen Medizin-Journal "Lancet" macht die Gen-„Sensation" zwar nicht uninteressant - aber von einer Art Durchbruch ist da keine Rede: Genforscher Nick Wood, einer der britischen Autoren der Studie, ist ausgesprochen britisch | 19.2.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Chronische Kamera - für ganz normale Helden | Chronische Kamera - für ganz normale Helden War das eine Freude: Im Springer-Verlag knallten die Champagner-Korken. War dem Medien-Mogul doch der Marketing-Coup des Jahres gelungen, und bei Burda biss man sich wahrscheinlich irgendwo hin und überlegte, wie man den Award-Hype im kommenden Jahr noch toppen könnte. Mit Bambi-Papst vergoldete Parki-Kamera-Ikone schlagen Mein Tipp an Hubert Burda: Wenn die Hörzu-Fritzen die lebende Parkinson-Ikone Fox und eine überlebende Promi-Moderatorin mit ihren Kameras vergolden - dann haben die Bambi-Vermarkter eigentlich nur noch eine Chance: Der ultimative Killer-Mega-Hype wäre ein zwar toter, aber anerkannt wundertätiger Parki, der dazu noch mindestens eine Parkinsonkranje spontan geheilt hat: Der nächste Bambi gehört also unbedingt Karl Wojtyla - posthum, oder besser natürlich reanimiert (vielleicht reicht ja auch ein 3D-Cyber-Modell des demnächt selig zu sprechenden Ex-Papstes Johannes Paul Numero zwo). Aber ich fürchte fast, gegen Michael Jay und Monica kann selbst ein seliger und demnächst heiliger Dogmatiker und Gottvertreter in unserem irdischen Sündental nicht auflagensteigernd anstinken. Dass die Parkiszene total hysterisch darauf reagieren würde, wenn ein mittelprächtig erfolgreicher Schauspieler mit der Goldenen Kamera für sein "Lebenswerk" geehrt wurde (das läßt für Foxens Zukunft nicht Gutes ahnen), den es wie hunderttausende andere auch dopaminmangelnd erwischt hat, - das war zu erwarten. Bewegte Massenhysterie wegen überlebendem Glückspilz Der wirkliche Geniestreich war allerdings, die schwerkranke, am den Folgen eines OP-Unfalls leidende Monica Lierhaus auf die Kamera-Gala-Bühne zu holen und ihr (WOFÜR???) eine Goldene Kamera zu überreichen. Dass dann auch noch der Heiratsantrag der Journalistin, der in den Schmuddel-Daily-Talkshows längst keinen Zuschauer mehr vom Sofa reißt, spontan erfolgte: Diese sorgfältige Inszenierung sollte eigentlich keinen klar denkenden Zuschauer täuschen. Das war eine Pflichtübung - und das I-Tüpfelchen im tränenerweichenden Schmonzetten-EventDas sind schon Profis, diese Goldene Kamera- und Bambi-Macher. Sie kennen ihre Pappenheimer. Und wissenm, was "ankommt". Prompt setzte denn auch in der Parki-Szene jegliche Aktivität kleiner grauer Zellen aus. "Bewegend" war noch die nüchternste Vokabel, die in gewissen Foren immer wieder zu lesen war. Ich sag' jetzt mal lieber nicht, was ich selbst als "bewegend" empfinde.Vor allem wurden aber die "zwei großen Vorbilder" frenetisch gefeiert. Nun ja, zumindest bei einer Pseudo-Laudatorin mit begeisterter Schnappatmung klang das glaubhaft und überzeugend. Wer selbst doch so furchtbar gern mal Ikone wäre, für den sind Fox und Lierbach gewiss "große Vorbilder": Einmal so umjubelt werden, das hätte anscheinend schon was ...Ich frage mich allerdings: Warum sind schwerkranke Menschen wie Michael J. Fox oder Monica Lierbach Vorbilder. Auf die Gefahr hin, wieder einmal eine Massenhysterie auszulösen: Für mich sind sie es nicht.Was leisten Fox und Lierbach denn Besonderes, das sie zu "großen Vorbildern" für mega-eitle Möchtegern-Ikonen machen könnte. Ein armes Schwein unter Hunderttausenden Der Schauspieler Fox ist an Parkinson erkrankt. Er hat das Glück, über reichlich Geldmittel zu verfügen, die ihm seit 20 Jahren eine optimale Therapie ermöglichen. Wie schön für ihn. Und er hatte die Gelegenheit, eine Stiftung zu initiieren, die sich mit der Parkinson-Forschung beschäftigt. Kaum jemand beschäftigt sich noch damit, wofür die Gelder tatsächlich ausgegeben werden: Schwerpunkt der umjubelten Fox-Foundation ist die umstrittene Stammzellenforschung. Und Monica Lierhaus: deren Verdienst besteht darin, das Glück gehabt zu haben, einen schweren Unfall bei einer Aneurysma-Operation überlebt zu haben. Es ist ihr vergönnt - aber "Verdienst"? "Großes Vorbild"?Ich habe auch Vorbilder: Das sind ganz normale M | 5.2.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Gut (im Forum) geforscht ist doppelt verkauft | Gut (im Forum) geforscht ist doppelt verkauft Mal ganz ehrlich: selbst leidenschaftliche Fernsprecher, besser bekannt als Dauer-Quasselstrippen, reagieren leicht unwirsch auf zwei Sorten von Anrufen: Da ist einmal die freundliche, aber unerbittliche Sachbearbeiterin der Bank, die uns wenig dezent auf das nicht wegzudiskutierende Dauer-Minus jenseits jeglichen Dispo-Limits unseres Kontos hinweist. Und dann ruft - grundsätzlich während des Abendessens oder an der kribbeligsten Stelle der Daily Soap - man gönnt sich ja sonst nichts – eine sympathische junge Dame an.Sie begrüßt uns freundlich und fragt - wie nebenbei-, ob man nicht an einer kleinen Verbraucherumfrage teilnehmen wolle. Ich erinnere mich mit Schaudern und tiefer Scham daran, dass ich - vor gut zehn Jahren - einen der verhängnisvollen Fehler meines Lebens machte: Ich zögerte - und war schon mitten drin in einer hochnotpeinlichen Gewissensprüfung darüber, ob ich mein damals noch nicht vorhandenes Ceran-Kochfeld denn mit festen oder flüssigen Reinigungsmitteln säubere, und welcher Markenname mich mehr anmache - sagen wir mal "Putzfix" oder "Megaputz". Granteln nach dem Trauma Der traumatische Schock nach gefühlt zweistündigem Telefonat war heilsam: Je nach Laune schmettere ich heutzutage solche Versuche, mich zum gewinnmaximierenden auskunftsfreudigen Versuchskaninchen umzupolen, grantig-schroff ab. Oder ich knalle selig lächelnd den Hörer auf (ach ne, das geht bei den Hightech-Telefonen ja gar nicht mehr). Aber diese mehr oder weniger penetrantem Anrufe sind eigentlich schon wieder von gestern. Die marktforschende Branche, die Riesengewinne damit macht herauszufinden, wie man Verbrauchern ohne Rücksicht auf tatsächliche Bedürfnisse, irgendwelchen Kram anzudreht, der gar nicht benötigt wird, geht das Risiko, auf den grantelnden, Hörer aufknallenden Menschen wie mich zu treffen, gar nicht mehr ein. Es geht ja auch viel einfacher. Konstruieren wir mal ein Beispiel (gewisse Ähnlichkeiten mit real existierenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens im virtuellen Raum sind nicht unbeabsichtigt). Nehmen wir mal an, ein kleines, aber nicht sonderlich von Skrupeln geplagtes Public Relations-Büro hat den ehrenvollen Auftrag, herauszufinden, wie man bestimmte Produkte der pharmazeutischen Industrie noch gewinnbringender an chronisch Kranke bringen kann. Nehmen wir als Zielgruppe mal an: Parkinson-Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium. Sowas kommt ja vor. Besorgen sich die Marktforscher nun mühselig und kostentreibend Namen und Telefonnummern von Parkinsonkranken? Aber nicht doch. Besorgt ihr uns Verbraucher? Aber gerne immer wieder Der hippe Marktforscher von Welt sucht sich einfach ein auf Parkinson spezialisiertes Internetforum, dessen Macher als industriefreundlich bekannt sind, fragt höflich bei der Administratorin an: "Dürfen wir eure User mal ein bisschen marktforschungstechnisch über den Tisch ziehen?" (unter Umständen wird eine solche Frage auch ein wenig anders formuliert), bekommt erwartungsgemäß eine gnädig bis begeisterte Zusage ("no problem - sowas machen wir gerne immer wieder mal") - und die Sache ist so gut wie geritzt. Jetzt rasch noch einen nicht allzu transparenten, aber auf eine menschenfreundliche Absicht deutenden Text verfasst, schnell noch einen Köder ausgelegt (wer brav mitmacht, bekommt 60 EURO aufs Konto), und eines weniger schönen Tages wundern sich die braven Parkinsonkranken dann, warum ihnen möglicherweise mal wieder nicht die Therapie auf die Augen gedrückt wird, die ihnen wirklich hilft, sondern irgendwelcher möglichst teurer Kram, den die Industrie ohne Rücksicht auf Verluste an den kranken Menschen bringen will. Ich will ein Draufknall-Telefon! Mal ganz ehrlich: Die alte lästige Anrufmethode war mir fast lieber: Da durfte ich so herrlich spontan und direkt granteln. Und ein altes Telefon mit einer richtigen Draufknall-Gabel find ich auch noch - vi | 3.2.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Von Krüppel-Greisen und den ewig jungen Parkis | Von Krüppel-Greisen und den ewig jungen Parkis Mal ganz ehrlich: Ob es uns nun passt oder nicht – wenn wir nicht unerwartet und unwillkommen jung sterben, werden wir alt. Nicht nur älter. Ja, und dann sind wir nicht Senior – das ist nämlich lateinisch und heißt nichts anderes als „älter“, sondern Senex – das ist schon wieder lateinisch und heißt Greis. (So viel rudimentäre Halbbildung ist auch nach Jahrzehnten bei mir noch hängengeblieben.) Und wenn wir dann – zum Beispiel parkinsonbedingt – stark gehbehindert sind und uns ohnehin gelegentlich selbstironisch und provokativ-stolz „Krüppel“ nennen – ja, dann sind wir eben Krüppel-Greise.Ich bin alt. Mit Mitte 60 noch rum zu eiern, man sei so jung wie Mann sich fühlt, ist eine allenfalls fromme Lüge, und der dummen Spruch vom "Mann in den besten Jahren" ist - ein dummer Spruch. Was sind denn die "besten" Jahre? Die 20er? Rein biologisch mag das so sein. Oder wie wäre es mit den 40ern? Da kommt von mir schon eher ein entschiedenes klares JEIN. Oder doch meine jetzigen 60er? Es sind gute Jahre. Aber die "besten"? Aber darum geht es ja auch gar nicht, wenn wir angeblich so jung sind "wie wir uns fühlen" oder uns und Gleichaltrige "in den besten Jahren" wähnen. Wähnen? Gutes Stichwort. Der Jugendwahn ist nicht tot zu kriegen. Das beste Beispiel sind die USA - dort werden sogar die Toten noch auf "forever young" geschminkt.Und wir hier im good old Germany haben nicht nur das sowohl gehalt- als auch geschmacklose Fastfood von unseren Cousins jenseits des großen Teichs übernommen, herunter gespült mit eimerweise klebriger Coffein-Brause. Hier gibt es keine Greise? Auch das ebenso verlogene wie lächerliche panische Festklammern an längst vergangener Jugend gehört bei uns längst zum guten Ton. Kein Wunder, wenn es dann aus der Parki-Szene trotzig tönt: Hier gibt es keine Greise. Doch. Die gibt es. Und wir sind die - meist schweigende – Mehrheit. Ätsch. Warum diese hysterische Angst vor dem Alter? Ist es die Angst vor dem Sterben? Ich bin alt - und ich bin neugierig aufs Sterben. Ist es die Angst vor nachlassenden körperlichen und geistigen Kräften? Gerade als schwerbehinderter Parkinsonkranker (gleich welchen Lebensalters) weiß ich, was das bedeutet - und ich lerne, damit umzugehen, auch den Verfall zu akzeptieren. Angst vor schwindender Lebensfreude im Alter? Blödsinn. Lebens"qualität" ( was immer das auch sein mag) und Freude am und im Leben ist keine Frage des Alters. Dass pumperlgesunde 20jährige sich nicht vorstellen können, dass Altsein eine ganz normale und lebenswerte Phase in unserem Dasein ist - geschenkt. Aber wenn gestandene erwachsene Menschen, selbst nicht gerade meilenweit vom Greissein entfernt, das Alter leugnen, ist nicht nur dumm, sondern auch menschenverachtend. Ich jedenfalls bin lieber ein fröhlicher Krüppel-Greis als ein verkrampft Ewigjunger. Norbert Jos Maas | 10.1.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Ich muss euch sagen, es weihnachtet mir nicht seh | Ich muss euch sagen, es weihnachtet mir nicht sehr Mal ganz ehrlich: Sind wir nicht alle ein bisschen X-MAS? Weihnachten, das war gestern. Heute ist bestenfalls Chrismas. Aber Weihnacht? Fehlanzeige. Gestern hab' ich mich noch einmal auf den Weihnachtsmarkt gewagt; der rottet sich rund um den wuchtigen echt mittelalterlichen Braunschweiger Dom, die (im 19. Jahrhundert auf "mittelalterlich" gequälte) Burg Dankwarderode und den einigermaßen echten Burglöwen, das Herrschaftszeichen Herzog Heinrichs des Löwen. Und der gründete nicht nur Städte wie Braunschweig oder München - der hatte vor allem den richtigen Riecher fürs Geschäft. Und darum geht es natürlich. Ist auch ganz in Ordnung. Auch ein Weihnachtsmarkt ist nun mal ein - Markt. Und da darf und soll Umsatz und Gewinn gemacht werden. Umsatz fördernd sind bekanntlich Gefühle, möglichst duselige, die dann zur allseits beliebten Gefühlsduselei führen. So ein Geburtsevent voll back zu the roots auf Biostroh mit Bio-Methan produzierenden Viechern und dem Dreier-Beziehungskick von schwer fassbarem Holy Ghost-Lover, bieder zimmerndem Hahnrei-Verlobtem und dem unschuldig dreinschauende Mariechen - das lässt nicht nur die Glocken süßer jingeln, sondern auch die Computerkassen piepsen. Ambiente bis der Dachs kotzt Verpackt wird all das in Ambiente bis der Dachs kotzt. Aber mal ganz ehrlich: Das war auch in der guten alten Weihnachtsmarkt-Zeit nicht viel anders. Die weihnachtsselige Kundschaft wurde immer schon mit tatkräftiger Überredungskunst von Maria, Josef, Ochs, Esel und vor allem strohgepiekstem Christkindl mit frommem Augenaufschlag übers winterkalte Ohr gehauen. Also business as usual und die show must go on? Das gute Christkind ist ja vor nun mittlerweile gut 2.000 Jahren schon wieder über den Jordan gegangen, und das mit der Wiederauferstehung des später hingerichteten Christkindls ist so eine Sache für sich - nicht ohne Grund gibt es kaum Ostermärkte. So rechte Weihnachtsstimmung will heute zumindest bei mir nicht mehr aufkommen: Gut, es duftet und leuchtet noch immer so ähnlich wie vor einem guten halben Jahrhundert auf den Weihnachtsmärkten, über die Klein-Jos mit großen Augen stapfte. Aber: Was da duftet, ist auch nicht mehr das, was es mal war. Glühwein? Heißt heute noch so, hat aber mit dem herrlichen Gesöff früherer Tage nur noch selten mehr gemein als die Temperatur. Liebevoll Gebasteltes für die arme Baumleiche, die in Weihnachtsbaum-KZs lieblos für den frühen Tod gemästet wird (und sich dafür mit frühem Nadeln rächt)? Klar, jede Menge- aber bloß nicht auf den Taiwan-Aufkleber gucken. Und das alles zu Wucherpreisen. Kann sein, dass all das in der guten alten Zeit nicht viel besser war. Aber das tröstet mich nicht wirklich. Nein, die haben mir meine Kinderseelen-Weihnacht kaputt gemacht. ... und dann ist Weihnacht doch da Und dann - einen heiligen Zorn tief in mir drin - stolper ich mit meinem Rollator doch noch mitten hinein in die Weihnacht. An den alten Sankt Blasii-Dom zu Braunschweig gelehnt steht sie: Eine ganz einfache und kraft- wie kunstvoll geschnitzte Krippe, die der Künstler Magnus Klein-Tebbe inmitten des ganzen Weihnachtstrubel gestellt hat. Ich bin schon lange kein religiöser Mensch im Sinne einer Amtskirche mehr. Aber die lebensgroßen Figuren lassen mich verweilen. Ich höre kein Jingle Bells-Gedudel mehr, schalte die LED-X-mas-Blinkerei weg und bin mitten drin in der wunderschönen Weihnachtsgeschichte meiner Kindheit. Ich bewundere das neue Leben, das da zu uns kommt, staune mit Ochs und Esel und den drei Sterneguckern und freue mich mit den beiden Patchwork-Eltern. Nur den wahren Erzeuger, den Heiligen Geist, den finde ich immer noch nicht. Wo steckt der Guru bloß? Aber wer weiß - ich gebe die Hoffnung nicht auf: Bestimmt kommt der Geist auch über mich noch. Vielleicht zu Pfingsten - auf dem Pfingstmarkt Norbert Jos Maas | 23.12.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Menschenrecht - auf Hilfe für den gnädigen Freitod | Menschenrecht - auf Hilfe für den gnädigen Freitod Mal ganz ehrlich: Der Buddenbrooksche Speicherarbeiter Grobleben hatte schon recht mit seiner Lieblingsrede, die er zu Beerdigungen ebenso hielt wie zu Kindstaufen,. Seine Prophezeiung: : „Eenmal müssen all in de Gruw fahrn, arm und riek, tau Moder moeten wi all warn, wi müssen all tau Moder warn“ - nachzulesen in Thomas Manns Familiensaga. Das Leben ist nun mal endlich - auch wenn mich ein alter griechischer Begleiter auf vielen Spaziergängen, Medicus und Lebensphilosoph mit dem schönen Spitznamen "Papa Dok" weise tröstet, das keine Materie oder Energie verloren geht. Ein wahrhaft tröstlicher Gedanke, dass Maden und Regenwürmer prima Humus aus mir machen - und dann nähre ich ein Röslein rot. Wie schön. Aber auch diese heiteren Aussichten ändern nichts daran, dass wir eines mehr oder weniger fernen Tages unseren Aggregatszustand in Richtung finale Ruhe ändern werden. So weit, so natürlich Aber bekanntlich kommt es im Verlauf des Lebens zuweilen erstens anders - und zweitens meistens als man denkt. An sich dürfen wir ja getrost davon ausgehen, dass der Tod uns "irgendwann" passiert, als natürliche Folge einer schweren Krankheit oder eines Unfalls wahrscheinlich. Schnell oder in einem langen Sterben. Schmerzlos oder qualvoll. Eines der wichtigsten Merkmale des Menschseins ist aber die weitgehende Fähigkeit, frei über sich zu entscheiden. Und das bedeutet eben auch, dass ich die Möglichkeit habe, mein Leben zu einem von mir bestimmten Zeitpunkt selbst zu beenden - aus welchem Grund auch immer. Ich habe aber nicht nur die Möglichkeit der Selbsttötung - ich habe auch das Recht dazu. Selbsttötung ist nicht strafbar - und zwar nicht nur, weil es ja naturgemäß danach niemanden mehr gibt, den die Justiz oder Moralapostel oder wer auch immer dann noch bestrafen könnten. Aktive Helfer machen sich (noch) strafbar Nicht so einfach zu beantworten ist allerdings die Frage einer aktiven Sterbehilfe - wenn mir der Helfer den erlösenden Giftcocktail nicht nur auf den Nachttisch stellt, sondern ihn mir einflößt, weil ich selbst dazu nicht mehr in der Lage bin. Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten - und es gibt gute Gründe dafür. Aber der deutsche Gesetzgeber lügt sich gerne selbst was in die Tasche. Abtreibung, eine durchaus aktive Sterbehilfe, ist in gewissen Grenzen legal. Und ganz aktuell erleben wir, wie Politiker mit dem hohen C im Parteinamen sich im moralischen Spagat üben: Pränatale Implantationsdiagnose mit der möglichen Konsequenz der Vernichtung befruchteter Eizellen wird von Merkel und Co. vehement abgelehnt, andere Christdemokraten weisen realistisch auf die ganz legale Beendigung ungeborenen Lebens hin, wenn es im Mutterleib und nicht in einer Glasschale geschieht. Es gibt wohl keine allgemeingültige, allen wirklich gerecht werdende Antwort auf die Frage nach aktiver Sterbehilfe. Für mich steht das Recht des freien Willens und der Selbstbestimmung zumindest über allen moralischen Bedenken. Nur ich kann letztlich meine Helferin, meinen Helfer, der mir die Selbsttötung im Extremfall ermöglicht, von juristischer und moralischer Schuld freisprechen. Ein Extremfall bleibt dieser letzte Ausweg aber in jedem Fall. Einvernehmlicher Liebesdienst Ich denke nicht daran, zutiefst verzweifelte Menschen wie Robert Enke zu verurteilen, die zum Beispiel einen Lokführer ungefragt zum Vollstrecker ihrer Selbsttötung machen. Die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe wäre aber der einzige Weg, das Recht von uns Menschen über uns selbst ohne Wenn und Aber zu ermöglichen - in vertrauensvollem Miteinander mit Menschen, die bereit und in der Lage sind, uns diesen letzten sehr schweren Liebesdienst zu erweisen. Zurzeit ist das politisch kaum durchsetzbar. Ebenso wenig wahrscheinlich wie das Recht auf einen möglichst schmerzfreien Tod auf Rezept: Mit Medikamenten, die uns im Freitod ein sicheres E | 16.11.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Ein Jahr nach dem Enke-Depri-Hype - Was bleibt? | Ein Jahr nach dem Enke-Depri-Hype - Was bleibt? Mal ganz ehrlich: Als sich der an einer schweren Depression erkrankte Nationaltorwart und Goalkeeper von Hannover 96 Robert Enke heute vor einem Jahr, am 10. November 2009, vor einen Zug warf und selbst tötete, standen viele Menschen unter Schock. Es setzte ein bis dahin nie dagewesener Hype ein. Die Selbsttötung Enkes und seine Krankheit wurden gnadenlos medial ausgeschlachtet – unter dem Deckmäntelchen, so werde mehr Sensibilität der Krankheit Depression gegenüber oder wenigstens ein offenerer Umgang mit der Depression erreicht. Rechtfertigung und Quotenschleuder Meine persönliche Überzeugung damals wie heute: Es ging ausschließlich um nachträgliche Rechtfertigung des unmenschlichen Umgangs mit depressiv Kranken und um die Steigerung von Auflagen und Einschaltquoten. Was ist von den angeblichen – von vielen aber auch ehrlich gemeinten Zielen geblieben? Nichts – zumindest nicht im alltäglichen, im beruflichen Umgang mit an Depression erkrankten Menschen. Der depressive Fußballer war nicht er erste Mensch, der von der Gesellschaft ohne Erbarmen in die ausweglose Situation gedrängt wurde, die mit seiner Selbsttötung endete – und er wird mit Sicherheit nicht er letzte sein. Hätte er sich zu Lebzeiten als Depressiver zu erkennen gewesen, hätte das für ihn den beruflichen und gesellschaftlichen Selbstmord bedeutet. Und daran hat sich nichts geändert. Zum ersten Todestag Enkes gab unter anderem der Präsident von Hannover 96 (und zynischerweise Chef der Robert-Enke-Stiftung) Martin Kind unumwunden zu, dass im Profi-Fußball auf sehr lange Sicht alles beim Alten, Unsensiblen, Intolerablen bleiben werde. Ein depressiver Leistungssportler? Weg damit – und das hat Enke dann ja logischerweise auch gründlich selbst besorgt, damit er endlich seine Ruhe hatte. Im beruflichen und Alltagsleben von uns „Normalos“ ist es nicht anders: Nach der Selbsttötung Enkes überschlugen sich die um politische Korrektheit krampfhaft Bemühten mit Versicherungen, jetzt müsse sich etwas ändern im Umgang mit depressiv Erkrankten. Und die Depris sollten doch nur offen damit umgehen, damit man darauf eingehen könne. Pustekuchen. Alltag: Wie in der schlechten alten Zeit Als ich es wenig später wagte, in einem Forum für Parkinsonkranke auf meine eigene depressive Erkrankung hinzuweisen (und das lediglich am Rande) –wurde ich lächerlich gemacht und wegen meiner Larmoyanz und Selbstdarstellung beschimpft und durch den Dreck gezogen. Nicht von allen – aber die wenigen, die sich so äußerten, blieben unwidersprochen. DAS ist die Realität des depressiven Alltags – ein Jahr nach dem Tod Robert Enkes. Offen mit meiner Depression umgehen kann ich auch nur, weil ich nicht mehr erwerbstätig bin. In meinem Beruf hätte ich mit dieser Krankheit keine Chance mehr. Übers Hochhausdach zur professionellen Hilfe ... Dazu kommt die absolut katastrophale fachärztliche Unterversorgung. Wer schnell professionelle Hilfe will, sollte sich gut sichtbar auf das Dach eines Hochhauses stellen oder unübersehbar ein Seil an einer Straßenlaterne befestigen und einen schicken Henkersknoten knüpfen; dann landet er wenigstens in stationärer Obhut - und findet nach seiner Entlassung, weil ja nicht mehr akut gefährdet, natürlich wieder so schnell keinen geeigneten ambulanten Therapeuten. Also: Wieder rauf aufs Hochhausdach oder wieder mühselig mit der vermaledeiten Henkersschlinge kämpfen, dann wieder rein in die Klapse, raus aus der Klapse , Therapieplatz suchen, möglichst indezent auf eine Suizidgefährdung hinweisen und so weiter und so fort. Betroffen? Klar - Alle Jahre wieder Ach so, die Gesellschaft. die verständnistriefenden Menschen um uns herum, interessiert das einen Dreck - bis sie sich in einem Jahr wieder mal tief betroffen daran erinnern, dass ein Torwart auf den Zug wartete und darauf, endlich seine Ruhe zu haben. So sind wir: Sensibel - al | 9.11.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Wenn Opfer zu Tätern werden: Sex and drugs - no rock'n roll | Wenn Opfer zu Tätern werden: Sex and drugs - no rock'n roll Mal ganz ehrlich: die eine oder andere Sucht haben wir ja alle - die Palette ist kunterbunt. Der Suchtbogen spannt sich von der (in ihrem Gefährdungspotential unterschätzten) Harmoniesucht über die Sucht nach Volksdrogen wie Alkohol und Nikotin bis hin zum zwanghaften Kaufdrang, zur ebenso ruinösen Spielsucht und - zur Sexsucht. Über die werden die meisten und dümmsten Witze gerissen - und sie dürfte für alle aktiv und passiv Betroffenen ebenso tragisch sein wie jeder andere innere Zwang, etwas zu erlangen, das kurzfristiges Glücksgefühl auslöst, aber nie wirklich befriedigt.Sucht auf Rezept Wir Parkinsonkranken haben ein großes Privileg: Während sich die der Pubertät nie entwachsenen Kinder aller Altersstufen auf Schul- und Hinterhöfen von schmuddeligen Dealergestalten aus Neugier die Sucht anfixen lassen - und sei es "nur" mit der ersten Zigarette oder dem Alcopop, bekommen wir chronisch Kranke unsere Süchte sogar ärztlich verschrieben und von den Gutmenschen der forschenden Pharmaunternehmen gegen geringe (?) Rezeptgebühr frei Haus geliefert. Irgendwie war das den Medizinmachern und den die Drogen verschreibenden Medizinmännern und -frauen zunächst mal peinlich. Jahrelang wurde nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, dieser oder jener L-Dopa-Agonist zum Beispiel lasse Parkinson-Patienten zu letzlich nie zu befriedigenden Kaufrauschlern, ebenso ruinösen Zockern oder unerträglich belästigenden und nötigenden Sexmonstern werden. Offiziell wurden wie üblich beschwichtigende Studien fabriziert, in öffentlichen Diskussionen wurde mit eiserner Stirn geleugnet. Schließlich ging es ja ums Geschäft (und geht es noch immer). Und das lassen sich die Pharmaunternehmen nur äußerst ungern kaputt machen oder auch nur mindern. Und die L-Dopa-Agonisten versprachen und versprechen fette Rendite. Da müssen Patienten schon mal kleine Nebenwirkungen wie Herzerkrankungen in Kauf nehmen - oder eben auch dieses und jenes Süchtlein.Mittlerweile sind Sifrol & Co. "geoutet". Bei den möglichen Nebenwirkungen von operativen Eingriffen wird noch gerätselt.Es hat viele Jahre gedauert, bis die Drogen-Opfer der medikamentösen Parkinson-Therapie ernst genommen wurden. Und so mancher von den Medikamenten und ihren bekannten Nebenwirkungen im wahren Wortsinn Getriebener traut sich immer noch nicht, offen über das Problem zu sprechen - mit verhängnisvollen Folgen nicht nur für die Opfer der legalen Drogen auf Rezept, die nicht gerade selten zu Tätern werden. Sucht im allgemeinen und Hypersexualität insbesondere sind nach wie vor Tabu-Themen. Kommt es infolge des zwanghaften Verhaltens zu Übergriffen, wird es fast immer unter den Teppich gekehrt. Das Opfer der Übergriffe bleibt "besten"falls allein, wird nicht selten sogar - nach bester Mobbingmanier hinter vorgehaltener Hand tuschelnd – infam der (Mit)Täterschaft bezichtigt.Hypersexuelle dagegen werden regelrecht "entschuldigt" - nach dem Motto: Der oder die Ärmste kann ja nichts dafür - es sind ja die bösen Medikamente.Null-Toleranz Meine ganz persönliche Meinung: Egal ob Kaufsucht, Spielsucht oder zwanghafte Hypersexualität (um mal bei den "Hauptverdächtigen" in Sachen medikamentöser Nebenwirkungen zu bleiben) - es gibt nur einen Weg, Tätern und vor allem Opfern zu helfen: Der offene Umgang mit dem Problem - und natürlich die Null-Toleranz gegenüber Tätern. Wer (ver)schweigt, wird zum Mittäter. Denn eines ist bei jeder Sucht garantiert: Die Wiederholung. Und weil es keine wirkliche Befriedigung der Sucht gibt, muss damit gerechnet werden, dass sich die Übergriffe mit der Zeit nicht nur wiederholen, sondern auch immer schlimmer werden. Wenn - wie in einem Parkinson-Forum geschehen - der Täter bemitleidet, gehätschelt und getäschelt wird (letzteres hoffentlich nicht wirklich), dann ist das genau das Gegenteil von Selbsthilfe - es ist Täterhilfe. © 2010 Norbert Maas | 20.10.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Krüppel werden ist nicht schwer ... | Krüppel werden ist nicht schwer ... Mal ganz ehrlich: Wenn ich so meine Gänge mache, unter die Menschen, ins Getümmel der City, dann bin einer von vielen - genauer gesagt: Ein einzigartiger Zweibeiner unter vielen anderen Individuen – in einem sind wir uns gleich: wir sind alle Menschen. Denke ich und fühle ich. Und tue mein Bestes, nicht aufzufallen – weder angenehm noch unangenehm.Und die anderen geben sich meist alle erdenkliche Mühe, das auch so zu sehen. Und das gelingt auch ihnen recht gut. Kein Wunder: Achtet in der die Fußgängerzonen durchströmenden Masse doch eh kaum ein Mensch auf den anderen. Täten wir es konsequent und beharrlich, wäre die Reizüberflutung wohl auch kaum zu ertragen: Wenn ich zum Beispiel versuchen würde, mir mehr als zehn mir völlig fremde Mitmenschen innerhalb kürzester Zeit einzuprägen, wäre die Panikattacke nicht fern. Aber natürlich schaue ich hin und wieder auch schon mal genauer hin. Da ist die Frau, die vor mir her geht; sie hält mich durch ihre Raubkatzengangart optisch gefangen - und als sie sich dann umdreht, löst das bei mir einen krampfhaft unterdrückten Lachanfall aus: Nix Raubkatze - eher Bordsteinschwalbe. Oder der fette Kerl in geradezu obszönen Shorts und den dazugehörigen Tennissöckchen in Sandalen: Den kann ich einfach nicht übersehen - außerdem streichelt sein abstruser Anblick mein Selbstwertgefühl ganz ungemein. Und dann fällt mir ein: ich bin ja selbst so einer, der augenfällig anders ist als die anderen. Wie begegnen die Passanten mir eigentlich? Wie schon erwähnt: Ich will nicht auffallen in der Öffentlichkeit. Nur gelingt mir das kaum.Ich habe ein Handycap - Muss ich jetzt auf den Golfplatz? Ich bin nämlich behindert. Und: Ich mag diesen Begriff nicht besonders. Das klingt so nett, so unverbindlich. Mit diesem Wort bin ich nicht mehr weit entfernt von "Ich habe ein Handycap". Klasse! Da kann ich ja gleich anfangen, Golf zu spielen. Ich ziehe die ein wenig brutale, aber wenigstens ehrliche Bezeichnung "Krüppel" vor. Warum soll ich mein Defizit als "Handycap" verharmlosen?Wem hilft das?Mir? Ich bleibe trotzdem ein Krüppel - nicht gern, aber ich kann es ja nicht ändern. Den anderen?Das trifft es schon eher. Zumindest hilft es denen, die sich nicht zwangsläufig mit meinem Krüppel-Sein auseinandersetzen müssen, weil sie direkt mit mir zu tun haben. Die haben übrigens fast ausnahmslos kein Problem mit meinem Anderssein. Die fremden Passanten, die achtlos an mir vorbeigehen, haben selbstverständlich auch kein Problem mit meinem Anblick. Wir nehmen uns wie gesagt ja meist gar nicht wahr. Aber wie gehen Menschen mit einem Krüppel-Menschen um, der sicht- und spürbar unvermittelt in ihrem Leben auftaucht? Zum Beispiel gestern erst: Da schlurfte ich mal wieder auf meinem täglichen Weg durch die Stadt an einer Hochzeitsgesellschaft vor dem Rathaus vorbei. Die rotten sich da täglich zusammen - von wegen Standesamt und Ja-Wort und so weiter. Krüppel - manchmal schwer zu ertragenZufällig kam ich mitsamt Rollator der Ganz-in-Weiß-Braut und ihrem Gefolge recht nahe. Mal ganz ehrlich: Würde ich mich nicht ohnehin als Krüppel sehen und gelegentlich auch so bezeichnen (auch als Reminiszenz an die provokative querdenkende Krüppel-Bewegung der 1970er Jahre) - in den Augen der (hoffentlich) glücklichen Braut hätte ich spätestens gesehen, dass ich Krüppel bin: Sie konnte meinen Anblick nicht ertragen. Ein winziger Augenblick - und schon schaute sie fast ruckartig weg. So einer wie ich an ihrem Siebter-Himmel-Tag - das durfte nicht sein. Wie gesagt: Ich versuche, so gut es geht, nicht aufzufallen.Aber ich verstecke mich auch nicht. Vielleicht mache ich morgen mal einen Testlauf bei einer Beerdigung. Mal schaun, wie die reagieren. Stimmt schon: Krüppel werden ist nicht schwer, Krüppel sein dagegen manchmal schon. Nun gut, ich übe fröhlich weiter.© 2010 Norbert Maas | 13.10.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mit guter Fee sprachlos über Barrieren | Mit guter Fee sprachlos über Barrieren Mal ganz ehrlich: Alle Welt redet von Barrierefreiheit - vor allem die nicht behinderten Politiker, wenn sie beweisen wollen, dass sie manchmal doch so eine Art soziales Gewissen haben - die behinderten Politiker reden weniger davon: Wo kämen wir denn auch hin, wenn ein Politiker über etwas zu reden begänne, wovon er auch etwas versteht; außerdem leben Politiker mit Handicaps so gut wie barrierefrei: DAFÜR sorgen sie schon.Wir Normalo-Krüppel leben bis auf weiteres alles andere als barrierefrei - vor allem, wenn wir vor die eigene Tür gehen. Und wenn wir dann auch noch größenwahnsinnig werden und mit den Zügen der Bahn verreisen wollen - dann wird das nicht selten zu einem kleinen Abenteuer-Urlaub – sogar dann , wenn wir mit dem bummeligen Regional-Express nur mal kurz von Braunschweig nach Hannover fahren wollen - zum gemeinsamen Frühstück mit anderen chronisch Kranken zum Beispiel. Immerhin haben wir gleich nach Betreten des doppelstöckigen Zuges die freie Wahl: Wuchte ich nun meinen Rollator sieben Stufen hoch in die Oberetage oder vier Stufen abwärts in das Sousterrain des Zuges, der mich immerhin so gut wie zum Nulltarif bei einmaliger Jahresgebühr von 60 EURO in die nahe Umgebung bringt? Eine Grundsatzentscheidung.Ich - Bangbüx, die ich zunehmend mit munter fortschreitender Krankheit werde - entscheide mich mal wieder für das Kellergeschoss des Zügleins: Der Nachteil der geringeren Aussicht über die ohnehin nicht gerade postkartengerechte ausgeräumte Landschaft aus der oberen Etage, nur unterbrochen von toten Kanälen und Kittelschürzensiedlungen, wird in meiner Phantasie mehr als ausgeglichen durch eine möglicherweise über Weiterleben oder allzu frühen grässlichen Unfalltod entscheidende geringere Fallhöhe, wenn der Regio 10:20 Uhr ab Braunschweig, an 11:05 im Hauptbahnhof der niedersächsischen Landeshauptstadt unterwegs gottbehüte entgleisen und umkippen sollte. Außerdem habe ich unten bessere Sicht auf zwar phantasiefreies Graffiti-Mauerwerk, das aber durch den optischen Strobo-Effekt beim Vorbeifahren doch noch zum verwischten Kunstgenuss gerätAlso ab in den Zug-Keller. Das Gehwägelchen habe ich mehr oder weniger schwungvoll nach unten befördert; jetzt nur noch einen bequem Sitzplatz suchen. Ein halbes Bahn-Herz für Behinderte Die Bahn hat ja zumindest ein halbes Herz für uns Behinderte: An barrierefreien Ein- und Ausstieg ist zwar nicht zu denken- aber, hat man das Großraumabteil erst mal erreicht, sind immer ein paar kuschelige Plätzchen für uns und unsere Fortbewegungshelferlein auf Rollen reserviert.Eigentlich. Eigentlich, weil: Erstens kommt es bekanntlich (fast) immer anders - und zweitens als man denkt. In den ICE-Boliden bin ich es ja schon gewöhnt, dass die Sonderabteile für Schwerbehinderte und ihre versorgungsamtlich anerkannten Begleiter mit dem "b" im Schwebi grundsätzlich pickepacke voll besetzt sind. Die angeblich Nichtbehinderten sind nämlich alle, alle auf höchst mitleiderregende Weise ebenfalls behindert: Sie sind ausnahmslos blind wie die Maulwürfe und übersehen den - zugegeben nicht besonders auffälligen Hinweis an der Abteiltür, dass hier nur Eintritt hat, wer amtlich beglaubigt und bestempelt behindert ist.Ich bin ein kommunikationsfreudiger und nach Überleben der Pubertät vor rund 50 Jahren auch nicht übertrieben schüchterner Mensch. Aber ich hasse es aus tiefster Seele, den Hilfssheriff und Ordnungsliebenden zu mimen und Mitmenschen auf ein Fehlverhalten hinzuweisen.Ich bin nicht der "Knöllchen -Nobs"Ich komme mir dann immer vor wie der durch mancherlei Medien traurig berühmt gewordene "Knöllchen-Horst" aus dem Harz-Städtchen Osterode und seine Brüder und Schwestern im Geiste, die es überall gibt, wo ein Fensterbrett samt Kissen zum Rauslehnen und Rausäugen einlädt. Deren Lebensinhalt und einziges Mittel, das unterentwickelte Selbstwertgefühl aufzupolieren besteht darin, Falschpar | 7.10.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Vereine vereinen - die vereinten | Vereine vereinen - die Einigen Mal ganz ehrlich: Gemeinsam sind wir Schwachen stärker. Diese ebenso simple wie tiefe Wahrheit aus der Welt der Gewerkschaft gilt nicht nur für Arbeiter und Angestellte; auch benachteiligte Minderheiten wissen das längst und rotten sich munter zusammen, um so wirksamer und nachhaltiger als im Alleingang ihre Interessen zu vertreten.Zunächst geschah die Gemeinsamkeit der Minderheiten bevorzugt in chaotisch-kreativen Selbsthilfegruppen - ausgesprochen unordentlich, nach den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft meist eher suboptimal, aber sprühend vor Leben, mit Freude am Streit, dabei ebenso fröhlich austeilend wie gutmütig grinsend einsteckend und vor allem ohne den kranken Ehrgeiz zu "gewinnen".Auf Dauer ging das natürlich nicht gut - ist die überwiegende Mehrheit der chronisch Kranken doch nun einmal eher im Bravgutbürgerlichen fest verankert und meidet das Chaos wie der Teufel das Weihwasser. Und was macht ein guter deutscher Mensch: Er sucht sich eine Handvoll Gleichgesinnter, schreibt irgendwelche Satzungen und Geschäftsordnungen ab - und läßt sich fein ordentlich mit einem ordentlichen Stempel (besser zwei oder drei) amtlich eintragen: Als Verein.Gute deutsche Vereine zeichnen sich durch gute deutsche Tugenden aus: Da wäre zu nennen_Trinkfestigkeit, bevorzugt bei Kegel- und sonstigen Sportvereinen Außerdem: Militärische Zucht und Liebe zur Uniform: Schützen- und sonstige Trachtenvereine Und vor allem: Gehorsam und Obrigkeitsdenken, respektive Einordnen in hierarchische Strukturen - das gilt für den Verein an sich. Und: Vereine sind in sich paradox - und das ist eine ihrer größten Stärken: Einerseits sind sie überwiegend gesellschaftlich angepasst und staatsfromm. Gleichzeitig setzen sie sich über die Prinzipien der Demokratie und des Rechtsstaat hinweg - ohne es selbst wahrzunehmen verhalten sie sich nicht selten eigentlich verfassungsfeindlich.So ein Verein funktioniert perfekt - nach bewährten ganz einfachen Regeln:Funktionsträger kritisieren? Nein danke Alle sind sich einig - Vereine vereinen nun mal die Einigen; das Wir- Gefühl steht über allem.Der Vorstand hat immer recht. Vorsitzende sind Vorgesetzte, also Respektspersonen. Funktionsträger stehen außerhalb jeder Kritik.Außenseiter und Andersdenkende werden nur geduldet, wenn sie brav sind oder zumindest einsichtig.Mit diesen paar Spielregeln wurde der deutsche Verein zum Erfolgsmodell und rettete seine ehernen Prinzipien aus der Kaiserzeit in die unselige Demokratie mit so lästigem den geregelten Betrieb nur störenden Bei- und Teufelswerk wie Mehrheitsentscheidungen und Rechtsstaatlichkeit ohne diese Zutaten hinüber.Aber: Dass solche Gebilde die Selbsthilfebewegung "besetzten" war der Anfang vom Ende.Große Patienten-Organisationen mutierten seither als herkömmliche Vereine zu Lobby-Instrumenten der Pharmaindustrie - statt diese kritisch zu begleitenMobbing-NährbodenUrsprüngliche "Urformen" einer neuen basisdemokratischen Kommunikationsebene, besser bekannt als Internetforen, wurden zur Spielwiese von Vereinsklüngeln, die jegliche demokratischen Instrumente empört weit von sich weisen und auf schwammige, nach Wunsch dehnbare "Netiquette"-Regeln ausweichen, die der Willkür von Cliquen und Seilschaften Tür und Tor sperrangelweit ôffnen - ein idealer Nährboden für den uralten Volkssport mit neuem Namen: das fröhliche Mobbing-Spiel.Unbequeme, aufmüpfige, rotzfreche Außenseiter haben in solchen Gebilden keine wirkliche Chance. Sie stören die Ruhe, zwingen zum Nachdenken über Sinn und Unsinn der eingefahrenen Gleise, scheuchen gar heilige Kühe über das aalglatte Eis von Friede-Freude-Eierkuchen und Obrigkeitsgläubigkeit.Vereine sind Horte der Gemütlichkeit. Sie geben Menschen mit Bereitschaft zur Gemeinnützigkeit und dem Drang, Bedeutung zu erlangen sowie über andere zu bestimmen, die Gelegenheit sich einzubringen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Problematisch: Es ist | 23.9.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Der kranke Hypochonder | Der kranke Hypochonder Mal ganz ehrlich: Ich bin bekennender, aber einigermaßen kritischer Hypochonder. Das funktioniert ganz einfach: Höre oder lese ich von einer, möglichst dramatischen, Krankheit, bin ich auch schon begeistert. Flugs entdecke ich nach intensivem In-mich-Hineinhorchen und - fühlen die wesentlichen Symptome des wunderbaren neuen Leidens an und in mir.Kritischer Hypochonder bin ich, weil ich mir die ganzen schönen neuen Krankheiten dann doch meist nicht wirklich glaube.So weit ist das einigermaßen kompliziert, aber nicht weiter wild. Bekanntlich ist die Empfänglichkeit für immer wieder neue Zipperlein und eine ausgeprägte allgemeine Feinfühligkeit ganz normaler Bestandteil einer ausgeprägten starken Männlichkeit, also stinknormal für meinereiner (böse Frauenzungen nennen diese männliche Sensibilität allerdings in bester Gendermobbingmanier eine "mimosenhafte Überempfindlichkeit"). Die liebenswerte Eigenart des phantasievollen Erlebens gesundheitlicher Abweichungen in diese oder jene Richtung wird allerdings zum Problemfall, wenn Experten beginnen, sich damit zu befassen. Bei Ärzten gibt es zwei Möglichkeiten:Spaßbremse in Weiß Entweder: Sie entlarven den lustvoll leidenden Hypochonder in bester Spaßbremser-Manier gnadenlos als Simulanten.Oder: Sie sind gutgläubiger als der eingebildete Kranke selbst (wie gesagt: ich zähle mich zu den eher vernünftigen, kritischen Hypochondern und traue mir nicht recht über den Weg). In diesem, dem Patienten zugewandten Fall stellen die Weißkittel dann nicht selten allerlei lustige Diagnosen.So war das auch vor mittlerweile eineinhalb Jahren bei mir: Unerklärliche Erschöpfungszustände, unklare Glieder- und Gelenkschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, und - war da nicht auch ein bisschen Tremor dabei? Eigentlich alles, was so ein Parki im Standard-Angebot hat.Mit diesen, zugegeben schulmedizinisch nicht schubladengerechten Symptomen, eilte ich von Arzt zu Arzt - und bekam unter anderem folgende, fachmedizinisch im Brustton der halbgöttlichen Weis(s)heit vorgetragene, dabei jegliche Hypochonder- Phantasie beflügelnde Verdachtsdiagnosen: sie reichten von einer Art Säuferwahnsinn über die (benachbarte) sich entwickelnde Demenz bis hin zur Hirnzersetzung. Ach so, auf Parkinson tippte erst mal niemand - na ja: Knapp vorbei ist auch daneben.Und das wohlgemerkt bei einer sich munter entwickelnden Krankheit, die ich selbst allerdings damals noch zu einem gewissen Prozentsatz für ein Produkt meiner Hypochondrie hielt.Was kann einem Hypochonder in solcher Situation besseres (oder schlimmeres) zustoßen - als endlich ganz einfach nur krank zu sein?Zugegeben: Der Spaßfaktor ist in der hypochondrischen Phase irgendwie höher. Und der unermüdliche Kampf gegen Selbst-und Fremdzweifel Richtung schnödes Simulantentum fehlt dann auch irgendwie im mentalen Fitnessprogramm, wenn es irgendwann heißt: Tut mir leid, aber Sie haben sich einen stinknormalen Feld-, Wald- und Wiesen-Morbus Parkinson eingefangen.Nix Säuferwahnsinn (von wegen Zittern und Torkeln), nix Demenz (den Gefallen tu' ich meinen Kritikern - noch – nicht).Einfach nur krank Aber es ist doch, alles in allem, ausgesprochen wohltuend und beruhigend zu wissen: du bist und bleibst einfach ganz solide krank.Und ganz nebenbei bemerkt: Der simple Morbus Parkinson hindert mich ja nicht wirklich daran, meiner empfindsamen sowohl psycho- als auch somatischen Kreativität immer wieder mal freien Lauf zu lassen. Neulich hörte ich zum Beispiel von einer ganz tückischen Sache: Chronisches Erschöpfungssyndrom(CFS). Also, ich könnte schwören, zwei der drei typischen CFS-Symptome spüre ich ganz deutlich. Aber gottlob: Ich bin ja ein kritischer Hypochonder. Ich glaub mir einfach nicht.Ich gebe zu: Ein bisschen schade ist es schon, dass dieses praktische Prinzip bei meinem Parkinson jämmerlich versagt hat. Irgendwie hatte ich ja wohl doch gehofft, dass auch diese Diagnose meiner Ph | 15.9.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Behindert und schwer erziehbar | Behindert - und schwer erziehbar Mal ganz ehrlich: Ohne gut ausgebildete kompetente Pädagoginnen und Pädagogen wären wir geistig arm dran. Bildung tut not - nicht nur im anhaltenden Bildungsnotstand. Und um die „klassischen Pädagogen“, unsere Lehrerinnen und Lehrer, geht es auch gar nicht an dieser Stelle. Die sind ein Kapitel für sich – und wenn sie sich zum Affen machen wollen, dann gehen sie zum Millionärs-Jauch.Aber Pädagogen sind ja viel mehr als unsere hochverehrten Lehrer (die aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen iom Badischen als „Haag-Seicher, hochdeutsch: Hinter den Hecken Urinierende“ bezeichnet werden:Pädagogen haben längst die Kinder- und Schulstuben verlassen, und auch die Bedeutung der Erwachsenen(Fort-)Bildung dürfte unbestritten sein.Problematisch wird es aber immer dann, wenn mündigen selbstbestimmten Menschen nicht Bildung angeboten wird, sondern -pädagogisch verbrämt- über ihren Kopf hinweg bestimmt wird, was ihnen gut tut und was nicht - auf gut deutsch: wenn sie "erzogen" werden sollen.Das beginnt mit (Vor-)Urteilen, die immer weit verbreitet sind: Von der Fürsorge bis zur Erziehung Danach bedürfen Behinderte seit jeher einer besonderen Fürsorge - das haben "Sozialexperten" und Pädagogen irgendwann mal beschlossen.Nun ja: gegen dieses entmündigende Betüddeln können wir uns ja (hoffentlich) wehren.Darüber hinaus sind Behinderte wie gesagt ein begehrtes Betätigungsfeld für "Erzieher" aller Art. Die Profis hüten sich natürlich, von "Erziehung" zu sprechen - das wird dann verharmlosend umbenannt: In pädagogische oder soziale - oder gleich sozialpädagogische - "Begleitung"; etwas ehrlicher wird zuweilen auch von "Betreuung" gesprochen.Ich kenne nicht wenige Diplom- und Sozialpädagogen, die bekommen (zumindest innerlich) ein Glitzern ins examinierte Auge, wenn sie einen Menschen mit Rollstuhl oder Rollator auch nur von Ferne erspähen. Und wenn sie selbst, die Pädagogen, dann auch noch an einer unter dieser Spezies weit verbreiteten Berufskrankheit leiden, dem Helferleinsyndrom (oder einer sonstigen Weltverbesserungspandemie, gegen die es keinen ausgetesteten Impfstoff gibt), dann, ja dann sind die Aussichten für den Behinderten, der ihnen in die beruflichen Fänge gerät, eher düster.Wenn in einer lebhaften Internetforum-Diskussion eine solche ganz spezielle pädagogische Fachkraft einem unbequemen Gesprächspartner einen 13-teiligen Fragebogen auf den Bildschirm knallt, der gefälligst abzuarbeiten sei, dann stellt sich schon die Frage: Ist das nun ein unbewusst Amtsschimmliges "Ich frage - Du antwortest gefälligst-Spielchen"? Oder doch nur schlecht verdautes Pädagogen-Gehabe?Haken wir es unter unbewusster, ein wenig ausgerutschter Aufwertung des möglicherweise angekratzten erzieherischen Selbstwertgefühls ab.So weit, so Petitesse -und eher erheiternd, jedenfalls nicht besorgniserregend.Ganz und gar nicht heiter, aber von derselben fürsorglichen Gutmensch-Geisteshaltung getrieben ist aber folgende Begebenheit aus dem sozialpädagogischen Alltag in einer stationären Einrichtung:Genuss-Pädagogik oder Sado-Spielchen? In bester pädagogischer Absicht kommt da ein Profi auf eine geradezu aberwitzige Idee: Wie, so fragte sich diese pädagogisch fachhochschul- examinierte Betreuerin, kann ich sondenernährten Behinderten mehr Lebensqualität (in Fachkreisen chic LQ gekürzelt) oder einfach nur mehr Lebensfreude (LF) verschaffen?Eine an sich ja berechtigte und erfreuliche Frage. Die Antwort, die dieser kreative akademische Profi fand, könnte allerdings aus dem kleinen Einmaleins für Sadisten in der SM-Grundschule stammen. Wie alle wirklich genialen Ideen war das LQ-Verbesserungsmodell der jungen Dame relativ einfach: sie ließ die weitgehend dementen sondenernährten Behinderten (die sich praktischerweise nicht wehren konnten) an Geschmacksstäbchen lutschen. Von Bratengeschmack bis Vanillesauce war alles im Repertoire. LECKER!Oh, was haben d | 9.9.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Honeymoon - na und denn? | Honeymoon - Na, und denn? Mal ganz ehrlich: Wir chronisch Kranken wollen alle nur das Eine- dass wir trotz und mit unserer Krankheit so lange wie möglich so "normal" wie möglich leben. Je nach Empfindlichkeit und Wertung des individuell geradezu gummiartig dehnbaren schwammigen Begriffs "Lebensqualität" (neudeutsch kurz LQ) nehmen wir diese oder jene Einschränkung mehr oder weniger gelassen bis schnoddrig hin. "Das bisschen Tremor - na und?“ Oder "Mit meinen Medis bin ich so gut wie neu".Und dann gibt es ja noch den wunderbaren Honeymoon, die "Flitterwochen". Geflittert wird zwischen uns Parkinsonkranken und unseren (während dieser Zeit) hochwirksamen Medikamenten. Wenn wir ein klein wenig Glück haben, dauern diese Flitterwochen durchaus ein paar glückliche Jahre an.Ich genieße, wie fast jeder Parkinsonkranke, meinen Honeymoon. Mein Zittern empfinde ich allenfalls als lästig, und mein Fortkommen ist nicht auf den Schnecken-Rollator beschränkt. Bewegtes Glücksgefühl pur beim Radfahren und Nordic Walken - wenn auch mit eingebautem Tempolimit. Und wenn es mich mal umhaut - so what: Ich bin ein Stehaufmännchen und humple fröhlich mit angeknackstem Knöchel weiter. So weit so honey.Aber was erwartet mich, was erwartet andere Parkinsonkranke nach den Flitterwochen oder -jahren?Auch da kennen wir uns ganz gut aus. In Internetforen und bei Treffen mit anderen Betroffenen lernen wir andere chronisch Kranke kennen, die wissen warum Kurt Tucholsky 1930in der "Weltbühne" über die Nach-Honeymoon-Zeit schrieb: "Es wird nach einem Happyend im Film jewöhnlich abjeblendt. Man sieht bloß noch in ihre Lippen den Helden seinen Schnurrbart stippen – da hat sie nun den Schentelmen. Na, und denn-? Denn is' Schluss mit lustig und flittern - bei Morbus Parkinson wie im Liebesleben mit und ohne lippenstippendem Schnurrbart.Und über diesen Parkinson-Alltag mit seinen zunehmenden Behinderungen reden und schreiben wir ja gern, tauschen uns ausführlich und fast immer ermutigend und positiv nach vorne blickend untereinander aus.Nach vorne ...Um mit Tucholsky zu sprechen:"Da ham wa nu den jimmy-Män - Na und denn?Was kommt zum Schluss?Ja, was kommt dann? Wie geht es weiter? Wie geht es zu Ende? Gute Frage und - mal ganz ehrlich: Eine bange Frage.Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit sind Parkinsonkranke wie zum Beispiel ich selbst bei der Beantwortung wohl eher auf beruhigendem Terrain. Wer spät erkrankt, wer von einer eher tremorbetonte Ausprägung des Morbus Parkinson betroffen ist und wer dazu noch das Quäntchen Glück eines nicht allzu späten und nicht parkinsonbedingten Endes hat (wie wär's mit einem gnädigen plötzlichen Herztod?), der bräuchte sich über den weiteren Verlauf seiner chronischen Krankheit eigentlich keine Gedanken machen.Eigentlich.Mache ich aber doch - wie viele andere, die mehr "vernünftige" Grübel-Gründe als ich haben, wahrscheinlich auch.Aber warum fragt keiner? Warum reden und schreiben wir nicht über diese unbeantworteten Fragen? Über unsere Ängste?Viele wollen es wohl gar nicht wissen. Was kommt, das kommt eben. Gewiss eine kluge Einstellung – ermöglicht sie doch, so positiv wie möglich im Hier und Jetzt zu leben.Und dann gibt es ja noch das tröstliche Wissen: "Am Parkinson stirbt man nicht"Richtig - aber da fangen wir dann doch an, uns etwas in die bange Büx zu lügen.Ich behaupte - und schließe damit nicht von mir auf "alle", aber doch auf viele: Die Gedanken darüber, wie es mit uns und unserer chronischen Krankheit zum Ende kommt - und die Angst davor sind in uns- unabhängig ob, wie und wie erfolgreich wir verdrängen. Ich will's wissen Ich jedenfalls will so gut wie möglich vorbereitet sein, wenn es ganz dick kommt. Und ich habe eines erfahren:Wer sich auf den Weg macht, sich über schwere, quälende Krankheitsverläufe zum Beispiel bei Parkinson umfassend zu informieren, trifft auf eine Mauer der Zurückhaltung, des Schweigens, des Verschweigens.Aber ich habe | 2.9.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Von Ikonen und Menschen | Ruhig mal am Ikonen-Blattgold kratzenMal ganz ehrlich: Ikonen sind genau das, was sie immer schon waren - schöne Bildchen. Aber mehr auch nicht. Ihr Wert lässt sich am ehesten in EURO bemessen. Wer sich mit ihnen schmückt, darf darüber hinaus meist mit mehr oder weniger Imagegewinn rechnen. Wikipedia umschreibt es so: "Der Zweck der Ikonen ist, Ehrfurcht zu erwecken und eine existenzielle Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Dargestellten zu sein ..."Ach so - Die Internet-Besserwissermaschine meint mit ihren wohlgesetzten Worten zwar durchaus Ikonen, aber nicht die, um die es hier gerade geht. Mit Ikone war ursprünglich ja wörtlich aus dem Griechischen übersetzt das (Ab)Bild gemeint, meisterlich gepinselt, kostbar und reichlich mit Blattgold aufgemotzt. Abgebildet und bildlich regelrecht angebetet: Gott höchstpersönlich und Heilige.Und auch daran hat sich nicht viel geändert bei den Ikonen der Jetztzeit. Ob nun die Monroe, Michael Jackson oder Mütterchen Teresa: Sie alle werden auf ihrem Gebiet als gottähnlich oder "Heilige" verehrt und gewinnträchtig vermarktet - sei es als Sex-Göttin, gottähnlicher König des Pop oder mittlerweile selig gesprochene Slum-Gutfrau und Sterbehelferin.Was bei den griechisch- und russisch-orthodoxen Heiligenbildchen streng verpönt ist, gilt bei den Gläubigen der modernen Ikonen ebenfalls als geradezu gotteslästerlich: Das respektlose Kratzen am Blattgold.Ich kann's aber nun mal nicht lassen: Verpöntes juckt mich - ich kratz einfach mal ein bisschen.Vorweg gesagt: Die hübschen Bildchen lassen die wahren Gläubigen sich eh nicht verschandeln - ob nun ein widerborstiger Kreuz- und Querdenker sich da ein bisschen vom schön glänzenden Blattgold unter die ansonsten sauberen Fingernägel kratzt oder nicht.Für alle anderen - die ohne Scheuklappen oder knallrosarote Brillen: Hinter Ikonen werden Menschen versteckt - mit denen ließen sich nämlich kaum Geschäfte machen (in Euro und Cent oder als Imagegewinn).Dabei finde ich den Mensch hinter dem Ikonen-Geglitzer viel spannender - und glaubwürdiger.Gebrochene Ikone - in Betten geludertDie Sexgöttin Marilyn ist ja ganz nett - aber sowas von künstlich, da bleibt mir jegliche Erotik sonst wo stecken. Ein Bild im Spind, eine Vorlage für pubertierende Knaben beim sich Ausprobieren – das war’s auch schon.Nicht so klinisch-künstlich und letztlich steril wie die Ikone MM war der Mensch Norma Jeane Mortenson (die bigotte Oma schmuggelte Klein Norma Jeane als "eheliche" Baker ins Kirchenbuch).Norma Jeane fasziniert - als Gebrochene, die in prominenten Betten vom Baseball-Helden DiMaggio über den Literaten-Halbgott Arthur Miller bis hin zu den Mächtigen der Nation, den Kennedy.Brüdern, Liebe suchte und doch nur als Matratze geludert wurde. Ganz anders als in der cineastischen Glamour-Scheinwelt fasziniert Norma Jeane auch in ihrem rätselhaften Ende: War es nun finaler Liebeskummer oder eine tragisch-verkorkste Medi-Alk- Orgie? Wie auch immer: Ein Mensch hinter der Ikone MM.Ein Mensch - wie das arme Luder, das sich hinter den King of Pop verbarg. Einer, der es wahrscheinlich nie ganz in die Pubertät geschafft hat. Einer, der Täter und Opfer war, der so erbärmlich verreckte, wie er sich hinter der Ikonen-Kulisse in seiner Lebenslüge verleugnete, der nie er selbst sein durfte. Ein Mensch.Ecce homo Und auch die selige Mutter Teresa - auch diese Ikone der Kirche: Mehr als die Ikone, die gerade 100 Jahre alt wird – auch sie ein Mensch – ecce homo.Sie fasziniert in ihrem Glaubenszweifel. Die Heiligen-Ikone der Gossen von Kalkutta -ein medienwirksames Zerrbild ihrer selbst. Und auch Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, so ihr bürgerliocher Name, ist ohne das Blattgold des Friedensnobelpreises und der Turbo-Seligsprechung glaubwürdiger:Das albanisch-stämmige Töchterlein aus wohlbetuchtem Haus, ziemlich durchgeknallt in ihrem religiösen Wahn, gepaart mit einem ausgeprägten Helfersyndrom - und einem Selbstdarstellerzwang, | 25.8.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Mit Jimmy open air im Park: Das rockt auf der Himmelstreppe | Mal ganz ehrlich: Open air ist auch nicht mehr das, was es mal war. Meine frühen Erinnerungen an diese spezielle Sommerfrische-Erfahrung sind höchst widersprüchlich.Rückblende August 1962. Koblenz. Der Rhein brennt. Boaaah. Kultureller Höhepunkt die schwimmende Bühne auf dem weinselig durchtränkten Väterchen Rhein. Irgendwas Lehaariges, verkorkster Adliger in etwas spack sitzendem Frack auf dem Weg ins verruchte Pariser Nachtleben - Maxim hieß der Edelpuff wohl. So richtig gerockt hat das nicht.Vorne Cocker – hinten KaiserZeitsprung. Als dann in den frühen 80er Jahren Joe Cocker sturzbetrunken beim Rock vor der Kaiserpfalz in Goslar von der Bühne stürzte und sich nur den Arm brach - da haben wir weniger den whiskygetränkten Barden als vor allem uns selbst bemitleidet: War es doch das vorzeitige Ende eines Mörder-Gigs: Vor uns Joe, der Cocker, der uns gerade noch mit seiner genial-spastischen Gestik und "with a little help" nicht nur seiner Freunde, sondern auch der Schabau- Buddel den Blues gegeben hatte. Hinter uns waberten gut tausend Jahre gemauerte kaiserliche Geschichte.Open air - das war (und ist wohl immer noch) nicht nur die Live-Mucke, sondern eben auch der ganz besondere Raum unter freiem Himmel.Rockalgie pur.Ich neige eher weniger dazu, in orgastischen Erinnerungen an "gute alten" Zeiten zu baden (Orgasmen kommen nun mal im Hier und Jetzt immer noch besser). Mit dem Pinball-Wizard auf dem MarsfeldAber wenn ich den Moment vor gut 40 Jahren heraufbeschwöre (schon wieder eine Rückblende - wir sind jetzt bei ungefähr 1970 gelandet) , als ich mich auf einer sommerwarmen Wiese musikalisch alles andere als sanft aus einem Mittagsschläfchen wecken ließ - das war sex and drugs and rock 'n roll in Reinsubkultur. Ach so, die Wiese, auf die ich mein vin-rouge-müdes Haupt gebettet hatte, das waren die champs de mars mit dem Eiffel-Turm in Paris, und die Mucker, die mich da ebenso lautstark wie genial weckten, das waren The Who, damals der Haupt-Act bei der "Fête de l'Huma", dem Sommerfest der Kommunistischen Zeitung "l'Humanité".Hatte ich erwähnt, dass persilweiße Schäfchenwolken auf knallblauem Himmel über den Eiffelturm trieben als mich Pete Townshend und seine Jungs mit ihrem Pinball Wizard aus wer was für Träumen holten? Ich schwöre sie waren persilsauber (die Wölkchen, nicht die Who - und meine Träume wohl auch nicht)Es gilt ja mittlerweile als eher uncool, gute alte Zeiten als gut zu empfinden und sie auch noch so zu nennen. Aber so war das eben damals.Nicht schlecht irgendwie - inklusive der Smash-Orgie, mit der Pete und sein Kumpel Keith Moon in guter alter The Who-Tradition das gigantische open air-Spektakel im Schatten des Eiffel-Turm ausklingen oder eher -splittern ließen.Und heute?Joe Cocker säuft nicht mehr (hoffentlich), aber er steht noch auf den Bühnen dieser Welt, all die anderen sind auch mit unsereiner alt und ein bisschen klapprig geworden - und können's nicht sein lassen. Der Rock stirbt eben nie - sagt man wohl - ich halte ehrlich gesagt die Herren Bach und Mozart letztlich doch für langlebiger.Um aufs Thema zurückzukommen: Ihr findet mich heute nicht mehr vor den haushohen Boxen-Türmen an der Bühne, um den Sound nicht nur zu hören, sondern auch ganz tief da drinnen bis in die Testikel zu spüren.Das geht nicht mehr. Die Krankheit läßt es nicht zu.Schade? Ja.Aber das Leben, es rockt immer noch. Auch mich. Ich bin nur bescheidener geworden. Die Lautsprecher-Türme schrumpften zu kleinen Kopfhörern (verdammt, wer erfindet endlich mal Stöpsel, die auch in meine offenbar anatomisch missratenen Ohrmuscheln passen und nicht immer raus flutschen?)Die Rocker, die habe ich selbst radikal geschrumpft. Sie passen locker in meinen mp3-Player. Dafür torkeln sie auch nicht im Vollrausch aus dem Speicher des Geräts wie früher von der Bühne. Würden sie es virtuell versuchen, könnte ich sie mit einem Knopfdruck zur Raison bringen. Und den Graf Danilo habe ich n | 18.8.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Auf in den Kampf Rollero - Olé? Nee | Mal ganz ehrlich: Der Behinderte von Welt an sich zeichnet sich ja durch besondere Fitness aus. Mobil war gestern - hypermobil ist heute angesagt.Das beweisen nicht nur bewegungsgestörte Jogger, Ultrawanderer, Marathonläufer und alpenstürmende Radler.Das muss doch zu toppen sein. Vielleicht sollte ich mich ja mit meinem Rollator in eine Stierkampfarena wagen – als Rollero sozusagen. Noch ist das volksbelustigende Show-Schlachten ja nicht allenthalben auf der iberischen Halbinsel verboten.Auf die chice Idee, die jeden spitzensportenden Parki quietschgelb vor Neid machen dürfte, brachte mich eine Fernseh-Reportage. Portraitiert wurde eine Truppe kleinwüchsiger Stierkämpfer. Sie treten in Venezuela im Vorprogramm ihrer großgewachsenen Torero-Kollegen auf - zur Belustigung des geneigten Publikums, das schenkelklopfend und johlend Wetten darauf abschließt, ob die Behinderten da unten in der Arena dem Stierhorn entkommen oder nicht.Menschenverachtend. Brechreiz. Moralische Entrüstung.Klarer Fall.Aber was ist mit den Behinderten, die da zur Pöbelbelustigung nicht nur ihre Würde und ihre Knochen, sondern auch ihr Leben aufs Spiel setzen? Wie können die sich nur so zum Drops machen?Verständnislosigkeit beim Mitbehinderten vor dem Fernsehschirm macht sich breit.Zunächst.Dem folgt schnell tiefe Stille und Nachdenklichkeit.Kleine große Helden Für die kleinwüchsigen Stierkämpfer ist der lebensgefährliche Sport nämlich - Arbeit, ein Knochenjob im eigentlichen Sinn des Wortes - und ein gut bezahlter sozialer Aufstieg obendrein. Sie klettern mit ihrem selbstmörderischen Job auf der Behinderten- Erfolgsleiter in geradezu schwindelnde Höhen auf.Wirklich verstehen kann ich das aus meiner mitteleuropäischen Sicht nicht, aber ich empfinde doch Respekt vor den kleinwüchsigen Helden.Warum ich den Hut vor den kleinen großen Helden ziehe -für die zweifelsfreien Spitzenleistungen der Parki-Helden auf Mountainbikes und in Nike-Schuhwerk mit ihrer Kilometerjagd aber allenfalls ein ziemlich gequältes Lächeln erübrige?Die Mini-Toreros überfordern sich aus sozialer Not(wendigkeit); ihnen bleibt kein anderer Weg, halbwegs menschenwürdig zu leben - paradoxerweise, indem sie in Kauf nehmen, menschenverachtend vorgeführt zu werden.Selbstwertgefühl hochquälen? Und unsere hypermobilen Parkis, die sich über 60 Kilometer Fußweg oder allen behindertenbedingten Gegebenheiten trotzig gegenanstrampelnd über Gebirgspässe quälen?Klar, sie sind freie Menschen - und wenn es denn dem (krankheitsgebeutelteten) Selbstwertgefühl auf die Sprünge hilft - meinetwegen. Aber bewundern kann ich unsere Mitbehinderten, die ohne jede Not (wie jeder Leistungssportler) ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, nun wirklich nicht.Ich jedenfalls werde mit meinem Rollator einen weiten Bogen um jede Stierkampfarena machen – nicht nur aus Tierschutzgründen.Ehrlich gesagt: ich bin auch ohne Spitzenleistung und Quälen über meine Grenzen was wert.Rollero olé - neeeNorbert Maas | 12.8.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Zur (Bahn)Strecke gebracht | Mal ganz ehrlich: Chronisch Kranke fahren nicht schlecht mit ihrem Leiden - zumindest, wenn es ihnen richtig dreckig geht. Dann verleiht das gütige Väterchen Staat ihnen nach mehr oder weniger gedehnter Geduldsprobe und unberechenbaren Bürokraten-Hürden nämlich den - Schwerbehindertenausweis, von seinen stolzen Besitzern liebevoll "Schwebi" genannt.Und wer neben diesem und jenem Zipperlein nachweislich auch noch besonders schlecht zu Fuß ist, dem stempeln die netten Staatsdienerchen auch noch großzügig ein unübersehbares "g" in das amtliche Zeugnis des Verfalls.Und dieser unscheinbare Buchstabe hilft uns Krüppeln wirklich auf die Sprünge - vor allem, wenn wir nicht auf dem platten Land leben: Dürfen wir doch (für 60 EURO im Jahr) in Bus und Straßenbahn steigen, so oft uns danach ist, weil uns schon der Gang in die Stadt zum strapaziösen Jakobsweg wird - und das, ohne einen Cent dazu zu bezahlen.Seit ich den "Schwebi" mein Eigen nenne, ist mir nicht nur endgültig, weil amtlich mit Brief und Siegel bescheinigt, klar gemacht worden, dass ich nicht mehr zu den fitten, stromlinienförmigen energiestrotzenden Ewigjungdynamikern auf der Überholsupr gehöre - in dem Club war ich eh nie.Ich mutiere seither tatsächlich zum - allerdings nicht sonderlich ideologisch verbrämten - Autoverweigerer. Ich habe tatsächlich ziemlich fix gelernt, in welche Bus- oder Tramlinie ich einsteigen muss, um stressfrei in die City und zurück zu kommen; ich gebe allerdings zu, dass für mich als bis dato Automobil-Junkie der Umstieg in den Linienverkehr erst mal so eine Art ÖPNV-Dschungelcamp war.Hübsch langsam - und ohne Kaputt-Klimaanlage Aber dann haben das Versorgungsamt und die Deutsche Bahn mich zur Strecke gebracht - mit einem Streckenverzeichnis. Das flatterte mir heute nämlich ins Haus. Das "g" im Schwebi gibt mir nämlich zusätzlich zur Bus- und Bahnfahrt in der Stadt zum Nulltarif auch das Privileg, mit der guten alten Eisenbahn im Umkreis von 50 Kilometern um meinen Wohnort über die Gleise zu rattern -hübsch langsam mit Bummelzügen; aber in denen lernt man jede Milchkanne kennen, an denen sie brav anhalten, und sie haben auch keine nicht funktionierenden Klimaanlagen.Das mit dem Umkreis von 50 Kilometern ist aber so eine Sache für sich.Ich halte mich für durchschnittlich intelligent. Aber das höchst amtliche Streckenverzeichnis, an das ich mich zu halten habe und das ich bei meinen Freifahrten mit der Deutschen Bahn auf Verlangen von Uniformträgern nebst Schwebi vorzuweisen habe- dieses Streckenverzeichnis hätte mich beinahe wirklich zur Strecke gebracht. Zumindest zeigte es mir zunächst schmerzlich die Grenzen meiner amtlichen Auffassungsgabe auf.Im Klartext: mich interessiert zum Beispiel vor allem, ob ich von meiner Wahlheimat Braunschweig zugbummelnd mit dem Bummelzug in unsere Landeshauptstadt Hannover freifahren darf.Im Streckenverzeichnis: Fehlanzeige. Stattdessen lese ich da zum Beispiel:Nr 110 Celle - Hannover Wiech-AlleeIch will aber nicht vom Heidedorf Celle in eine ominöse "Wiech-Allee", sondern ganz simpel vom Hauptbahnhof Braunschweig zum Hauptbahnhof Hannover. Und was ist "Nr. 110".Ich will es kurz und relativ schmerzlos machen: Meine Wunsch- Freifahrtstrecke fand ich nach langem Grübeln im amtlichen Streckenverzeichnis unter: Nr. 310 Hannover Wiech-Allee - Eilsleben (Magdeb)Übrigens erntete ich lediglich ein verlegenes Lächeln und ein hilfloses Schulterzucken als ich im höchst amtlichen Seniorenbüro der Stadt Braunschweig hilfesuchend nach der Entschlüsselung des mich an den Rand einer Panikattacke bringenden Streckenverzeichnisses fragte.Schienenküsser mit rostigen Lippen und Chefsekretärinnen Ich bin nach längere Grübeln der Strecke dann doch auf die Spur gekommen: die Nummern bezeichnen die Strecke im traditionellen Kursbuch der früheren Bundesbahn - ein literarisches Werk, das sich früher wirklich nur fanatischen Schienenknutschern nir rostigen Lippen und ausgebufften Chefsekr | 5.8.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Tschätten bei Tschiebo | Mal ganz ehrlich: Sind wir nicht alle ein bisschen cyber?Früher, da haben wir uns unter der Normaluhr getroffen, oder - wenn wir gerade in Hannover waren - "unterm Schwanz" (für arme unbedarfte Ausländer aus dem Rheinland oder Unterfranken: Gemeint ist der Schweif des Rosses vom Reiterstandbild Königs Ernst August I. von Hannover auf dem Bahnhofsvorplatz der niedersächsischen Landeshauptstadt).Die Normaluhr tickt längst nicht mehr - sie wurde durch seelenlose atomuhrgesteuerte Präzisionslangweiler ersetzt, die jegliche Romantik des ersten Treffs erst gar nicht aufkommen lässt. Und "unterm Schwanz" lassen auch die kokettesten hannöverschen Fräuleins ihre schmachtenden Jünglinge schon lange nicht mehr ein gutes halbes Stündchen mit welkendem Blumenstrauß warten - heute kommen sie - genauso berechnend . wie in der guten alten Zeit - verspätet zum "date" am "meeting point" (übrigens nur ein paar Schritte vom stolzen Hoppehoppereiter entfernt im Hauptbahnhof von Hannover.Wer aber wirklich cool sein will, der bemüht sich erst gar nicht in die raue Realität. Wozu haben wir schließlich den Webspace? Da stört kein Regen, kein Schnee oder Hagel, keine sengende Sonne. In der klinisch cleanen Cyberwelt verzichten wir gerne auf so altmodischen Kram wie Natur.Die unendliche grenzenlose Welt der binären Werte ist ungeheuer praktisch. Sie ist immer und überall verfügbar - wenn nicht gerade ein Hacker Spaßbremse spielt.Und wie praktisch: Viel reden müssen wir auch nicht mehr. HDGL und CU ersetzen umständliche Liebesschwüre und herzzerreißende Abschiedsszenen.Gibt es "das da draußen" wirklich? Ist es wirklich nur Scherz und Ironie, wenn wir mal wieder die verträumte Frage in den Cyberspace stellen, ob es "da draußen" denn wirklich das etwas andere Leben gebe in einer Welt zum Anfassen mit echten rauschenden Bäumen, mit duftendem Gras, stinkenden Autoabgasen und unberechenbaren Wetterkapriolen als ewigem Gesprächsthema.Ich gestehe: All das trifft auf mich zu. Noch vor dem ersten rabenschwarzen Kaffee am Morgen checke ich meine Mails. Die Zeitung überfliege ich flüchtig zwischen erstem und zweiten Brötchen, um mich dann in aller Ruhe vor dem Bildschirm nach dem Frühstück in den Online-News quer durch den Cyber- Blätterwald des deutschsprachigen Raums zu klicken von den Flensburger Nachrichten bis zu den Zürcher Neusten Nachrichten.Statt mir wie früher mit Kollegen und Freunden freundliche Unfreundlichkeiten von Mann zu Mann um die Ohren zu hauen, streite ich mich mit Genuss in meinem Lieblingsforum, dass die Netiquette quietscht.Aber noch habe ich mich nicht ganz und gar in der schönen neuen künstlichen Welt verloren.Ausbrechen aus den Internettigkeiten Hin und wieder breche ich aus aus den Internettigkeiten. Wie kürzlich erst. Da lud mich eine liebe Freundin am Ende einer langen Mail ein: "Lass uns nachher weiter reden im Chat", tippte sie mich an. Ob sie mich wirklich verstand als ich in bester Bruno- Kaffeewerbermanier antwortete: Isch 'abe gar kein chat.Hab' ich aber wirklich nicht. Dabei bin ich für einen alten Mann mit Hut ansonsten gar nicht mal so schlecht ausgestattet: Meine Homepage kann sich sehen lassen. In meinem Blog kritzel ich elektronisch fleißig rum, und in gewissen Kreisen gelte ich gar -völlig zu Unrecht allerdings - als "enfant terrible" des Forum-Wesens.Raus aus dem Hühnerhof Aber im Chat bin ich nun mal ein totaler Versager. Ich habe mich ehrlich bemüht -es ist nicht meine Cyber-Welt. Stell' dir vor, du kommst in einen Raum mit zehn Leuten - und keiner sagt was. Du willst dich gerade still und unauffällig wieder verdrücken - und von einem Sekundenbruchteil zum anderen verwandelt sich der eben noch schalltote Raum in einen Hühnerhof kurz bevor eine Runde Körner geschmissen wird.Ich bewundere jeden reaktionsverzögerten Parkinson-Patienten, der dem Gegacker zu folgen vermag: Ich gebe nach zwei Minuten auf - haarscharf am Rande eines Nervenzusammenbruchs.Aber heimlich cha | 29.7.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Heile, heile Segen | Mal ganz ehrlich: Kindheit ist ja auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Aber wenn sie mal schön war, dann war sie einfach genial. Oder richtiger:Genial einfach. Ich war auf den winzformatigen unscharfen Kindheitsfotos der frühen 50er Jahre auch in Menschenmassen immer schnell und eindeutig identifizierbar: Der Blondschopf (jawohl: damals-sowohl blond als auch Schopf) mit dem schmuddelig-weiß-gräulichen Knieverband war nicht zu übersehen. Ich war nämlich schon als Piefke ziemlich schusselig und schlug auch ohne ersichtlichen Grund alle Nase lang der Länge nach hin – und das fernab jeglichen Parkinsons.Schramme, Schreie - von wegen: Ein Indianer kennt keinen…. MAMAAAA!Und was verwandelte mich wieder in einen tapferen schmerzfreien kindlich-charmanten coolen Helden?Eine teure Designer-Hightech-Wundsalbe?Ein promovierter, besser habilitierter Spezialist für Hauttransplantation?Nichts von alledem: Den ganzen Kram hatten wir vor 60 Jahren eh nicht - und konnten ihn uns damals ebenso wenig leisten wie heute.Die einfach geniale und genial einfache Lösung war eine Wunderheilerin. Und die verstand sich auf ihre Scharlatanerie. Zweimal pusten auf das schlimme Knie und ein Liedchen gesummt: "Heile heile Segen, morgen gibt es Regen, übermorgen Sonnenschein, dann wird der Nobby heile sein" (oder so ähnlich). | 22.7.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Gib dem Troll Zucker | Mal ganz ehrlich? Was ist ein Blog, was ein Forum ganz ohne Troll? Ausgewogen ist es (vielleicht), sachlich, höflich, mit einem ständigen asiatischen Lächeln auf den blutleeren lippen, hin und wiederwird gewiss gern auch mal ein müdes Scherzchen gemacht, über das dann geschmunzelt werden darf (aber bitte nicht zu laut)Mit einem Wort: STERBENSLANGWEILIGOhne Troll schlafen wir ein. Nein: In letzter Konsequenz entschlafen wirRIPIch selbst war ja bekanntlich bis vor kurzem in einem bislang absolut Troll-freien Forum daheim (konsequenterweise ist dieses Forum sanft entschlafen – offiziell bleibe ich natürlich bei der den, den nicht vorhandenen Troll verneinenden Version: „Es lag an bösen Hackern und musste sich aus Sicherheitsgründen selbst versenken)Ich gebe zu: das Leben ohne Troll war schon ausgesprochen bequem, und bislang genossen wir durchaus die Abwesenheit des drollig-trolligen Kerlchens. Aber auf Dauer braucht zumindest der Forum-Nachfolger, mein Biog, einen.Ein absolut trollloses Blog? Das ist ja - um einen gewagten vergleich zu machen - fast wie ein parki-verein ohne mehrhoff.Nein, nein. Das geht nicht.Wer bei mir das - allerdings schändlich unterbezahlte Ehrenamt des Blog-Trolls übernehmen will, sollte sich einfach per Mail melden: aber bitte mit polizeilichem Führungszeugnis und Passfoto. Bewerbungen bitte an info@chronisch-leben.deReferenzen über chronisches Trollen in anderen Foren erhöhen die Chance einer Daueranstellung. Schwerbehinderte weibliche Bewerber werdender politischen Korrektness wegen bevorzugtMein Motto: Gib dem Troll ZuckerAber: liebe Trollinen und Trolle, freut euch nicht zu früh nach dem guten alten Ying-Yang-Prinzip gehört zum Zuckerbrot als Pendant auch die Peitsche.© 2010 Norbert Maas | 16.7.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Bein ab - arm dran | Mal ganz ehrlich: behindert sein ist ja bekanntlich alles andere als ein Witz. Und Witze über Behinderte finde ich njcht wirklich witzig. Die Kalauer-Überschrift ist aber kein Witz, sondern traurige Realität.Ach so - es geht mitnichten über Beinamputierte, denen es ja naturgemäß (als eigentliche Zweibeiner) nicht so sonderlich gut geht. Nein: Zu der Überschrift angeregt haben mich so an die rund tausend pumperlg'sunde Menschen in Deutschland. Die wünschen sich nichts sehnlicher als eines ihrer wie gesagt gesunden Beine oder sonst eines ihree Gliedmaßen zu verlieren. Brutal gesagt: Sie wollen amputiert oder sonstwie schwer verstümmelt werden. | 26.6.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Migräne - einfach geil | Die gute alte Migräne ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Ich kenne sie ja noch als ernsthafte, ziemlich eklige und ausgesprochen schmerzhafte Krankheit einerseits – und andererseits als prima Ausrede, wenn Frau mal nun gar keinen Bock auf den Bock hatte (und das höchstempfindliche und instabile Selbstbewusstsein des triebstarken omnipotenten Sensibelchens nicht knicken wollte durch die ehrliche Auskunft: „Keine Lust heute“.Nein, nein. Vergessen wir alles, was wir über die Migräne gelernt haben.Migräne ist nämlich eben kein Lustkiller – im Gegenteil. | 18.6.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Glaube - Hoffnung - Pendel | Wer hat nicht schon mal davon geträumt, dass er als chronisch Kranker abends müde und elend schlafen geht - und morgens wacht er pumperlg'sund auf: Es war halt nur ein böser Traum. Möglich ist ja bekanntlich alles, und die Hoffnung stirbt zuletzt, und: Wunder gibt es immer wieder - das wusste schon Karin Witkiewicz, einigen von uns besser bekannt als Katja Ebstein. | 14.6.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Die Zeit anhalten - As time goes by | Mal ganz ehrlich: Früher war einiges doch einfacher. Ich erinnere mich noch genau - damals war ich jung, arrogant und allmächtig, und - ich konnte die Zeit anhalten: wenn das Leben so schön war, dass es kaum noch auszuhalten war, zum Beispiel. Das war in jenen fernen, glücklichen Tagen ohne großen Aufwand ganz einfach zu bewerkstelligen. Und heute ... | 12.6.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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Parki-Helden - waum? | Mal ganz ehrlich: Wann seid ihr das letzte Mal über die Alpen geradelt? Ich für meine schwächliche Person muss zu meiner Schande gestehen: Noch nie. Noch nicht einmal, nachdem ich an Parkinson erkrankt und ein bisschen klappriger geworden bin. Und Vorher auch nicht. Ich bin doch nicht blöd. Warum, frage ich mich, soll ich irgendwelche Gipfel stürmen – und dann auch noch auf dem Drahtesel. Hintergrund: Es gibt auch und gerade bei Parkinson-Kranken eine Tendenz zum "schneller - höher - weiter. Mit dem Rad über die Alpen oder mal eben einen Halbmarathon absolvieren - anscheinend kein Problem. | 12.6.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
| Insgesamt: 101 Folgen |

