SdK – Stimmen der Kulturwissenschaften
von Daniel Meßner
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Podcast-Beschreibung
Bei den Stimmen der Kulturwissenschaften kommen HistorikerInnen und KulturwissenschaftlerInnen zu Wort, die in ausführlichen Interviews ihre Forschungen vorstellen und erläutern.
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SdK 34: Farming Styles | Wachsen oder Weichen! So lautete bislang in der Zusammenfassung die Entwicklung der Landwirtschaft in Österreich – und Europa – in der Nachkriegszeit. Geprägt sind bisherige Agrarforschungen vor allem vom Gegensatzpaar "Bauer" und "Landwirt" mit einem Fokus auf die wirtschaftlichen Veränderungen und basierend auf der von Eric Hobsbawm formulierten These vom Tod des Bauern im Zeitalter der Extreme. In dem FWF-Projekt "Landwirtschaftsstile in Österreich" versucht ein Forschungsteam um Ernst Langthaler, die Entwicklung der Landwirtschaft in Österreich seit den 1940er Jahren bis Mitte der 1980er Jahre komplexer zu erfassen und zu beschreiben. Links zu erwähnten Themen: Intro: Old MacDonald Had a Farm (Wikipedia) FWF-Projekt: Landwirtschaftsstile in Österreich Ernst Langthaler Rita Garstenauer Ulrich Schwarz Jan Douwe van der Ploeg Niederösterreichisches Landesarchiv NS-Reichsnährstand (Wikipedia) Eric Hobsbawm (Wikipedia) Zeitschrift "Historische Anthropologie" Kulturgeschichtetag 2012 in Innsbruck | 21.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 33: Jörg Rogge über kulturwissenschaftliches Arbeiten | Wie wird kulturwissenschaftliches Wissen produziert und wo stehen die Kulturwissenschaften 2012? Jörg Rogge ist Historiker und Leiter des Forschungsschwerpunktes Historische Kulturwissenschaften in Mainz und er erklärt in dieser Episode, warum er dank digitaler Textverarbeitung keine Angst vor einer Schreibblockade hat und inwiefern Historische Kulturwissenschaften für geisteswissenschaftliche Verbundforschung das Format der Wahl sind. Außerdem ist Jörg Rogge Mitherausgeber des praxeologischen Handwörterbuchs "Praktiken, Räume, Stil", das am Kulturgeschichtetag 2012 in Innsbruck im Rahmen eines Roundtables diktutiert wird. Links zu erwähnten Themen: Jörg Rogge, IFK Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften in Mainz John Fiske (Wikipedia) Clifford Geertz (Wikipedia) Exzellenzinitiative Kulturgeschichtetag 2012 Roundtable: Praktiken, Räume, Stil – Ein praxeologisches Handwörterbuch der historischen Kulturwissenschaften Praxeologie (Wikipedia) | 7.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 32: Peter Becker über den Kulturgeschichtetag | Wer nur lange genug sucht, findet zu fast allem eine Kulturgeschichte: Von der Kulturgeschichte der Schraube, bis hin zur Kulturgeschichte der Menschheit. Nicht zuletzt ist Kultur einer der Schlüsselbegriffe für die Geschichtswissenschaften in den letzten Jahrzehnten. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass der Kulturgeschichtetag 2012 bereits zum dritten Mal stattfindet – diesmal an der Uni Innsbruck. Die Veranstaltungsreihe versteht sich als Plattform für historische, kulturwissenschaftliche Forschung. Peter Becker – Begründer und Organisator des Kulturgeschichtetags – erklärt in dieser Episode, wie der Kulturgeschichtetag entstanden ist und was ZuhörerInnen vom 7.–9. Juni 2012 in Innsbruck erwartet. Links zu erwähnten Themen: Kulturgeschichtetag 2012, Twitter, Hashtag: #kgt12 Peter Becker Social Science History Association Österreichischer Zeitgeschichtetag International Society for Cultural History Kulturhauptstadt Linz 2009 Programm des KGT 12 Roundtable: Organisationsgeschichte als kulturgeschichtliche Perspektive Keynote Lecture: Martin Schaffner | 2.5.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 31: Sebastian Armbrust über Ethik und Moral in Fernsehserien | Tonight's the Night: Während Dexter Morgan bis dato 117 Menschen getötet hat, Walter White zum größten Crystal Meth-Produzenten Amerikas aufgestiegen ist, Dr. House regelmäßig medizin-ethische Standards über Bord wirft und Jack Bauer Terroristen für die gute Sache foltert, stellt sich die Frage, warum es derzeit scheinbar zu einer Häufung ambivalenter Heldenfiguren kommt? Sebastian Armbrust ist Medienwissenschaftler und er erklärt in dieser Episode, was der Mythos von Superhelden und Westernhelden mit Ethik und Moral in gegenwärtigen US-amerikanischen-Fernsehserien zu tun hat. Links zu erwähnten Themen: Intro: Breaking Bad Intro Sebastian Armbrust Dexter (Wikipedia) Dr. House (Wikipedia) 24 (Jack Bauer) (Wikipedia) Tagung Menschenbilder in der Popularkultur The Sopranos (Wikipedia) NYPD Blue (Wikipedia) Breaking Bad (Wikipedia) Jason Mittell: Narrative Complexity Frank Kelleter: Serien als Stresstest (FAZ) Lawrence/Jewett: The Myth of the American Superhero * Cawelti: The Six-Gun Mystique Sequel * * Affiliate Links | 23.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 30: Gerhard Lüdeker über Emotionen und Literatur | Wie gehen Gesellschaften mit Emotionen um? Wie werden Emotionen kommuniziert und zu welchen Wechselwirkungen zwischen Literatur und Kultur kommt es dabei jeweils? Der Literatur- und Medienwissenschaftler Gerhard Lüdeker von der Universität Bremen untersucht in seinem Forschungsprojekt "Gefühlte Wirklichkeit: Zur Kommunikation und Funktion von Emotionen in deutschen Romanen des 20. und 21. Jahrhunderts" den Zusammenhang von Emotionen und Literatur. Er erklärt in dieser SdK-Episode, inwiefern Literatur als kulturelle Praxis verstanden werden kann und warum es beachtenswert ist, dass ein Foto mit Hillary Clinton mit Hand vorm Mund für Aufregung sorgte. Links zu erwähnten Themen: Intro: Fanny van Dannen: Emotionen Pause machen Gerhard Lüdeker: Gefühlte Wirklichkeit: Zur Kommunikation und Funktion von Emotionen in deutschen Romanen des 20. und 21. Jahrhunderts Eva Illouz (Wikipedia) Neue Sachlichkeit (Wikipedia) Katharina Hacker: Die Habenichtse* Christian Kracht: Faserland* Helmut Lethen: Verhaltenslehren der Kälte: Lebensversuche zwischen den Kriegen* * Affiliate Links | 17.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 29: Jiré Gözen über Cyberpunk-Literatur | In den 1980er Jahren entsteht in Texas mit der Mirrorshade-Group eine neue, subversive Form von Science-Fiction: die Cyberpunk-Literatur. Die Autoren verstehen Techniken als Werkzeuge der Welterschließung, die die Menschen immer stärker integrieren und dadurch ihre Wahrnehmung verändern. In den Romanen der Cyberpunk-Literaten verändern Techniken den Menschen in seinem innersten Wesen. Viele Begriffe, die die Cyberpunk-Autoren prägten – allen voran William Gibson – sind heute allgegenwärtig, wie Avatar, Cyberspace oder Virtual Reality. Die Medienwissenschaftlerin Jiré Gözen hat ihre Dissertation über Cyberpunk im transcript-Verlag veröffentlicht und gibt in dieser Episode einen Einblick in die Geschichte der Cyberpunk-Bewegung. Links zu erwähnten Themen: Intro: Billy Idol, Wasteland vom Album Cyberpunk Jiré Emine Gözen: Cyberpunk Science Fiction. Literarische Fiktionen und Medientheorie (ISBN 978-3-8376-1701-6), transcript-Verlag William Gibson: Neuromancer (Wikipedia) Science-Fiction (Wikipedia) Jean Baudrillard (Wikipedia) SdK 18 über Marshall McLuhan Pat Cadigan (Wikipedia) Rudy Rucker (Wikipedia) Bruce Sterling (Wikipedia) Greg Bear (Wikipedia) Tom Maddox (Wikipedia) Richard Kadrey (Wikipedia) Jack Womack (Wikipedia) George Alec Effinger (Wikipedia) William Gibson: The Difference Engine* Jean-François Lyotard (Wikipedia) Douglas Kellner (Wikipedia) William Gibson: Fragments of a Hologram Rose Jack Womack: Ambient (Wikipedia) Fight Club, Snatch, Inception Shintoismus * Affiliate Link | 5.4.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 28: Ben Hammersley about the History of Podcasting | A deadline, one sentence left, too much coffee and a genius moment: That's how Ben Hammersley invented the term "Podcasting" in 2004. The journalist and author explains in this episode what he thinks about the early days of podcasting, the conectivity of Twitter and podcasting and why podcasting – in a long term – increased the quality of radio. Links zu erwähnten Themen: Ben Hammersley Ben Hammersley (Wikipedia) RSS (Wikipedia) Article: Audible revolution, The Guardian (12.2.2004) Dave Winer (Wikipedia) Odeo (Wikipedia) Radiolab | 1.3.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 27: fernetzt über un/disziplinierte Frauen- und Geschlechtergeschichte | Ist die Frauen- und Geschlechtergeschichte seit ihrer Institutionalisierung an den Universitäten diszipliniert und zahnlos geworden? Alexia Bumbaris, Jessica Richter und Veronika Helfert vom Forschungsnetzwerk fernetzt erklären in dieser Episode, warum Forschung auch widerständige Praxis ist und gerade der gesellschafts-kritische Anspruch der Frauen- und Geschlechtergeschichte wichtig ist, um auf gesellschaftliche Ungleichheitsmechanismen aufmerksam zu machen. Ausgangspunkt für das Gespräch ist die Tagung Un/diszipliniert? Methoden, Theorien und Positionen der Frauen- und Geschlechtergeschichte (27.2. bis 29.2.1012 in Wien). Links zu erwähnten Themen: Intro: Judith Butler fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte Tagung: „Un/diszipliniert? Methoden, Theorien und Positionen der Frauen- und Geschlechtergeschichte“, 27.2. bis 29.2.1012 in Wien, Programm Alexia Bumbaris Veronika Helfert Jessica Richter Forschungsplattform Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte Gerda Lerner (Wikipedia) Barbara Duden (Wikipedia) Courage (Wikipedia) Sammlung Frauennachlässe Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen | 22.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 26: Albert Malli über Radiotechnik | Die Welt rund um das Radio hat sich in den letzten 20 Jahren massiv verändert: Das WWW ist zum Massenmedium geworden und es gibt nur wenige Lebensbereiche, in denen die Digitalisierung noch keine Rolle spielt. Eben, Digital Ist Besser. Und Radio? Sendet immer noch über UKW und die HörerInnenzahlen bleiben auch konstant. Albert Malli, Ö3-Vizechef, blickt zurück auf seine Anfänge beim Radio und erklärt, warum die Analogabschaltung und der Umstieg auf DAB+ für das Radio nicht funktioniert. Links zu erwähnten Themen: Intro: Albert Einstein über das Radio in seiner Eröffnungsrede zur Berliner Funkausstellung 1930 Albert Malli, Stv. Senderchef Ö3, Twitter, Facebook Walkman (Wikipedia) Donnerbrunnen (Wikipedia) ZickZack (Wikipedia) Martina Rupp Revox A77 Bandmaschine Video killed the Radio Star Analogabschaltung (Wikipedia) Digital Audio Broadcasting (DAB), DAB+ (Wikipedia) Visual Radio (Wikipedia) SES Astra (Wikipedia) Enhanced Podcast (Wikipedia) MPEG-2 (Wikipedia) | 13.2.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 25: Gerrit van Aaken über die Geschichte des Podcastings | Das Medienformat Podcasting ist eigentlich noch recht jung, doch haben sich mittlerweile schon einige Fixpunkte zu seiner Geschichte etabliert: Seit 2002 gibt es dank Dave Winer die Möglichkeit, Audiodateien in RSS-Feeds zu referenzieren, was Adam Curry seit Sommer 2004 auch getan hat – mit dem Daily Source Code. Nachdem die Bezeichnung Audioblogging dem Format nicht wirklich gerecht wurde, schließlich sahen sich die ersten Podcaster eher dem Radio verpflichtet, musste erst noch das Wort Podcast erfunden werden – eine Mischung aus den Worten iPod und Broadcast. 2005 integrierte dann Apple mit iTunes 4.9 noch ein Podcastverzeichnis und schon ist die Geschichte erzählt, oder? Gerrit van Aaken gehört zu den frühen Protagonisten der deutschen Podcastszene und er gibt in dieser SdK-Episode einen Überblick über die Geschichte des Podcastings. Die Folge über die Geschichte des Podcastings soll der Auftakt zu einer kleinen Serie über Geschichte(n) öffentlicher Kommunikation werden – der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf der Geschichte des Radios und der Geschichte des Podcastings. Beide ähneln sich insofern – und darauf möchte ich im Laufe der Serie hinaus –, als sie interessante Beispiele für Medienaneignungen auf der Grundlage von Technik sind. Links zu erwähnten Themen: Intro: Daily Source Code Introduction (Wikipedia) Gerrit van Aaken: Blog, Twitter "Ich bin der Sender", Diplomarbeit über das Podcast-CMS Loudblog, enthält auch viel zur Geschichte des Podcastings Geschichte des Podcastings (Wikipedia) Adam Curry (Wikipedia) RSS (Wikipedia) Dave Winer (Wikipedia) iTunes (Wikipedia) Zündfunk Generator GEMA | 23.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 24: Natascha Vittorelli über jugoslawische Partisaninnen und ihre Arbeit als Historikerin | Das sozialistische Jugoslawien jenseits von Nationalismus und Nostalgie beschreiben: Die Historikerin Natascha Vittorelli gibt in dieser SdK-Episode Auskunft über ihr Habilitationsprojekt, in dem es um jugoslawische Partisaninnen geht. Das Experiment in diesem Gespräch war es, nicht nur über das Forschungsthema zu sprechen, sondern verstärkt auf ihre Arbeitsweisen als Historikerin einzugehen. Das heißt, zum Beispiel nach Ablagesystemen oder Schreibtechniken zu fragen, aber auch nach ihrem Selbstverständnis als Historikerin. Links zu erwähnten Themen: Intro: Marš jugoslovenskih proletera (Youtube) Natascha Vittorelli Monographie (veröffentlichte Dissertation) zur Geschichte der Frauenbewegung im südlichen Teil der Habsburger Monarchie – erschienen im Löcker-Verlag – zum Gratisdownload Jugoslawien (Wikipedia) Zagreb (Wikipedia) Belgrad (Wikipedia) Johanna Gehmacher Universitätsbibliothek Wien (UB) Ö1 | 16.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 23: Eva Horn über die Zukunft als kommende Katastrophe | Die Gefahr lauert überall, denn: Jede menschliche Tätigkeit ist unfallbelastet – jedes Ding ist ein potentieller Gefahrenherd. Und so wird gerade in der Moderne die Zukunft häufig als kommende Katastrophe imaginiert: auf Kinoleinwänden, in der Literatur, aber ebenso in den Laboren der Szenariotechnik oder Statistikbüros von Versicherungen. Die Kulturwissenschaftlerin Eva Horn erklärt in dieser Folge, warum Untergangsszenarien einen besonderen Reiz auf uns ausüben und wie wir immer stärker versuchen, Zukunft abzusichern und zu prognostizieren. Links zu erwähnten Themen: Intro: Trailer zu Final Destination Eva Horn Buch: Der geheime Krieg: Verrat, Spionage und moderne Fiktion* Roland Emmerich (Wikipedia) Szenariotechnik (Wikipedia) Friedrich Theodor Vischer und die "Tücke des Objekts": Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft (Projekt Gutenberg) Technischer Überwachungs-Verein (TÜV) (Wikipedia) Katastrophenfilm von John Guillermin 1974: The Towering Inferno* Filmreihe Final Destination* Küchenunfall in Final Destination Sigmund Freud: Das Unheimliche Roman von Don DeLillo: White Noise* Asbest (Wikipedia) Günther Anders (Wikipedia) Hans Jonas (Wikipedia) Roman von Cormac McCarthy: The Road*, siehe auch aktuelle Verfilmung* Technikfolgenabschätzung (Wikipedia) Roman von Michael Crichton: State of Fear* * Affiliate Link | 4.1.12 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 22: Guido Blechl über Open Access | Publikationswege verändern sich nicht nur in der Musikindustrie: Mit der Open Access-Bewegung ist ein Paradigmenwechsel in der Wissenschaftskommunikation eingeläutet, mit dem Ziel, wissenschaftliche Literatur frei zur Verfügung zu stellen. Guido Blechl, Leiter der Arbeitsgruppe Open Access an der Uni Wien, erklärt in dieser SdK-Folge, wie Open Access – ob golden oder grün – die klassische Verlagsstruktur verändert und warum niemand der wissenschaftlich publiziert umhin kommt, sich mit Open Access zu beschäftigen. Links zu erwähnten Themen: Intro: Open Access: The Final Frontier Guido Blechl: Website, @Twitter Open Access-Arbeitsgruppe der Uni Wien Gruppe Internetforschung an der Uni Wien arXiv.org Berliner Erklärung (Wikipedia) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Open-Access-Tage 2012 in Wien SHERPA/RoMEO SCOAP3 Phaidra (Repositorium der Uni Wien) Neelie Kroes (EU Digital Agenda) | 23.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 21: Achim Landwehr über Zeitkonzepte in der Frühen Neuzeit | Die Zukunft von der theologischen Determination freischaufeln: Während Zukunft in der jüdisch-christlichen Vorstellung wie eine Wand ist, die auf einen zukommt und nicht gestaltbar ist, wandelt sich im 17. Jahrhundert der Umgang mit der Zeit und gewinnt gerade die Zukunft neue Bedeutung. Der Historiker Achim Landwehr erklärt in dieser SdK-Folge, warum die Seiten der Kalender immer weißer wurden und warum Astrologie vielfach als eine Alternative zur völligen Gestaltbarkeit und Offenheit von Zukunft angesehen wurde. Links zu erwähnten Themen: Intro: Harald Lesch, Alpha Centauri Achim Landwehr, Wikipedia-Eintrag Bücher: Geschichte des Sagbaren, Einführung in die Europäische Kulturgeschichte Pest (Wikipedia) Kalender (Wikipedia) Klaus-Dieter Herbst Gretchenfrage (Wikipedia) Lucian Hölscher Philipp Melanchthon (Wikipedia) Lackmustest (Wikipedia) | 9.11.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 20: Therese Garstenauer über Korrespondenzanalyse und Geschlechterforschung in Russland | Wer interessiert sich für Gender Studies in Russland? Die Historikerin und Soziologin Therese Garstenauer – vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte – erklärt in dieser SdK-Folge, warum der "Osten" immer woanders ist, nämlich weiter östlich und warum Interdisziplinarität für ForscherInnen gefährlich sein kann. Sie beschreibt, wie sie Interviews mit WissenschaftlerInnen über die Entwicklung und internationale Vernetzung russischer Geschlechterforschung mit Hilfe einer Korrespondenzanalyse auswertete. Links zu erwähnten Themen: Therese Garstenauer Veröffentlichung: Geschlechterforschung in Moskau Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (WISO) Dissertation: Wer interessiert sich für Gender Studies in Russland? Natalia Pushkareva Perestroika (Wikipedia) Duma (Wikipedia) Korrespondenzanalyse (Wikipedia) Literatur: Academic Dependency in the Social Sciences Dependenztheorie (Wikipedia) Literatur: Homo Academicus und Die feinen Unterschiede (Pierre Bourdieu: Intro) Interdisziplinarität (Wikipedia) | 24.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 19: Walter Fuchs über Kriminalsoziologie und die Strafbarkeit von Unternehmen | Kriminalität ist im Sinne der Kriminalsoziologie kein Verhaltens- oder Personenmerkmal, sondern eine zugeschriebene Bedeutung – eine gesellschaftliche Zuschreibung. Walter Fuchs vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie erklärt in dieser SdK-Ausgabe, inwiefern die strafrechtliche Verurteilung von Unternehmen einen juristischen Systembruch darstellt, weil jede Strafe eigentlich intentionale Handlungen voraussetzt. Links zu erwähnten Themen: Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) Verbandsverantwortlichkeitsgesetz (Wikipedia) Tunnelkatastrophe von Kaprun Dual-Use-Güter (Wikipedia) Evaluation (Wikipedia) | 5.10.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 18: Florian Sprenger über Medientheorie und Marshall McLuhan | Elektrizität spielt bei der Beschreibung von Medien eine wichtige Rolle und ist gleichzeitig verknüpft mit einem Fernwirkungsphantasma. Medien als unmittelbar – instantan – zu charakterisieren, baut letztlich auf der Negation von Medialität auf. Auch für Marshall McLuhan – der dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wäre – ist Unmittelbarkeit bedeutender Ausgangspunkt seiner Medientheorie, deren zentrale Idee das Global Village ist. Florian Sprenger erklärt in dieser SdK-Folge, was Elektrizität, Telegrafie und Marshall McLuhan miteinander zu tun haben. Links zu erwähnten Themen: Florian Sprenger am IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften) Initiativkolleg Sinne-Technik-Inszenierung Stephen Gray (Wikipedia) Marshall McLuhan Claude Elwood Shannon (Wikipedia) Gaston Bachelard (Wikipedia) McLuhan in Woody Allens Stadtneurotiker archive.org Dekonstruktion/Jacques Derrida (Wikipedia) Hans Blumenberg (Wikipedia) Diskursanalyse/Foucault (Wikipedia) | 8.9.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 17: Monika Wulz über Edgar Zilsel und seinen Induktionsbegriff | Von Einzelfällen zu einer allgemeinen Aussage: Mit Hilfe des Induktionsbegriffs entwickelte Edgar Zilsel Ideen einer kollektiven Wissensproduktion. Gleichzeitig vermengen sich seine politische Aktivität als Austromarxist in den 20er und 30er Jahren in Wien und seine epistemologischen Fragestellungen. Monika Wulz, Research Fellow am IfK in Wien, erklärt in dieser SdK-Folge, warum bei der Induktion die Theorie immer über die Einzelbeobachtungen hinausgeht und Zilsel Wissen daher als unabgeschlossenes Projekt betrachtet. Links zu erwähnten Themen: Monika Wulz am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften Intro: Youtube-Video von joeplatter über Erkenntnistheorie Edgar Zilsel (Wikipedia) Otto Bauer (Wikipedia) Otto Neurath (Wikipedia) Arbeiterzeitung (digitales Archiv) Wiener Kreis (Wikipedia) Rudolf Carnap (Wikipedia) Max Horkheimer (Wikipedia) | 17.8.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 16: Barbara Prainsack über DNA als Identifizierungstechnik | Nicht selten wird in Kriminalserien wie CSI die Auswertung von Tatortspuren überzeichnet dargestellt. Vor allem DNA wird – als Königsdisziplin der forensischen Techniken – als unfehlbar beschrieben. Barbara Prainsack untersucht die Auswirkungen der DNA-Technologie auf Straftäter. Sie arbeitet am Centre for Biomedicine & Society am King´s College in London und erklärt in dieser SdK-Folge, warum viele Straftäter DNA-Datenbanken positiv finden und welche Probleme der internationale Austausch von DNA-Spuren bereitet. Links zu erwähnten Themen: Barbara Prainsack (@Twitter) Christoph Musik; DOC-team Verdaten. Klassifizieren. Archivieren. Identifizierungstechniken zwischen Praxis und Vision GEN-AU (Genomforschung in Österreich) Innocence Project Jack Unterweger (Wikipedia) The Prüm Regime: Situated Dis/Empowerment in Transnational DNA Profile Exchange (Barbara Prainsack/Victor Toom, British Journal of Criminology 6/50, S. 1117-1135) STS, Science and Technology Studies (Wikipedia) Intro: Gil Grissom von CSI | 27.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 15: Désirée Schauz über modernes Wissenschaftsverständnis | Was braucht eine Wissenschaft, um Erkenntnisfortschritt zu erzeugen und welche Erwartungen hat die Gesellschaft an die Wissenschaft? Désirée Schauz, Dilthey-Fellow im Fachgebiet Technikgeschichte an der TU München, untersucht in einem langen Zeitraum neuzeitliches Wissenschaftsverständnis zwischen Selbstbestimmtheit und gesellschaftlicher Nutzenerwartung und erklärt in dieser SdK-Folge, welche Vorteile und Probleme sich bei der Arbeit mit Google Books für eine (historische) Diskursanalyse ergeben. Links zu erwähnten Themen: „Republic of science“ zwischen Selbstbestimmtheit und gesellschaftlicher Nutzenerwartung. Neuzeitliches Wissenschaftsverständnis – Deutschland im internationalen Vergleich Michael Polanyi (Wikipedia) Science (Zeitschrift) Die Naturwissenschaften (Zeitschrift) DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft (Wikipedia) European Science Foundation William Ogburn (Wikipedia) | 11.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 14: Carmel Vaisman about Hate Speech and Trolling | Don´t Feed the Troll! Carmel Vaisman, research fellow at the Hebrew University of Jerusalem, talks about the phenomena of trolling, hate speech and cyber bulling. She explains her discourse analysis approach to this form of online culture and memetics and why hate-groups and mashup-pictures of teachers on the ass of dogs are popular genres. This episode is produced together with Thomas Lohninger, who makes the audiolicious podcast Talking Anthropology. Shownotes: Carmel Vaisman @Twitter Podcast Talking Anthropology Gruppe Internetforschung (Uni Wien) Prezi "Don't Feed the Trolls! Countering the Discourse Patterns of Online Harassment" Hate Speech (Wikipedia) Susan Herring Avatar (Wikipedia) Participatory Journalism Emmanuel Levinas (Wikipedia) Boxxy; Love and Trolls (Intro) Don't Feed the Trolls! Countering the Discourse Patterns of Online Harassment | 1.7.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 13: Georg Spitaler und Jakob Rosenberg über SK Rapid im Nationalsozialismus | Am 22. Juni 1941 fand im Berliner Olympiastadion ein denkwürdiges Fußballspiel statt: Nach einer 3:0-Pausenführung verlor der Favorit aus dem Ruhrpott, Schalke 04, das Finale der "Großdeutschen Kriegsmeisterschaft" gegen den Sportklub Rapid noch mit 3:4. Wenige Stunden zuvor überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Die Politikwissenschaftler Georg Spitaler und Jakob Rosenberg – Autoren des Buchs "Grün-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus" – erklären in dieser SdK-Folge, warum das Finale von 1941 ein Erinnerungsort ist, um den sich auch zum 70. Jahrestag noch Mythen und Verschwörungstheorien ranken. Links zu erwähnten Themen: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes WM-System (Wikipedia) Sepp Herberger (Wikipedia) Wiener Stadt- und Landesarchiv SK Rapid Wien Schalke 04 Tagung "Fußball unterm Hakenkreuz" Franz Binder (Wikipedia) Rapidarchiv Schlurfs Ballesterer Rudolf Edlinger (Wikipedia) Matthias Marschik | 21.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 12: Anke Ortlepp über die Kulturgeschichte des Flugreisens | Als Frank Sinatra 1958 zum Fliegen aufforderte, war das Flugreisen noch ein einigermaßen exklusives Vergnügen, das zu einem Jetset-Lifestyle gehörte, aber das sich ein Massenpublikum noch nicht leisten konnte. Anke Ortlepp, Professorin für amerikanische Kulturgeschichte, untersucht die Kulturgeschichte des Flugreisens und sie erklärt in dieser SdK-Folge, wie das Fliegen das Selbstverständnis der amerikanischen Nation veränderte und die Flugkabine als Bühne für Geschlechter- oder Klassenzugehörigkeiten interpretiert werden kann. Links zu erwähnten Themen: Come fly with me, Frank Sinatra (1958); Community Audio Iconic turn (Wikipedia) Spatial turn (Wikipedia) Performative turn (Wikipedia) Pan Am-Absturz bei Lockerbie (Wikipedia) TWA-Entführung 1985 (Wikipedia) Peoplexpress Airlines (Wikipedia) Southwest Maxim´s de Paris Eero Saarinen (Wikipedia) TWA-Empfangsgebäude am JFK-Flughafen | 14.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 11: Gwen Bingle about Fitness, Wellness and Body Concepts | Is the body technology or is it nature, is it mechanics or is it soul? In her project, Gwen Bingle examines the history of fitness and wellness: "Under the Sign of the Body: technology, commodification and embodied consciousness in late 20th century Germany". She shows how various visions of the body are articulated in modern body management ethics and points out the shift from "I have a body" to "I'm a body". In addition to that, technologies such as functional food promise to resolve the weaknesses of nature, in order to create an even better nature. Do these modern body management ideologies finally lead to a new soft commercial type of eugenics, "the survival (or the thriving) of the fittest, healthiest and most beautiful"? Shownotes: Technikgeschichte an der TU München Wellness (Wikipedia) Fitness (Wikipedia) Deutscher Wellness Verband Lebensreform (Wikipedia) Maurice Merleau-Ponty (Wikipedia) Michel Foucault, quote: "le souci de soi" Jeremy Rifkin (Wikipedia) Ylang-Ylang (Wikipedia) | 7.6.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 10: Nicolai Hannig über das Verhältnis von Kirche, Religion und Medien | Soll sich die Kirche bei politischen Debatten heraushalten und sich nur mehr um das Private und Transzendentale kümmern? Der Historiker Nicolai Hannig untersucht den Zusammenhang zwischen Säkularisierung und Medialisierung im Nachkriegsdeutschland bis in die 1980er Jahre und er erklärt in dieser SdK-Folge, wie die beiden christlichen Großkirchen seit den 1960er Jahren nicht nur ihr Deutungsmonopol über politische, gesellschaftliche und moralische Fragen verlieren, sondern seit den 1970er Jahren auch nicht mehr unbedingt erster Ansprechpartner sind, wenn es um religiöse Fragen geht. Links zu erwähnten Themen: Transformation der Religion in der Moderne (DFG-Forschergruppe an der Ruhr-Universität Bochum) Quick (Wikipedia) Kristall (Wikipedia) Panorama (NDR) Monitor (WDR) New Age (Wikipedia) Rudolf Augstein (Wikipedia) Laizismus-Inititative Österreich Die Zeit, Ressort: Glauben und Zweifeln | 19.5.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 9: Sabine Bergstermann über die JVA Stuttgart-Stammheim und die RAF | Wie konnte es passieren, dass sich Häftlinge in der angeblich sichersten und modernsten Haftanstalt Deutschlands mit Schusswaffen das Leben nehmen? Sabine Bergstermann untersucht in ihrer Forschungsarbeit, wie sich in den 1970er Jahren die Spaltung der bundesdeutschen Gesellschaft in der JVA Stuttgart-Stammheim verdichtete: Die "Hauptstadt der RAF" (Aust) als Ort und Symbol der Auseinandersetzung zwischen Staat und RAF. Obwohl als Gefängnis ein Ort mit klarer Hierarchie und Machtstruktur, werden bei genauerer Betrachtung Ausverhandlungsprozesse zwischen Staat und RAF sichtbar, wenn etwa Haftbedingungen erleichtert wurden oder auch Plattenspieler als Backöfen dienten. Links zu erwähnten Themen: RAF (Bundeszentrale für politische Bildung) JVA Stuttgart-Stammheim Erste Generation der RAF Stefan Aust (Wikipedia) Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex Köln-Ossendorf (Wikipedia) Schachnovelle Generalbundesanwaltschaft Sozialliberale Koalition (Wikipedia) Baader-Meinhof-Komplex (Film) Michel Foucault Interview Corinna Ponto & Julia Albrecht Mogadischu 1977 (Wikipedia) Bewegung 2. Juni (Wikipedia) | 10.5.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 8: Romedio Schmitz-Esser über Leichen im Mittelalter | Ist eigentlich das Grab dort, wo der Kopf, die Eingeweide, das Herz, die Knochen, das Gehirn oder das eingekochte Fleisch begraben ist bzw. sind? Doch warum wird im Mittelalter überhaupt versucht, Leichen zu erhalten, wo doch der Leichnam selbst für die Auferstehung völlig unerheblich ist? Der Historiker Romedio Schmitz-Esser arbeitet zur kulturellen Praxis der Erhaltung und Zerstörung von toten Körpern im Mittelalter und er erklärt in dieser SdK-Folge, dass die ewige Ruhe manchmal bereits nach einer Generation endet und Leichen zum besseren Transport auch eingekocht wurden. Links zu erwähnten Themen: Augustinus (Wikipedia) Bonifatius VIII. (Wikipedia) Johannes Paul II. Saints Innocents Cemetery (Wikipedia) Philippe Ariès (Wikipedia) Karl von Anjou (Wikipedia) Heilige Elisabeth und Ludwig IV. von Thüringen Marburger Glasfenster Bonifatius IX. (Wikipedia) Long durée (Wikipedia) Sternum (Brustbein) Corpus incorruptum (Wikipedia) Jan Hus (Wikipedia) Otto von Freising (Wikipedia) Lumumba St. Lamberti (Wikipedia) Jean-Claude Schmitt | 4.5.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 7: Kerstin Theis über Ersatzheer-Militärgerichte | Bislang blieb das Ersatzheer in der historischen Forschung eher außen vor, obwohl es als Teil der Wehrmacht wichtige disziplinierende Funktionen hatte. Für die soziale Kontrolle der Soldaten hatte es schon allein deshalb einen hohen Stellenwert, weil das Ersatzheer mit einer Befehlsgewalt über knapp ein Viertel aller Soldaten die Ausbildung der Rekruten und den Personalkreislauf der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg koordinierte. Kerstin Theis untersucht in ihrem Forschungsprojekt den Alltagsbetrieb eines Militärgerichts während des Zweiten Weltkriegs, indem sie das Tätigkeitsprofil und die Spruchpraxis – quantitativ und qualitativ – herausarbeitet. Links zu erwähnten Themen: ProMoHist an der LMU München Forschungsverbund an der Universität Köln: "NS-Justiz im Krieg. Der Oberlandesgerichtsbezirk Köln, 1939-1945" Wanderausstellung "Soldaten vor den Gerichten der Wehrmacht Wehrmacht (Wikipedia) Zersetzung der Wehrkraft (Wikipedia) – | 19.4.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 6: Herwig Czech über NS-Medizin | Der Historiker Herwig Czech vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) forscht über NS-Biopolitik und erklärt in dieser SdK-Ausgabe die Unterschiede zwischen T4-Euthanasie, dezentraler Euthanasie und Kindereuthanasie. Nachdem die Umsetzung der Aktion T4 aufgrund von Protesten der Bevölkerung eingestellt wurde, setzten die NS-Ärzte und AnstaltsmitarbeiterInnen bei der Ermordung von PatientInnen auf Verschwiegenheit. So ist es heute weniger der Nachweis der aktiven Tötungen, die der Forschung Probleme bereiten, sondern die nicht gerichtsmedizinisch erkennbaren Tötungen, die als Übersterblichkeit statistisch ableitbar sind und die ein Ergebnis der NS-Politik der unauffälligen Vernichtung waren. Links zu erwähnten Themen: Wolfgang Neugebauer Heinrich Gross Spiegelgrund (virtuelle Ausstellung) Dissertation: Ärzte am Volkskörper. Die Wiener Medizin und der Nationalsozialismus Kindereuthanasie (Wikipedia) Otto-Wagner-Spital (Wikipedia) Steinhof (Wikipedia) Wasserkopf oder Hydrocephalus (Wikipedia) Feldhof in Graz (Wikipedia) Wiener Stadt- und Landesarchiv Götz Aly (Wikipedia) Arbeitsgemeinschaft Kritische Medizin Gräberfeld Hall in Tirol Institute of Science and Technology Austria in Gugging Schloss Hartheim (Wikipedia) Emil Gelny Völkischer Beobachter (Wikipedia) Mauer-Öhling (Wikipedia) APART-Stipendium der ÖAW | 8.3.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 5: Nina Verheyen über Diskussionslust | Wann ist denn ein Thema „ausdiskutiert“ und was ist das „bessere“ Argument? Die Historikerin Nina Verheyen untersucht Diskussionsformationen in der deutschen Nachkriegsgeschichte und zeigt, dass Diskussionspraxen kulturell variabel sind und sich historisch verändern. Sie sind damit auch eingebettet in unterschiedliche Machtbeziehungen, die nicht vom Inhalt der Gespräche abstrahiert werden können. Der zweite Teil des Gesprächs dreht sich um das Thema „Publikation“: Nina Verheyen beschreibt den Weg ihrer Dissertation von der Fertigstellung bis zur Publikation – zwei Jahre, in denen sie nicht nur die Druckkosten einwerben musste, sondern auch selbst für das Lektorat verantwortlich war. Aber warum sind der Sachbuchmarkt und der Markt für akademisch-wissenschaftliche Bücher so getrennt? Links zu erwähnten Themen: Nina Verheyen Diskussionslust. Eine Kulturgeschichte des „besseren Arguments" in Westdeutschland, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010. Jürgen Habermas (Wikipedia) Michel Foucault (Wikipedia) Der internationale Frühschoppen mit Werner Höfer Sozialistischer Deutscher Studentenbund (SDS) die tageszeitung Long Durée (Wikipedia) FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung Liebe in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts | 22.2.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 4: Markus Krajewski über den Diener | Warum heißen Kommunikationsinstanzen im Internet eigentlich Server? Und warum wurde der Dienstbegriff in den 70er Jahren von den Mitarbeitern im Xerox Parc in Palo Alto auf die Technik übertragen? Das ist die Ausgangsfrage für Markus Krajewski in seiner Mediengeschichte der Dienerfigur – der Diener als Instanz der Kommunikation, die Informationen verteilt, aggregiert und filtert. Eine Entwicklungsgeschichte vom barocken Kammerdiener zum Internetserver, in der Markus Krajewski sich die Frage stellt, wie sich Dienstfunktionen seit der Frühen Neuzeit beschreiben lassen. In den Blick geraten Unterlinge, k.k. Hofbrotabschneider und k.k. Hofofenheizer ebenso, wie die Diener Goethes, die alle einheitlich Karl genannt wurden. Am Ende stellt sich die Frage, ob die Entwicklung vom Client-Server-Model zum Peer-to-Peer-Model nicht die Überwindung der Feudalgesellschaft im Digitalen darstellt? Links zu erwähnten Themen: Homepage von Markus Krajewski Der Diener. Mediengeschichte einer Figur zwischen König und Klient Ask Jeeves Alan Kay (Wikipedia) Xerox PARC (Wikipedia) Ethernet (Wikipedia) Robert Metcalfe (Wikipedia) Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft Michelmann kömmt: Ein Hinweis dazu findet sich auch beim Wikipedia-Eintrag von Wilhelm Weber: Telegraphen-Übertragung in Göttingen zu Gauß Peer-to-Peer (Wikipedia) Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft | 8.2.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 3: Evelyne Luef über Suizid in der Frühen Neuzeit | Anders als heute war ein Suizid bzw. ein Suizidversuch in der Frühen Neuzeit ein Kriminalfall, der die Gerichte beschäftigte. Denn bei einer Selbst-Tötung wurde nicht nur das Begräbnis auf dem Friedhof verweigert, sondern drohte auch die Konfiskation des Vermögens. Doch es waren nicht nur weltliche Konsequenzen zu befürchten: Nach christlicher Lehre begehen Suizidenten eine schwere Sünde, ohne Gelegenheit mehr zu einer Beichte. Ein Ausweg aus diesem Dilemma war ein umgelenkter Selbstmord oder Suizidalmord — ein heute wenig beachtetes Phänomen der Frühen Neuzeit, bei dem Suizidenten Verbrechen begehen, die ein Todesurteil nach sich ziehen. Evelyne Luef stellt in dieser SdK-Folge ihr Dissertationsthema über Suizid in der Frühen Neuzeit — im Vergleich Schweden und Österreich — vor. Links zu erwähnten Themen: Suizid (Wikipedia) Großes vollständiges Universallexicon aller Wissenschaften und Künste (1731-1754) von Johann Heinrich Zedler Melancholie (Wikipedia) Marietta Blau-Stipendium | 10.1.11 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 2: Anton Tantner über Fragämter und Hausnummern | Frag- und Kundschaftsämter in der Habsburgermonarchie; das ist das Forschungsfeld des Historikers Anton Tanter. Er forscht damit nicht nur zu frühneuzeitlicher Informationssuche und Informationsvermittlung, sondern beschreibt Adressbüros als Vorgeschichte von Internetsuchmaschinen. Was machten beispielsweise Menschen im 18. Jahrhundert, wenn sie auf Arbeitssuche oder Wohnungssuche waren? Anton Tantner erklärt in dieser SdK-Ausgabe, was Fragämter sind und wie in einer Welt vor Google, Craigslist und Kleinanzeigenmarkt Arbeitsplätze, Informationsaustausch, Kreditvergabe oder Botendienste vermittelt wurden. Links zu erwähnten Themen: Webseite von Anton Tantner Projektbeschreibung über Adressbüros als Vorgeschichte der Internetsuchmaschine Bazar Théophraste Renaudot (Wikipedia) Peter Burke (Wikipedia): Papier und Marktgeschrei La Gazette de France (Wikipedia) Wiener Zeitung (Wikipedia); digitalisierte Ausgaben (ANNO) Hausnummer (Wikipedia) Arlette Farge (Wikipedia) Unflat Seelenkonskription: Dissertation von Anton Tantner im Volltext als PDF Formular Michael Hochedlinger: Aktenkunde Bloglines Blog von Anton Tantner Jungle World Literar-Mechana | 17.11.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
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SdK 1: Monika Ankele über Psychiatriegeschichte | Den Anfang der Podcast-Reihe "Stimmen der Kulturwissenschaften" macht die Historikerin und Kulturwissenschaftlerin Monika Ankele. Sie erzählt über Alltagspraktiken von PsychiatriepatientInnen um 1900. Einem Alltag, dem sie sich anhand von Selbstzeugnissen und Krankenakten von Frauen angenähert hat. Selbstzeugnisse, die faszinierend und verstörend zugleich sind, wenn die Frauen zum Beispiel Gegenstände aus ihren Haaren nähten oder Botschaften und Notizen verfassten, die nie bei den EmpfängerInnen ankamen. Links zu erwähnten Themen: Alltag und Aneignung in Psychiatrien um 1900. Selbstzeugnisse von Frauen aus der Sammlung Prinzhorn, erschienen im Böhlau-Verlag Sammlung Prinzhorn Selbstzeugnisse Roy Porter Schwestern Brüll Manifest der Schwestern Brüll MUMOK, Wien Lehrveranstaltung an der Uni Wien: Frauen in Psychiatrien um 1900 Steinhof (Wien) Einer flog über das Kuckucksnest Emil Kraepelin | 13.10.10 | Kostenlos | In iTunes ansehen |
| Insgesamt: 34 Folgen |
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