11 Titel, 39 Minuten

UNSERE ANMERKUNGEN

Wenn „Lazaretto“ mit dem von einer Hammondorgel getriebenen, rockigen Opener „Three Women“ so richtig Fahrt aufnimmt, ist Jack White ganz in seinem Element. Er entfesselt einen atemberaubenden garagigen Blues-Riff, der so archetypisch daherkommt wie das Thema. Doch als die besungenen rothaarigen, blonden und brünetten Ladies zusammen in einem digitalen Foto auftauchen, zeigt dieser Anachronismus eindrücklich Whites Talent, klassische Elemente in einen modernen Kontext zu verpacken. Es gibt viele solcher Momente auf „Lazaretto“. Im Titelsong verstärkt er den dröhnenden Bass durch einen Orkan aus 8-Bit-Atari-Sounds und einer Geige, die entfernt an Country-Folk aus den Appalachen erinnert. Der für White typische hitzige und hochkarätige Blues-Rock dominiert das gesamte Album, doch immer wieder mischt er auch luftige, countrybetonte Ohrenschmeichler darunter („Temporary Ground“, „Entitlement“) und auch schaurig-schöne Themen, die aus einem Spaghetti-Western stammen könnten („Would You Fight for My Love?“, „I Think I Found the Culprit“). Am überzeugendsten sind jedoch Tracks wie „Alone in My Home“ und „Just One Drink“, in denen alle diese Charakteristika zu einer berauschenden, heißblütigen Melodienorgie verschmelzen.

UNSERE ANMERKUNGEN

Wenn „Lazaretto“ mit dem von einer Hammondorgel getriebenen, rockigen Opener „Three Women“ so richtig Fahrt aufnimmt, ist Jack White ganz in seinem Element. Er entfesselt einen atemberaubenden garagigen Blues-Riff, der so archetypisch daherkommt wie das Thema. Doch als die besungenen rothaarigen, blonden und brünetten Ladies zusammen in einem digitalen Foto auftauchen, zeigt dieser Anachronismus eindrücklich Whites Talent, klassische Elemente in einen modernen Kontext zu verpacken. Es gibt viele solcher Momente auf „Lazaretto“. Im Titelsong verstärkt er den dröhnenden Bass durch einen Orkan aus 8-Bit-Atari-Sounds und einer Geige, die entfernt an Country-Folk aus den Appalachen erinnert. Der für White typische hitzige und hochkarätige Blues-Rock dominiert das gesamte Album, doch immer wieder mischt er auch luftige, countrybetonte Ohrenschmeichler darunter („Temporary Ground“, „Entitlement“) und auch schaurig-schöne Themen, die aus einem Spaghetti-Western stammen könnten („Would You Fight for My Love?“, „I Think I Found the Culprit“). Am überzeugendsten sind jedoch Tracks wie „Alone in My Home“ und „Just One Drink“, in denen alle diese Charakteristika zu einer berauschenden, heißblütigen Melodienorgie verschmelzen.

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Infos zu Jack White

Jack White ist als Frontmann der White Stripes bekannt, leitete nebenher aber auch viele andere Projekte. Der 1975 als John Anthony Gillis in Detroit geborene Gitarrist und Sänger spielte in einer lokalen Band, bevor er 1997 mit seiner Frau Meg die White Stripes gründete. Mit ihrem minimalistischen Punk-Blues war die Band wegweisend für das Garagenrock-Revival der 2000er, Alben wie Elephant (2003) und Get Behind Me Satan (2005) waren international erfolgreich. Nebenbei spielte White auch mit seinen Zweitbands The Raconteurs (ab 2005) und, zusammen mit The-Kills-Sängerin Alison Mosshart, The Dead Weather (ab 2009). 2008 sang er mit Alicia Keys den Titelsong zum Bond-Film Ein Quantum Trost. Whites erstes Soloalbum Blunderbuss kam 2012 an die Spitze der US-Charts, ebenso wie die Folgeplatten Lazaretto (2014) und Boarding House Reach (2018).

HEIMATORT
Detroit, MI
GEBURTSDATUM
09. Juli 1975

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