12 Titel, 45 Minuten

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Bewertungen und Rezensionen

4.0 von 5
31 Bewertungen

31 Bewertungen

KoshNaranek ,

ehrlich

einige Kritiken habe ich nun schon gefunden und gelesen, in denen sich die Autoren beschweren.
Ich mag das Album gerade weil Annie Lennox wohl auf Harmonizer und Auto Tune verzichtet hat.
In der letzten Zeit kommt ja fast nur noch Plastikgeblubber auf dem Markt, in dem von der Originalstimme nur noch ein Bruchteil übrig ist oder die Musik derart überladen in den Vordergrund gemischt ist, daß man vom Sänger kaum noch etwas hört.
Das ist kein weichgespültes Weihnachtseinerlei wie es aus jedem Kaufhauslautsprecher plätschert.
Von mir 5 Sterne. Mir gefällt es SEHR gut. Das ist tatsächlich die allererste Weihnachts-CD, die ich überhaupt gut finde und gekauft habe.

Ereignishorizont ,

Songs Of Christmas Destruction

Annie Lennox hat sich in weihnachtliche Stimmung versetzt. Dem Einsatz ihrer Stimme nach zu urteilen - mit der Hilfe von sieben Fässern Glühwein.
Was sie auf dieser Platte tut, ist jenseits von singen - eine der unbestreitbar ausdrucksstärksten, wandelbarsten und stimmlich gesegnetsten Künstlerinnen der Pop-Gegenwart brüllt sich durch diese Weihnachtsaufnahmen wie ein Bierkutscher auf der Flucht vor einer Horde Zombie-Rentieren.
Man könnte die allgemeine Stimmung hier kraftvoll nennen - oder auch: unkontrolliert.
Das französische "Il Est Ne Le Divin Enfant" ist erschüttend unsauber gesungen, was bei dem Tempo, mit dem Annie sich durch die fremde Sprache hackt, nicht verwundert - WAS verwundert, ist daß eine Aufnahme, die so hörbar die Grenzen ihrer heutigen stimmlichen Möglichkeiten überschreitet, den Produktionsraum so unkorrigiert verläßt.
Lied Nr. 8, "In The Bleak Midwinter" ist das erste, das (zumindest am Anfang, während der Strophe) zwei Gänge zurückschaltet und erst da merkt man so richtig, während der eigene Herzschlag sich etwas entspannt, wie sehr man bisher durch dieses Album gehetzt wurde.
Es bricht mir das Herz, das zu sagen, aber dieses Album ist... grauenvoll.

Stefan Heesen ,

Einfach nur großartig!

Ganz ehrlich, als ich gelesen hatte, das Annie Lennox ein Weihnachtsalbum veröffentlicht war mein erster Gedanke "Warum denn das?" So manch anderer Popstar hatte dieses Fest schon dazu benutzt um mal schnell Kasse zu machen und musikalisch nichts dabei hinterlassen.
Mit "A Christmas Cornucopia" ist Annie ein fantastisches Album gelungen. Dabei ist dieses Album nicht nur stimmlich sehr interessant, der instrumentale Part ist ebenso fesselnd. Der Stil der Platte ist dabei schwer zu beschreiben, viktorianische Element treffen auf mittelalterlich anmutende Rhythmen welche wiederum im Kontrast zu afrikanischen Themen stehen. Auch das schwer zu beschreibende "fremdartige" Element aus Eurythmics Tagen findet man hier wieder, besonders bei "Lullay Lullay".
Das Album wirkt sehr in sich geschlossen, was auch sicher an der fantastischen Band und dem großartigen Chor liegt. Hier muss man aber erwähnen, das Annie einen sehr großen Anteil der Instrument tatsächlich selbst eingespielt hat.

Stimmlich bin ich besonders von den Harmoniegesängen beeindruckt. Was Lennox hier erreicht ist manchmal echt unglaublich.
Der Umfang ihrer Stimme scheint mit jedem Album größer zu werden. Man muss sich einmal vor Augen halten das Lennox ALLE Backgroundstimmen singt - unglaublich. Ihre Technik dabei erinnert dabei an alte Tourist Zeiten.
Man hört dem Album auch an, wie viel Spass die Aufnahmen gemacht haben müssen.
Ohne zu übertreiben denke ich, das Lennox hier ein moderner Klassiker gelungen ist, der sich ganz bewusst außerhalb des Mainstream platziert.
Nebenbei bemerkt, scheint Lennox mit Ihrem neuen Label Island eine gute Wahl getroffen zu haben. Dieses Album wurde endlich gut vermarktet!
Unbedingt auch auf Lennox Homepage gehen, hier gibt es eine große und beeindruckende Anzahl von Live Videos von den zahlreichen Promoauftritten zu diesem Album.

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