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Spiritual Standards (Secunda)

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Burger/von Klewitz gelingt es die Seele eines ganzen  Glaubens einzufangen...

„Crystal Rain. Markus Burger lässt es kristalline Tontrauben regnen. Jan von Klewitz lässt sein Horn singen, einem irisierenden Lockruf gleich. Die Einladung zu einer sinnlichen Reise. Eine Stunde dauert sie, one hour in the live of two peaceful souls, eine Länge, die nichts besagt. Denn wenn Musik eines bewirken kann, dann hier ganz besonders: die Aufhebung des alltäglichen Zeitgefühls. Vieles geht ineinander über, alles ist im Fluss. 
Der Hörer kann eintauchen, im Klang baden, sich treiben lassen. Und der Raumklang lässt einen in einem Klangraum wähnen, der bekannt dafür ist, etwas mit einem zu machen, innere Bewegung auszulösen. Auch wenn die Musik nicht in einer Kirche entstand, sondern in einem (profanen) Studio - allein schon Titel und Cover der CD führen uns dorthin, wo es mehr als an den meisten anderen Orten um das In-Sich-Hineinhören und Zuhören geht. 
INSIDE OUTSIDE greift den Gedanken des Vorläufers SPIRITUAL STANDARDS auf. Waren es zuletzt deutsche Choräle, Kirchen- und Weihnachtslieder, die zu spiritual standards avancierten (und - Gott sei dank? - nicht zum swingin' christmas), kommen diesmal zwei weitere Choräle und zwei Händel-Bearbeitungen zu Gehör. Nun sind Jazzmusiker nicht gerade für Werktreue bekannt. Doch der erfreulich respektlose Umgang mit alt gedientem Urhebergut ist nicht die einzige Tugend eines Improvisatoren. Etwas "Fremdes" zu etwas Eigenem zu machen, bedeutet nicht a priori, eine Komposition auf ein melodisch-harmonisches Gerüst zu reduzieren. 
Und selbst wenn er dieses Ton-Gefäß zu entkernen gewillt ist, dann häufig in der Absicht, die Essenz des Stückes freizulegen - ein erfreulich respektvoller Umgang. Burger und von Klewitz sehen sich dem Gehalt der Bach- und Händelschen Werke verpflichtet, indem sie das aufgreifen, was sich zwischen den Tönen zeigt. 
Und mit dieser Form der Aneignung verliert der nüchterne Terminus "Fremdkomposition" seinen kühlen Unterton. Dass das Gros des Repertoires aus "Eigenkompositionen" besteht, ändert nichts am spirituellen Charakter des Ganzen. Dies hätte auch anders kommen können - dann nämlich, wenn das "Material" - wie ursprünglich zumindest einmal angedacht - vom Quartett SEPTER BOURBON (die Achse Burger/von Klewitz mit Rhythmusgruppe) aufgenommen worden wäre. 
Doch es kam anders. Markus Burger wurde krank. So sehr, dass er sein Leben umstellen musste. Wertvorstellungen gerieten durcheinander, ordneten sich neu, was vorher wichtig, erschien nun unwichtig - und umgekehrt. Erste Spuren dieses Wandels zeigen sich auf ULTREYA, einem Soloalbum von 2002, der Aufarbeitung einer drei Jahre währenden Krankheit. Burger hat sie besiegt - die Kraft dafür gewann er aus vielen Quellen, alten und neuen, auch aus Meditationen. Sein Verhältnis zur Natur und zur Zeit änderte sich (Referenzen dazu offenbaren Titel wie Stundenglas oder The Marathon Man). Außermusikalische Passionen wie Angeln und Fotografieren trugen das ihrige bei. 

Das Bedürfnis nach Ruhe, aber auch nach größerem Tiefgang ist auf INSIDE OUTSIDE unüberhörbar. Dabei profitieren Burger und von Klewitz von den Segnungen einer über viele Jahre gewachsenen Beziehung, von intuitivem Verständnis, von spirituellem Ein(Zwei-?)klang. The continuation of a (musical) love affair. Und die (v)erträgt auch räumliche Trennung: Der Saxophonist lebt in Berlin, der Pianist inzwischen in Los Angeles. Mal ist die Musik zart und alabastern, mal jubilierend und hymnisch, ohne dabei ins Pathetische abzugleiten. Diese mit aller harmonischen Raffinesse des Jazz geeichten Musiker offenbaren das, was in den Worten Pat Methenys the men from the boys trennt: Sie erkennen die Schönheit im Schlichten und fürchten den reinen Dur-Dreiklang nicht. 
Harmonisch bewegt sich das Duo über weite Strecken innerhalb eines eng begrenzten Tonvorrats, eben inside - aber, als wolle es nachdrücklich dem Titel Rechnung tragen, eben auch outside: dann etwa, wenn die Beiden in kurzen Zwischenspielen frei interagieren, Spannung aufbauen. Auch klanglich weichen sie dabei vom Wohltemperierten ab: Das Klavier wird präpariert, beim Saxophon klappern die Klappen. 
Markus Burger und Jan von Klewitz agieren inside und outside. Doch dieses Begriffspaar hat eine weitere, eine tiefere Bedeutung, jenseits der musikalischen Oberfläche. Burger und von Klewitz transportieren die inside an die outside. So intim dieses Duo auch wirken mag - INSIDE OUTSIDE lädt eben nicht zur introvertierten Einkehr ein: Hier äußert sich etwas, dringt von innen nach außen, teilt sich mit. Auch wenn die Beiden scheinbar selbstverloren ihren musikalischen Gedanken nachhängen, wähnt man sich ihnen dennoch nah. So sehr, daß auch im Hörer etwas in Bewegung, in Schwingung gerät. Und irgendwann meint man ihn zu vernehmen...den stummen Chor der imaginären Gemeinde. Karsten Mützelfeldt Jazzjournalist (DLF, WDR, Jazzthing)

Spiritual Standards (Secunda), Burger/Klewitz
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